PeterK.: Stoppt den Hichrichtungswahn in Arkansas

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(unter: http://wp.me/p2X1th-2zL )

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Arkansas: Nur der „übliche Todeskampf“

US-Bundesstaat Arkansas: Die vier Hinrichtungen seien „ohne Probleme“ verlaufen. So das Ergebnis des Autopsieberichtes, teilte der Leichenbeschauer Dr. Charles Kokes mit. Untersucht wurden die vier Opfer des staatlichen Mordes in Arkansas im April diesen Jahres.

Ursprünglich sollten im April sogar 8 Menschen hingerichtet werden. (wir berichteten: Arkansas: Massenhinrichtung)

Hinrichtungen in Arkansas werden mittels drei Drogen durchgeführt. Dabei wird als erstes Mittel Midazolam gegeben. Hier ein Beispiel dafür, welch schrecklichen Folgen diese Hinrichtungsmethode haben kann: http://wp.me/p2X1th-dD
Dieses Mittel wird dabei als erstes von insgesamt 3 Drogen für die Exekutionen eingesetzt. Zunächst wird dabei Midazolam-Hydrochlorid verabreicht, das zwar sedierend, jedoch nicht schmerzstillend wirkt. Danach wird dem Häftling ein Präparat verabreicht, das ihn lähmt, so dass er nicht mehr sprechen oder sonst wie auf sich aufmerksam machen kann.
Laut Mark Elliott (Floridians for Alternatives to the Death Penalty FADP) sagt dazu: “Bei Injektionen mit drei Mitteln ist die Gefahr groß, dass die Wirkung des ersten schnell verfliegt und niemand das mitbekommt.” Es gebe nur einen Menschen der wisse, ob die Verwendung von Midazolam-Hydrochlorid Schmerzen verursacht, dies sei derjenige, der damit getötet wird. Zum Schluß kommt Kaliumchlorid zum Einsatz, wodurch es zum Herzstillstand kommt. Mark Elliott teilt mit, dass durch dieses Mittel alle inneren Organe quasi “verbrennen”.

Dr. Kokes jedoch nennt die Tatsache, dass laut Zeugen einer Hinrichtung, Kenneth Williams sich aufgebäumt, gezuckt und gehustet habe, halt den „typischen Todeskampf“. Es wären Hinrichtungen „ohne Probleme“ gewesen…

Es ist die zynische Logik eines martialischen Regimes und seiner Handlanger, dass mit solchen Untersuchungen „sein Verständnis von Gerechtigkeit“ verkaufen möchte. Letztendlich aber nur versucht sich mit solchen „Untersuchungsergebnissen“ eine weitere Legitimation für sein gnadenloses Handeln zu schaffen.
„Der übliche Todeskampf“ wird hier quasi zur hinzunehmenden Banalität des Sterbens durch die Hand des Staates. Ob die USA irgendwann einmal ein zivilisierter Staat werden bleibt leider nach wie vor offen…