Männer gegen Sexismus und Rassismus – Online-Kampagne „Nicht mit mir!“ gestartet (I.V.)

Sent: Tuesday, March 08, 2016 4:15 PM
 Bitte diese wichtige Aktion weiterleiten,

Ilse Lenz

——– Weitergeleitete Nachricht ——–

Betreff: Kampagne „Nicht mit mir“ / Einladung zum Mitunterzeichnen
Datum: Tue, 08 Mar 2016 15:58:22 +0100
Von: Heinrich Boell Stiftung <BOELL@heinrich-boell-stiftung.de>

Einladung zum Mitunterzeichnen

 Männer gegen Sexismus und Rassismus
Online-Kampagne
„Nicht mit mir!“ gestartet

Sexualisierte Gewalt ist niemals legitim.

Sie gehört strafrechtlich verfolgt.

Unabhängig davon, wen sie trifft und unabhängig davon, wer sie ausübt.

Das ist die Kernbotschaft der Kampagne „Nicht mit mir!“, der sich geschlechterpolitisch aktive Männer und Organisationen in Deutschland angeschlossen haben.

Die Initiatoren wenden sich dagegen, die „Silvestervorfälle“ für Rassismus und die Verschärfung des Asylrechts zu nutzen.

Sie sprechen den Frauen, die in der Silvesternacht Opfer sexualisierter Gewalt geworden sind, Mitgefühl und Solidarität aus.

 

Die Verfasser fordern die so genannte Istanbul-Konvention von 2014 endlich vollständig in deutsches Recht umzusetzen.

Die Konvention dient der Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt.

Sie folgt dem Grundsatz „Nein heißt Nein!“ und wurde bereits vom Europarat ratifiziert.

 

Das deutsche Strafrecht wurde dem europäischen Beschluss bislang nicht angepasst.

Großer Widerstand kommt ausgerechnet von den Kräften, die die Kölner Vorfälle am Deutlichsten für rassistische Ausfälle und Forderungen nach einer Verschärfung des Asylrechts genutzt haben.

Die Anpassung des Strafrechts würde hingegen eine wirkungsvolle und konsequente Antwort des Rechtsstaates auf diese Art von Gewalt ermöglichen.

 

Männlichkeitsbilder, die Gewalt legitimieren, werden kategorisch abgelehnt.

Gleichzeitig warnen die Verfasser davor, männliche Flüchtlinge als potenzielle Täter wahrzunehmen.

„Geflüchtete Männer haben ebenso einen Anspruch auf Sicherheit, Privatheit und Zuwendung wie geflüchtete Frauen und Kinder“, schreiben die Initiatoren.

 

Die Kampagne „Nicht mit mir!“ wurde vom Gunda-Werner-Institut (GWI) in der Heinrich Böll Stiftung und

dem „Forum Männer in Theorie und Praxis der Geschlechterverhältnisse“ initiiert.

Das Forum ist ein bundesweites Netzwerk, das aus Männersicht für die Gleichstellung der Geschlechter eintritt.

Zu den Unterstützern des Aufrufs gehören zivilgesellschaftliche Organisationen wie das Bundesforum Männer – Interessenverband für Jungen, Männer, Väter, oder die Gruppe „Syrians against sexism Group & Campaign“ sowie zahlreiche Männer aus Politik, Wissenschaft und Gesellschaft.
Die Stellungnahme kann auf der Website http://www.nichtmitmir.eu online mitgezeichnet werden.

Die Stellungnahme und Forderungen an die Politik werden nach Abschluss der Kampagne an den Bundesjustizminister und die Bundesregierung übergeben.

 

Information

Henning von Bargen, Gunda-Werner-Institut in der Heinrich-Böll-Stiftung

E vonbargen@boell.de

T 030.285 34-180

http://www.gwi-boell.de/de


Johannes Kepler Universität
Abteilung Gleichstellungspolitik
Altenberger Straße 69
4040 Linz, Österreich
Tel.: +43 732 2468-3021
E-Mail: gleichstellung@jku.at
http://www.jku.at/gleichstellungspolitik