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Von: "alexander pollak" <
apo@sosmitmensch.at >
Betreff: [SOS Mitmensch]
Elfriede Jelinek für
Rücktritt der UNESCO Kommission nach WKR-Kulturerbe-Skandal
Anmerk. LabNetAu: Österreichs UNESCO-Kommission entfernt gesamten "Wiener Ball" vom Kulturerbe - WKR-Ball wird gestrichen.
Datum: Donnerstag, 19. Jänner 2012 09:03
Elfriede Jelinek für Rücktritt der UNESCO Kommission nach
WKR-Kulturerbe-Skandal
Jelinek spricht gegenüber SOS Mitmensch von
"Verunglimpfung Österreichs"
In einem Schreiben an SOS Mitmensch hat die
österreichische Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek angekündigt, dass
sie sich den Protesten gegen die Aufnahme des WKR-Balls in die Liste des
UNESCO-Weltkulturerbes anschließe. Jelinek fordert eine Entschuldigung der
Österreichischen UNESCO Kommission und spricht sich für deren Rückritt aus.
Zuvor hatte SOS Mitmensch in einem Offenen Brief die Österreichische UNESCO
Kommission zur sofortigen Streichung des WKR-Balls aus ihrer Liste der
"immateriellen Kulturgüter Österreichs" aufgefordert.
"Ich sehe diese Aufwertung einer skandalösen
Veranstaltung, die nicht zuletzt
auch dem antifaschistischen
Verfassungsauftrag Hohn spricht, als eine Verunglimpfung Österreichs an. Ein
deklariert deutschnationaler Ball kann im Übrigen niemals Österreich zu
irgendwelchen Ehren gereichen, er sollte, wenn überhaupt, in das deutsche ("und
heute gehört uns Deutschland und morgen die ganze Welt") Weltkulturerbe
einfließen. So sehen das sicher auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dieses
Balles. Sie wollen Deutsche sein und verachten die österreichische Nation. Eine
öffentliche Entschuldigung des österreichischen UNESCO-Komitees bei allen
Landsleuten, denen mit der unsinnigen Aufwertung dieses Balles Schande angetan
wurde, wäre das mindeste, das zu
verlangen wäre. Ich persönlich bin ja der Ansicht, daß dieses Komitee
geschlossen zurücktreten sollte.", so Elfriede Jelinek in ihrem Schreiben an SOS
Mitmensch.
SOS Mitmensch fordert die Österreichische UNESCO
Kommission dazu auf, die Streichung des WKR-Balls aus der Kulturerbe-Liste noch
VOR dem Ball am 27. Jänner vorzunehmen. "Es darf nicht sein, dass am
Holocaust-Gedenktag ein Rechtsextremen-Ball unter dem Quasi-Ehrenschutz der
UNESCO stattfindet. Auch wenn das von der UNESCO Kommission nicht so
beabsichtigt ist, wäre das ein unfassbarer Hohn gegenüber den Opfern des
Nationalsozialismus und gegenüber allen demokratisch denkenden Menschen in
Österreich", so Alexander Pollak, Sprecher von SOS Mitmensch.
Rückfragehinweis:
Alexander Pollak
SOS Mitmensch
0664 512 09 25