Gustl Faschang: Wahl1020/7.10.:Erinnersteine/Greenpeace:Hofer verlässt Atomkonsens

Liebe Leute!
+++++++++1) BEZIRKSRATSWAHL WIEN-LEOPOLDSTADT: MAGERES FPÖ-ERGEBNIS
Erfreulich endete die Wahl im 2.Wiener Bezirk am 18.9.2016. Die FPÖ verkündete vor der Wahl großspurig den ersten Platz im Bezirk erreichen zu wollen,  gewann dann aber im Vergleich zu 2015 so gut wie nichts dazu (+0,4%). Im Gegensatz zu Straches Schönredereien bei schlechten Ergebnissen bekannte der FPÖ-Bezirksvorsitzende am Wahlabend im ORF auch seine Enttäuschung darüber, nicht die stärkste, sondern nur die drittstärkste Partei geworden zu sein. Außerhalb der FPÖ glaubte wohl kaum wer daran, dass die FPÖ Platz 1 erobern könnte, viele sahen aber wohl die Gefahr, dass die Rechtsextremen die Grünen von Platz 2 verdrängen könnten. Die Grünen erlangten prozentuell massive Zuwächse und litten am wenigsten unter der geringen Wahlbeteiligung bei der von der FPÖ (in diesem Fall im Gegensatz zur Präsidentschaftswahl mit nachvollziehbaren Gründen) erreichten Wahlwiederholung. Bei der letzten Wiener Gemeinderatswahl hatte es einen ähnlichen Effekt zugunsten der SPÖ gegeben, da aus Meinungsumfragen und veröffentlichter Meinung ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen SPÖ und FPÖ erwartet wurde. Das Erfreuliche daran ist, dass es offenbar zumindest in Wien immer wieder zu einer Mobilisierung von Wähler_innen gegen die FPÖ kommt, wenn deren Machtansprüche all zu groß werden. Und eigentlich hat das ja bei der letzten von Van der Bellen gewonnenen Präsidentschaftswahl auch in ganz Österreich funktioniert. Lassen wir uns diesen Sieg also auch am 4.12. nicht nehmen und sorgen wir dann nochmals dafür, dass wir mit keinem rechtsextremen Präsidenten leben müssen.


+++++++++2) 7.10.:ERÖFFNUNG 5 NEUER STATIONEN DER ERINNERUNG IN WIEN-BRIGITTENAU

Freitag, 7. Oktober 2016, 15:00 Uhr, 1200 Wien, Sachsenpark (gegenüber von Sachsenplatz 9)
Gemeinsam mit  den Angehörigen und der  Bezirksvorstehung
Im Anschluss an die Eröffnung besuchen wir die Stationen Dammstr. 3, Rauscherstr. 6, Jägerstr. 18, Klosterneuburgerstr. 60 und 66.
Mit den Stationen der Erinnerung wird an die Opfer der Nazi-Massenmorde an Jüdinnen und Juden und an ihr Leben erinnert, z.B. durch die Installierung von Gedenktafeln vor deren ehemaligen Wohnhäusern.


+++++++++3) GREENPEACE: HOFER VERLÄSST ATOMKONSENS

Nach der Kritik an einem Greenpeace-Newsletter mit einer Gleichsetzung der Wählbarkeit von Hofer und Van der Bellen in Sachen TTIP und CETA in der Donnerstagsaussendung vom 6.9.2016 gebe ich natürlich auch gern eine Aussendung von Greenpeace mit einer harschen Kritik an Hofers Atomkraft-Politik wieder:
OTS, 09.Sep 2016
Greenpeace: Hofer verlässt österreichischen Anti-Atom-Konsens
Utl.: Kritik an Bundespräsidentschaftskandidat: „Atomkraftwerke sind nie sicher“ =
Wien (OTS) – Greenpeace kritisiert Bundespräsidentschaftskandidat Norbert Hofer scharf für seine Aussagen zur Atomenergie im tschechischen Radio. Der Dritte Nationalratspräsident hatte vor seinem Besuch in Tschechien laut Medienberichten erklärt, dass in Sachen Atomenergie die Sicherheit entscheidend sei. „Hofer verlässt damit den österreichischen Anti-Atom-Konsens“, so Greenpeace-Sprecherin Hanna Simons. „Atomkraftwerke sind nie völlig sicher. Daher wollen wir keine Atomkraftwerke, weder in unseren Nachbarländern, noch in Europa oder anderen Teilen der Welt.“ Atomkraft sei nicht nachhaltig, nur mit massiven staatlichen Subventionen zu betreiben und ein massives Sicherheitsrisiko fürMenschen und Umwelt. Erst gestern musste ein Block im tschechischen Atomkraftwerk Temelín nach einem Störfall abgeschaltet werden.
Simons kritisiert auch die Aussagen Hofers, wonach er im Ausland nicht gegen Atomenergie auftreten würde, sollte er zum Bundespräsidenten gewählt werden, da dies Aufgabe der Minister sei. „Wir erwarten von offiziellen Repräsentanten Österreichs egal welcher Funktion, dass sie im Ausland mit aller Entschlossenheit gegen Atomkraft auftreten“, so Simons.
Weiterverbreitung erwünscht!
ligrü Gustl