Gustl Faschang, 9.2.2018: 22.2.:Dotr./10.2.:Feber34/13.2.:Regierungsfiasko/NÖ-Wahlergebnis

Liebe Leute!

Auch im Februar gibt es wieder Gelegenheiten im öffentlichen Raum zu zeigen, dass wir die FPÖVP-Koalition nicht als Normalität akzeptieren. Von den vielen Gedenkveranstaltungen zum Jahrestag der Niederschlagung des Februaraufstands durch die austrofaschistische Diktatur der Vorgängerpartei der ÖVP am 12.2.1934 (und an den Folgetagen), habe ich die meines Wissens einzige ausgewählt, die einen ausdrücklichen Bezug zur Gegenwart mit der FPÖVP-Regierung herstellt. ‚Gebt Gas, ihr alten Germanen, wir schaffen die siebte Million‘ – derstandard.at/2000072861626/Nazi-Lieder-bei-Burschenschaft-von-FPOe-Kandidat-Landbauer ‚Gebt Gas, ihr alten Germanen, wir schaffen die siebte Million‘ – derstandard.at/2000072861626/Nazi-Lieder-bei-Burschenschaft-von-FPOe-Kandidat-Landbauer ‚Gebt Gas, ihr alten Germanen, wir schaffen die siebte Million‘ – derstandard.at/2000072861626/Nazi-Lieder-bei-Burschenschaft-von-FPOe-Kandidat-Landbauer ‚Gebt Gas, ihr alten Germanen, wir schaffen die siebte Million‘ – derstandard.at/2000072861626/Nazi-Lieder-bei-Burschenschaft-von-FPOe-Kandidat-Landbauer ‚Gebt Gas, ihr alten Germanen, wir schaffen die siebte Million‘ – derstandard.at/2000072861626/Nazi-Lieder-bei-Burschenschaft-von-FPOe-Kandidat-Landbauer

+++++++++1) 22.2.:DONNERSTAGSTREFFEN
+++++++++2) ERGEBNIS LANDTAGSWAHL NIEDERÖSTERREICH

+++++++++3) 10.2.:FEBRUAR GEDENKMARSCH

+++++++++4) 13.2.:STRASSENKARNEVAL MIT SAMBATTAC

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+++++++++1) 22.2.: DONNERSTAGSTREFFEN

Das nächste Donnerstagstreffen findet am 22.2.2018 im Käuzchen (Ecke Neustiftgasse/Gardegasse) ab 19Uhr statt.

+++++++++2) ERGEBNIS LANDTAGSWAHL NIEDERÖSTERREICH

Das Ergebnis der Landtagswahl vom 28.1. ist durchwachsen. Immerhin verfehlte die FPÖ alle ihre Wahlziele – Sie konnte ihre Stimmen im Vergleich zum besonders schlechten Ergebnis von 2013 nicht verdoppeln, sie erreichte nicht 2 Sitze in der Landesregierung und sie erreichte schon gar nicht Platz 2, sondern lag mit ihren 14,76% sehr weit hinter der SPÖ mit 23,92%. Das Ergebnis war immerhin auch weit genug unter den Erwartungen der Partei, dass der rechtsextreme Spitzenkandidat Landbauer nach der Wahl alle Funktionen zurücklegen musste. Vor der Wahl war genau so viel über seinen Rechtsextremismus bekannt wie nach der Wahl und die FPÖ behielt ihn. Das zeigt, dass die Beteuerungen von Strache und Co über eine klare Trennung vom Rechtsextremismus nur Heuchelei sind. Erst als im Vergleich zu Umfragen vor dem Bekanntwerden des Naziliederbuch-Skandals das Wahlergebnis deutlich schlechter wurde, hörte sich der Nazi-Spaß in der FPÖ (für die Öffentlichkeit) auf. Und über 14% für Rechtsextreme sind jedenfalls viel zu viel.

Die ÖVP verlor leider nur wenig. Erfreulich sind die deutlichen Verluste der Grünen (von 8% auf 6,4%), obwohl es in NÖ keine Konkurrenz durch die Liste Pilz gab. Und besonders schön ist, dass die Verluste der Grünen in Wr. Neustadt (von 9,2% auf 6,1%) mit einem Minus von 3,1% fast doppelt so hoch wie die landesweiten -1,6% sind. Die Heuchelei der Landespartei, den rechtsextremen Landbauer zu kritisieren, aber die Koalition der Stadtpartei in Wr. Neustadt mit genau diesem Landbauer zu unterstützen, hat glücklicherweise nicht funktioniert.

