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Kosova - Die Proteste der LPV sind progressiv

Datum: Dienstag, 17. Jänner 2012 08:42

 

 

Kosova - Die Proteste der LPV sind progressiv

Geschrieben von Agron Sadiku

Montag, 16. Januar 2012

 

Heute veröffentlichte die „ Junge Welt“ einen kurzen Artikel zu den

Protesten der „ „Bewegung für Selbstbestimmung“ ( LPV) am vergangenen

Samstag in Kosovo. Der Tenor des Artikels war, der LPV antiserbische

Motive zu unterstellen. Nichts ist aber weniger wahr als diese

Behauptung. In vielen Reden und Interviews machte Albin Kurti deutlich,

dass sich die Proteste nicht gegen die einfachen serbischen Menschen in

Kosova und Serbien richten. Die Proteste richten

sich gegen den serbischen Staat und seine Politik, Ein Redebeitrag von

Max Brym (Herausgeber von Kosova- Aktuell) am vergangenen Donnerstag auf

einer Großkundgebung der LPV in Prishtina wurde begeistert beklatscht.

Max Brym bedankte sich bei Albin Kurti für seine Klarstellungen und

betonte: „Die einfachen Serben und Albaner haben viele gemeinsame

soziale Interessen. Diesen Interessen steht der serbische Chauvinismus

mit seiner Ablehnung des Selbstbestimmungsrechtes von Kosova entgegen.“

Solche Sachverhallte sollte die „ Junge Welt“ einfach mal zur Kenntnis

nehmen und nicht im Stil des deutschen Botschafters in Prishtina und der

bürgerlichen Medien, über progressive Aktionen herziehen.

 

 

 

Um was ging es den Demonstranten am Samstag?

 

 

Der „ Standart aus Östereich schreibt heute dazu:: „Ziel der

Protestierenden war ein Importstopp für serbische Waren. Sie wollten

darauf aufmerksam machen, dass Belgrad nach wie vor die Ausfuhren von

Waren aus dem Kosovo verhindert. Die rund 3.000 Anhänger der

drittgrößten Partei im Kosovo wollten dazu den Grenzübergang Merdare

nahe der Stadt Pudejovo blockieren. Die Polizei setzte Wasserwerfer und

Tränengas gegen die albanischen Demonstranten ein. Mehr als 50 Menschen

wurden verletzt, über 140 Personen wurden festgenommen. . Die Regierung

in Prishtina verurteilte die gewalttätige Demonstration und lobte den

Einsatz der Polizei. „ Bei der Regierung in Prishtina handelt es sich um

eine Clique von neoliberalen Dienstboten der neuen und alten

Kolonialisten in Kosova. In einem Leserbrief an den Standart stellte ein

Artikelschreiber genau die Ziele der Proteste dar. In dem Brief schreibt

der Autor: „Hintergrund-Info NULL. Das Parlament der Republik Kosovo hat

am 7. Dezember 2011 den Beschluss zur politischen und wirtschaftlichen

Reziprozität gegenüber Serbien gefasst. Dieser besagt folglich, dass die

Republik Kosovo Serbien so zu betrachten hat, wie Serbien die Republik

Kosovo.

Wenn Serbien die Nummernschilder der Republik Kosovo nicht anerkennt,

anerkennt Kosovo die Nummernschilder Serbiens nicht an. Anerkennt

Serbien den kosovarischen Zollstempel nicht an, anerkennt Kosovo den

Zollstempel Serbiens auch nicht an.

Leider wird dieser Beschluss des Parlamentes in Kosovo nicht umgesetzt!

Die Regierung hat sich über dem Parlament hinweg gesetzt - weil eigene

Interessen dahinter stehen.

Hoffe, dass nicht zensuriert wird!“ Dem Artikelschreiber ist nur

zuzustimmen. Wer die Forderung nach Gleichbehandlung im Warenverkehr als

nationalistisch verurteilt tickt nicht mehr sauber.

 

Wie geht es weiter?

Auf einer Pressekonferenz in Prishtina erklärte Shpend Ahmeti:“ Die

massive Anwendung von Gewalt zeigt deutlich den Charakter Regierung

Thaci auf. Diese Regierung hat sich entschieden Serbien gegen das Volk

in Kosova zu verteidigen.“ Am 22 Januar wird es wieder Grenzblockaden

durch die LPV gegen illegale serbische Warenexporte von Serbien nach

Kosova geben. Es sei denn erklärte die LPV, die Regierung setze den

Parlamentsbeschluss vom 7. Dezember in Sachen Gleichberechtigung von

Warenexporten und Importen um.

Letzteres ist von der Regierung Thaci nicht zu erwarten. Mit

Rückendeckung durch sämtliche wichtigen europäischen Staaten, soll

Kosova ein „ Transitland“ und „ Konsumentenland“ ohne eigene Produktion

bleiben. Dagegen wird protestiert

  

 

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