<: Freiheit für Mumia Abu-Jamal! u.a. <

Mumia

Von: "KfsV" < kfsv@online.de >
Betreff: Mumia: Britische Journalisten-Gewerkschaft ruft zu Aktionen auf / u.a. Protestbriefe
Datum: Donnerstag, 06. September 2007 22:29
 
Freiheit für Mumia,
sofort!
 
Die NJU (Nationale Journalisten Union) in Britannien und Irland ruft für die
Freiheit ihres Ehrenmitglieds Mumia Abu-Jamal auf [mit dem Titel "Free
honorary member on death row 25 years"] und fordert ihre Mitglieder auf,
dringende Aktionen für die Unterstützung Mumias zu organisieren. Hier ist
der Link auf ihre Seite (auf Englisch):
http://www.nuj.org.uk/inner.php?docid=1829
 
Außerdem senden wir Solidaritäts- und Protestbriefe vom KfsV für die
Freilassung der wegen des Paragraphen 129a Verhafteten, siehe Anhang und
Texte unten.
(......)
Freiheit für Mumias Sohn, Jamal Hart, sofort!
Hier findet ihr den PDC-Protestbrief gegen die verschärften Haftbedingungen
für Mumias Sohn, der 1998 zu mehr als 15 Jahren aufgrund falscher
Anschuldigungen wegen illegalen Schusswaffenbesitzes verurteilt wurde. (auf
Englisch) < http://www.spartacist.org/english/wv/897/jamalhart.html >
http://www.spartacist.org/english/wv/897/jamalhart.html
Komitee für soziale Verteidigung
 
c/o Werner Brand
 
Postfach 21 07 50
 
10507 Berlin
 
Tel.: 030 4 43 94 01 Fax: 030 4 43 94 02
 
<mailto: kfsv@online.de
 
 
Bestelle bei Komitee für soziale Verteidigung, c/o Werner Brand, Postfach
210750, 10507 Berlin
 
Überweise an: Commerzbank Berlin, Konto Werner Brand, K-Nr. 590 109 500, BLZ
100 400 00
 
SWIFT: COBADEFF IBAN: DE 27 1004 0000 0590 1095 00
 
 
Das KfsV ist eine klassenkämpferische, nichtsektiererische Organisation zur
rechtlichen und sozialen Verteidigung, die sich für die Fälle und Anliegen
einsetzt, die im Interesse der Gesamtheit der arbeitenden Menschen sind.
Dieser Zweck entspricht den politischen Ansichten der
Spartakist-Arbeiterpartei Deutschlands (SpAD).
 
_______________________________________
Berlin, 22. August 2007
 
 
An das Solidaritätskomitee:
 
Einstellung des §129a-Verfahrens sofort!
 
Freiheit für Oliver, Florian, Axel und Andrej
 
 
In Eurem Kampf gegen die ungeheuerlichen "Terrorismus"-Anklagen durch den
bürgerlichen Staat, stehen wir an Eurer Seite. Solche Anklagen sind eine
Bedrohung für alle, die gegen die Ungerechtigkeiten im Kapitalismus des
deutschen Vierten Reichs und international protestieren und sich dagegen
organisieren. Im Anhang findet Ihr unsere Protesterklärung an die
Bundesanwaltschaft bezüglich Eurer Fälle. Ein Angriff auf einen, ist ein
Angriff auf alle! Als Ausdruck unserer Solidarität haben wir 100 Euro für
Eure rechtliche Verteidigung auf das Konto, welches auf Eurer Homepage
angezeigt ist, überwiesen: Thomas Herzog, Postbank Essen, Kontonummer 577
701 432, Bankleitzahl 360 100 43. Wir werden Eure Fälle in der
Arbeiterklasse international bekannt machen.
 
 
Solidarische Grüße,
 
 
Werner Brand
 
für das Komitee für soziale Verteidigung
 
 
_____________________________________
 
 
Weg mit Paragraf 129a/b!
 
Sofortige Freilassung der Verhafteten,
 
Einstellung aller Verfahren!
 
Berlin, 21. August 2007
 
Die folgende Protesterklärung hat das KfsV am 21. August an die
Bundesanwaltschaft
 
übermittelt.
 