+++++++++3) 10.2.:FEBRUAR GEDENKMARSCH
Februar-Gedenkmarsch der KPÖ-Brigittenau

Motto: gegen Reaktion und (Neo-)Faschismus, 1933, 1934 und 2018

Treffpunkt: 14:45 Maria-Restitutaplatz, 1200 Wien, Abmarsch ca 15h zum Gerlhof wo für die KPÖ Dr.in Claudia Kuretsidis-Hader (Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands) sprechen wird, danach Weitermarsch zum Koplenigdenkmal am Höchstädtplatz, Abschluß: Grossmannhof 39 – 41, Denisgasse 39 – 41, 1200 Wien
Wir laden alle dazu ein teilzunehmen damit gerade in Zeiten wie diesen, wo Türkis-schwarz-blau daran ist, die Geschichte auf’s Neue zu wiederholen mit Armutsverteilung, Sozialabbau, Ausgrenzung etc., dem ein Zeichen in der Brigittenau entgegengesetzt wird.
Die Uneinigkeit der Linken ist die Stärke der Rechten – daher gehen wir gemeinsam! (Meine persönlichen Gedanken zum Koplenig-Denkmal siehe bei Interesse im PS dieses Newsletters)

+++++++++4) 13.2.:STRASSENKARNEVAL MIT SAMBATTAC

SambAttac spielt auf für eine kritisch-satirisch-musikalische FaschingsAktion anlässlich des schwarz-blauen Regierungsfiaskos und der verrückten politischen Situation in den meisten Ländern dieser globalisierten Welt. Kommt mit passenden satirischen Sprüchen, Verkleidungen und Schminke. Afro-brasilianische Rhythmen zum Mitspielen, Demonstrieren, Informieren, Diskutieren, Trotzdem-Fröhlich-Sein und Mittanzen. (Wer keine Zeit hat, was vorzubereiten, darf sicher auch kommen)

Treffpunkt: 18Uhr30, Wien Mitte The Mall, Landstrasser Hauptstraße 1b, 1030 Wien

Weiterverbreitung erwünscht!

ligrü Gustl

PS: Persönliche Bemerkung: Ich habe wegen der Station beim Koplenig-Denkmal einige Zeit über die Verbreitung des Termins am 10.2. nachgedacht. So sehr die KPÖ seit vielen Jahren unendlich weit davon entfernt ist, eine stalinistische Partei zu sein, so klar war sie dies unter dem Vorsitz von Koplenig. Er war gleichzeitig Vertreter einer stalinistischen Partei und Opfer des Austrofaschismus (wurde ausgebürgert und musste emigrieren) und des Nationalsozialismus (musste beim Vorrücken der Nazis mehrfach seine Fluchtorte ändern). Trotzdem würde sich zum Beispiel niemand von uns zu einem Denkmal des Austrofaschisten Dollfuß stellen, obwohl er von Nazis getötet wurde – oder wie ich vor langer Zeit in diesem Newsletter angesichts der Heldenverehrung für Dollfuß in der ÖVP schrieb: Ein Mörder, der von noch schlimmeren Verbrechern erschossen wird, ist kein Held, sondern ein erschossener Verbrecher. Die Unterschiede sind aber wohl auch klar: Koplenig war wissentlich oder unwissentlich Teil der mörderischen stalinistischen Macht in ihrem internationalistischen Teil, hat aber im Gegensatz zu Dollfuß wohl selbst keine Morde zu verantworten. Und das Denkmal soll wohl eher die Befreiung von den Nazis würdigen (siehe: https://www.wien.gv.at/wiki/index.php?title=Denkmal_Johann_Koplenig ), zu der er wie v.a. auch viele KPÖ-Mitglieder, die innerhalb des Nazistaats für ihren mutigen Widerstand gefoltert und ermordet wurden, und wie auch die Soldaten der Roten Armee mit ihren vielen Gefallenen jedenfalls beigetragen hat. Meine langjährigen Leser_innen sind es ohnehin gewohnt, von mir immer wieder mal auch kritische Argumente in verschiedene Richtungen von mir zu lesen und sich selbst eine Meinung zu machen. Wie weit mir hier eine ausreichende Differenzierung gelungen ist, weiß ich nicht. Ich werde am 10.2. dabei sein und vielleicht ergibt sich dabei die Gelegenheit das Thema mit KPÖ-Mitgliedern zu diskutieren. Es wäre auch eine Möglichkeit die Station Koplenig-Denkmal auszulassen