SLP: Jetzt mailen/faxen/anrufen und weiterverbreiten: Offener Brief an die Gewerkschaft – werdet endlich aktiv gegen die Abschiebungen

Wir laden alle Menschen, die so wie wir Gewerkschaftsmitglieder sind und von ihrer Organisationen Solidarität mit der Flüchtlingsbewegung erwarten ein, diesen (oder einen anderen) Brief an die Gewerkschaften zu schicken bzw. diese anzurufen.

text auch unter: https://www.slp.at/artikel/an-die-kolleginnen-und-kollegen-in-%C3%B6gb-und-fachgewerkschaften-5015

Wir alle sind die Gewerkschaft – und wir sind solidarisch!

Mit großer Freude haben wir in den letzten Monaten die Solidaritätsbekundungen aus den Reihen – und Spitzen – des ÖGB für die Flüchtlingsaktivisten aus der Votivkirche/Servitenkloster gesehen.

Mit großem Entsetzen müssen wir aber in den letzten Tagen feststellen, dass nun, angesichts der begonnenen Abschiebungen, der Gewalt gegen UnterstützerInnen und der Schmutzkübelkampagne gegen Flüchtlinge aus der Gewerkschaftsbewegung fast nichts zu vernehmen ist.

„Solidarität“ ist der Titel der ÖGB-Zeitung, aber nun, da sie in der Praxis benötigt wird, fehlt sie. Sind die Flüchtlinge nur ein Randthema, dass die Gewerkschaftsbewegung nicht betrifft? Falsch! Die Flüchtlinge sind der schwächste Teil der ArbeiterInnenbewegung, da sie in die Illegalität gedrängt und damit zur Schwarzarbeit gezwungen werden. Die Gewerkschaftsbewegung hat das Ziel, die Situation für alle Beschäftigten zu verbessern, sie hat daher auch ein zentrale Interesse daran, dass niemand als LohndrückerIn eingesetzt werden kann und daher niemand in die Illegalität gedrängt werden darf.

Die Angriffe auf die Flüchtlinge sind nicht nur Wahlkampf sondern auch der Versuch, jene in die Schranken zu weisen, die sich wehren. Rassismus dient als Ablenkung von den großen sozialen Problemen und ihrer Ursache und vergiftet das Klima in den Betrieben und schwächt unsere Kampfkraft; Die Solidarität zwischen den KollegInnen wird untergraben.

Die Flüchtlinge des Sevitenklosters sind Menschen, die sich selbst organisieren um für ihre Rechte einzutreten und stehen damit in den besten Traditionen der Gewerkschaftsbewegung. Die Angriffe auf die Rechte der Flüchtlinge und der UnterstützerInnen sind nur die Vorboten auf die Angriffe, die auf die Organisationen der ArbeiterInnenbewegung folgen werden. Auch deshalb hat die Gewerkschaftsbewegung die Aufgabe die Flüchtlingsbewegung und die Flüchtlinge selbst aktiv zu unterstützen.

  • Wir fordern von unserer Gewerkschaft, dass sie endlich      klare Worte gegen die aktuelle Welle von Abschiebungen, Kriminalisierung      und Gewalt findet.
  • Wir fordern von unserer Gewerkschaft, dass sie die      Rechte der Flüchtlinge auch konkret verteidigt. In den Räumlichkeiten der      Gewerkschaften kann ihnen Schutz angeboten werden, nachdem der Schutz der      Kirche versagt hat.
  • Wir fordern von unserer Gewerkschaft, dass sich die      Mitglieder und v.a. die FunktionärInnen sich ganz praktisch auch schützend      vor die bedrohten Flüchtlinge zu stellen und mit ihnen gemeinsam Aktionen      zu setzen.
  • Wir fordern von unserer Gewerkschaft, das sie die      wöchentlichen Demonstrationen (Dienstag 18.30 Rossauer Lände) der      Flüchtlingsbewegung unterstützt und über ihre Kanäle dazu aufruft, über      email-Verteiler, Homepage, Facebook und andere Möglichkeiten.
  • Wir fordern von unserer Gewerkschaft, dass sie aktive      Proteste gegen die Angriffe auf Flüchtlinge, die Teil der      ArbeiterInnenbewegung sind, und Angriffe auf demokratische Grundrechte      organisiert, Kundgebungen, Demonstrationen, aber auch Solidaritätsstreiks      wie z.B. wie die von den Flüchtlingen selbst vorgeschlagenen kurze      Arbeitsniederlegungen.

Wir sind nur so stark wie das schwächste Glied in der Kette! – Eine Niederlage der Flüchtlingsbewegung wäre auch eine Niederlage der ArbeiterInnenbewegung.

Eine Reihe von Gewerkschaftsmitgliedern und UnterstützerInnen der Flüchtlingsbewegung

Liste mit Gewerkschaftskontaktdaten:

ÖGB Zentrale:

Tel: 0043/1/534 44 – 39

e-mail: oegb@oegb.at

Präsident des ÖGB (Erich Foglar)

Tel. 1/53 444 39001

e- mail: erich.foglar@oegb.at

Vizepräsidentin Sabine Oberhauser

Telefon: +43-1-40110-3695
Handy: +43-664-3504645
Fax: +43-1-40110-3455

Sabine.oberhauser@spoe.at

Leitender Sekretär des ÖGB, MAG. Bernhard Achitz:

bernhard.achitz@oegb.at

stv. Vorsitzende der PRO – GE

renate.anderl@proge.at 

Vorsitzender der ÖGJ

saschaernszt@gmx.at

43 (0) 51707/22826 (BR)

+43 (0) 664/61 45 896

Stv. Vorsitzender der GÖD, Dr. Hans Freiler

Telefon: 01/53 454-247
E-Mail: hans.freiler@goed.at

Stv. Vorsitzende der GÖD, Monika Gabriel

Telefon: 01/53 454-275
E-Mail: monika.gabriel@goed.at

Stv. Vorsitzender VIDA, Alfred Gajdosik:

alfred.gajdosik@akwien.at
(+43 664) 383 12 95

Vorsitzender der GPA – djp, Wolfgang Katzian:

wolfgang.katzian@parlament.gv.at

Bundesgeschäftsführerin GPA – djp, Dr. Dwora Stein:

05 0301 – 21228

dwora.stein@gpa-djp.at

gf. Vorsitzender der UG im ÖGB, Mag. Markus Koza:

e- mail: markus.koza -at- ug-oegb.at
Telefon: 01/505 19 52 – 12

Vorsitzender der GPF, Helmut Köstinger:

Tel: 5 7767-20045,

Fax: 05 7767-20050.

e-mail: helmut.koestinger@gpf.at.

Betriebsratsvorsitzende der SVB, Sabine Lukse:

sabine.lukse@svb.sozvers.at

Vorsitzender der GdG – KMSfB, Ing. Christian Meidlinger:

Tel: 31316/83601

Fax:31316/99/83601

christian.meidlinger@gdg-kmsfb.at 

gf. Vorsitzender der Bau –Holz, Josef Muchitsch

Telefon: 0664/61 45 542

eMail: josef.muchitsch@spoe.at

Mitglied GÖD Vorstand, Korinna Schumann:

Telefon: 01/53 454-277
E-Mail: korinna.schumann@goed.at