Die Söldner des Rektors verjagen einen Sandler.

In der Nacht zum 26, 10. sind die Söldner des Rektors einen Schritt weitergegangen. Sie haben nun tatsächlich, wie wir es vorausgesagt hatten, einen “sozial Instabilen” aus der Universität vertrieben. Sie versuchen sich an den Marginalisten, für die man bei den Mainstream-Protestierenden am allerwenigsten Solidarität erwarten kann.

 
Die schmutzige, hinterhältige Rechnung ging nicht auf! Sie nahmen zu dritt oder zu viert einen an der Universität schon bekannten “sozial Unangepaßten” in die Mangel und wollten ihn hinausbefördern, aber sie hatten die Rechnung ohne den Wirt gemacht, und der Wirt, das sind wir!
 
Sofort waren einige AktivistInnen zur Stelle, aus dem Gang vor dem Audimax wurde Verstärkung herbeigerufen, und die Leute reagierten auch prompt, was man besonders herausstreichen muß. Binnen kurzem waren etwa 20 Menschen am Ort des politischen Deliktes!
 
Schließlich war er draußen, entschlüpfte ihnen von selbst. Die Securities ließen von weiteren Vorhaben ab, aber mit ihrer Aktion hatten sie eine – unmerkliche – Eskalation eingeleitet: Vordem ein Pudel, jetzt ein Obdachloser.
 
Die Moderatorin und Sprecherin im Audimax vom 26. 10. war darüber nicht im Bilde, meinte, die Securities wären bis dato uns gegenüber ganz freundschaftlich gewesen und versuchte, im Zuge eines kleinbürgerlichen Harmoniewahns zu empfehlen, man solle eine “nette” Beziehung zu den Securities aufbauen – die sich, wenn entsprechend beauftragt, über die Nacht von (ein bißchen schleimigen) Kumpels in brutale Schläger verwandeln können.
 
Wenn die Sache mit dem Pudel eher emblematisch und prophetisch zu sehen war, so ist die mit dem “sozial Unangepaßten” eine eindeutig gegen die Bewegungsfreiheit gerichtete Handlung. In diesem Zusammenhang die Leute aufzufordern, den Söldnern, die sich einen Dreck um unsere Sachen scheren, auch noch Essen zu bringen, ist eine spießbürgerliche Demagogie sondergleichen.