Axel H., Florian L., Oliver R. und Dr. Andrej Holm sitzen seit dem 30./31.
Juli in Berlin in
 
Untersuchungshaft wegen "Verdacht auf Mitgliedschaft in einer
terroristischen Vereinigung"
 
nach dem zu Recht verhassten Gesinnungsparagrafen 129a. Damit drohen ihnen
langjährige
 
Gefängnisstrafen. Drei der Männer werden verdächtigt, versucht zu haben, ein
Bundeswehrfahrzeug
 
in Brand zu stecken. Andrej Holm, einem Soziologen an der
Humboldt-Universität,
 
werden Gesinnungsverbrechen und Verbindungen zu den anderen Inhaftierten zur
Last
 
gelegt. Aus seinen wissenschaftlichen Arbeiten und linken Aktivitäten wird
eine intellektuelle
 
Führungsrolle in der angeblichen "terroristischen Vereinigung" namens
"militante gruppe
 
(mg)" konstruiert. Eine solche Inhaftierung, auf akademische Schriften und
Verbindungen
 
gegründet, ist eine durchsichtige Konstruktion und soll Akademiker und
Sozialwissenschaftler
 
in Furcht versetzen, Fragen sozialen Protests auch nur zu untersuchen. Außer
gegen die vier
 
Erstgenannten wird gegen drei andere, darunter Matthias B. ermittelt. Weil
er promovierter
 
Politologe ist, wird Dr. Matthias B. vorgeworfen, intellektuell in der Lage
zu sein, "die
 
anspruchsvollen Texte der ‚militanten gruppe‘" zu verfassen. Außerdem
stünden ihm "als
 
Mitarbeiter eines Forschungsinstituts Bibliotheken zur Verfügung, die er
unauffällig nutzen
 
kann, um die zur Erstellung der Texte der ‚militanten gruppe‘ erforderlichen
Recherchen
 
durchzuführen". Diese Anschuldigung ist eine Bedrohung aller, deren
Leseaktivitäten nicht
 
schon durch das Internet oder andere Quellen staatlicher Überwachung
verfolgt werden
 
können.
 
Wir protestieren aufs Schärfste gegen diese Verhaftungen! Wir fordern die
sofortige
 
Freilassung der vier Verhafteten und die Einstellung aller Verfahren gegen
die sieben
 
Beschuldigten.
 
Berichten zufolge wurden die Opfer dieser Verhaftungen fast ein Jahr lang
bei ihren
 
intimsten Aktivitäten verfolgt und ausspioniert, um Vorwände für diese
Verhaftungen zu
 
liefern. Das Ziel solcher Angriffe auf das elementare Recht auf Privatsphäre
kann nur sein,
 
alle diejenigen zu bedrohen und zu isolieren, die gegen Krieg, Ausbeutung
und
 
Unterdrückung protestieren. Diese Demontage demokratischer Rechte richtet
sich letztlich
 
gegen die Arbeiterklasse und ihre Organisationen.
 
Diese Verhaftungen sind eine weitere provokante Eskalation staatlicher
Unterdrückung
 
gegen Linke und die gesamte Arbeiterbewegung. Sie stehen in einer Reihe mit
den
 
willkürlichen Razzien gegen linke Zentren im Kontext der Proteste gegen den
G8-Gipfel,
 
darunter gegen den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan. Nachdem ein Verbot
der
 
Demonstrationen nicht gelang, entfesselte der Staat massiven Terror gegen
die Demonstranten
 
und versucht nun, Demonstranten zu brandmarken und als "Terroristen" zu
verfolgen.
 
Wir stehen mit Millionen in Verteidigung solch berechtigter Proteste gegen
Folterkammern
 
wie Guantanamo, gegen die blutigen Besetzungen des Balkans, Afghanistans und
des Irak,
 
gegen tägliche rassistische Abschiebungen und massive Angriffe auf Löhne und
Sozialleistungen.
 
Wir werden alles daran setzen, diesen ungeheuerlichen Angriff auf die
grundlegendsten
 
demokratischen Rechte in der internationalen Arbeiterklasse bekannt zu
machen.
 
Wir fordern die Beendigung aller Überwachungen der Beschuldigten und ihrer
Familien
 
und die Löschung aller gesammelten Daten. Wir fordern nach wie vor die
Streichung des
 
"Anti-Terror"-Paragrafen 129a/b!
 
 
 
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31.8.07
 
Liebe Mag Wompel, liebe Kollegen von Labournet.de,
 
 
Wir haben mit Empörung Berichte aus dem Labournet und der jungen Welt vom
Zensurversuch und den finanziellen Drohungen gegen Labournet.de seitens der
Firma Ixion zur Kenntnis genommen. Ein Protestschreiben, das wir an die
Hamburger Staatsanwaltschaft geschickt haben, ist beigefügt. Wir würdigen
euren Mut, demokratische Rechte von Arbeitern in ihren gewerkschaftlichen
Kämpfen zu verteidigen. Das Ergebnis dieses Rechtsstreits kann die gesamte
Arbeiterbewegung betreffen. Wir stimmen mit Sicherheit mit euch überein,
dass es eine gute Sache ist, wenn der Begriff "Kapitalist" in der
Gewerkschaftsbewegung den Charakter einer Beleidigung annimmt. Als Zeichen
unserer Solidarität haben wir auf euer Spendenkonto (Labournet.de e.V.,
Postbank Dortmund, BLZ 440 100 46, Konto 2635 26-467) für eure juristischen
Kosten 100 Euro überwiesen.
 
 
Mit solidarischen Grüßen,
 
Werner Brand
 
für das KfsV
 
 
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