Stoppt die Gewalt gegen Frauen

Der Sommer ist endlich da und es wird ruhiger in der Politik. Doch bevor wir uns alle in unseren wohlverdienten Urlaub verabschieden, möchten wir uns einen Moment Zeit nehmen, um die tollen Dinge wertzuschätzen, die wir in den letzten Wochen zusammen erreicht haben. Während es draußen immer wärmer wurde, sind wir noch einmal zur Höchstform aufgelaufen und haben all unsere Energie in die Kampagnenarbeit gesteckt. Heute möchten wir Ihnen unsere wichtigsten Erfolge vorstellen.

“Irgendwann werden wir zurückblicken und uns daran erinnern, wie es heute war. Dann werden wir tiefe Scham empfinden für all die Gewalt, die es gab. Aber wir werden stolz sein, weil wir uns gewehrt haben. Denkt an eure eigenen Töchter und Enkelinnen! Setzt euch für sie ein!”

Diesen beeindruckenden Kommentar hat Maria-Liisa geschrieben, eine WeMove-Aktive, die unsere Petition gegen Gewalt gegenüber Frauen unterzeichnete. Unsere Forderung an die EU-Länder und vor allem an die neue estnische Ratspräsidentschaft: “Sorgen Sie schnellstmöglich für die europaweite Umsetzung der internationalen Konvention zur Verhütung von Gewalt gegen Frauen!” Mehr als 107.800 Aktive unterzeichneten die Petition, mehr als 550 wandten sich direkt mit einer E-Mail an die Präsidentschaft, und sehr viele schrieben Kommentare so wie Maria-Liisa. Und es stimmt, was sie sagt: Das Engagement von so vielen hat uns tief bewegt und stolz gemacht.

Damit unsere Forderungen von den Entscheidungsträgern gehört werden, gingen wir in Brüssel auf die Straße, gemeinsam mit unseren Partnern von der European Women’s Lobby. Mit einer großen öffentlichen Aktion übergaben wir unsere Petition mit über 105.000 Unterschriften und vielen berührenden persönlichen Botschaften an die estnische Präsidentschaft. Und es hat gewirkt. Sie versprach zu handeln.

Danach hatten Frauengruppen aus ganz Europa eine Demonstration organisiert mit dem Motto: “Loud and United” – “Laut und Gemeinsam”. Es war uns eine Freude und Ehre, mit ihnen zusammen durch Brüssels Straßen zu ziehen. WeMove-Aktive trugen Plakate, die zu Solidarität und Widerstand gegen Gewalt aufriefen.