Gustl Faschang: 27.10.Dotr/26.10.:Wehrmachtsdeserteure (25.10.2016)

+++++++++1) 27.10.: DONNERSTAGSTREFFEN
+++++++++2) 26.10.:WEHRMACHTSDESERTEURE – GEDENKKUNDGEBUNG
+++++++++3) HISTORISCHE KURZINFO – DESERTEURE AUS DER NAZI-WEHRMACHT

+++++++++1) 27.10.: DONNERSTAGSTREFFEN
 
Das nächste Donnerstagstreffen findet am 27.10.2016 im Käuzchen (Ecke Neustiftgasse/Gardegasse) ab 19Uhr statt.
 
+++++++++2) 26.10.:WEHRMACHTSDESERTEURE – GEDENKKUNDGEBUNG
 
Montag, 26. Oktober, 11Uhr, Gedenkstein im Donaupark, 1220 Wien
Da auf einen Kranz verzichtet wird, wird das Mitbringen von Schnittblumen gern gesehen.
Nie wieder Gleichschritt!
Das Personenkomitee »Gerechtigkeit für die Opfer der NS-Militärjustiz« lädt herzlich zur 15. Gedenkveranstaltung »Nie wieder Gleichschritt!« an der ehemaligen Hinrichtungsstätte auf dem Gelände des Militärschießplatzes Kagran ein. Dort starben zwischen 1938 und 1945 Hunderte wegen Fahnenflucht und Wehrkraftzersetzung zum Tode verurteilte Wehrmachtsoldaten im Kugelhagel von Exekutionskommandos. Wir treffen uns zum Gedenken an alle ungehorsamen Soldaten und ZivilistInnen, die von Wehrmacht und SS ermordet wurden.
Es sprechen:
Richard Wadani, Wehrmachtsdeserteur und Ehrenobmann des Personenkomitees „Gerechtigkeit für die Opfer der NS-Militärjustiz“
Birgit Hebein, Abgeordnete zum Wiener Landtag, ehem. Mitarbeiterin der ARGE Wehrdienstverweigerung
WEGBESCHREIBUNG: U1-Station „Alte Donau“ – dann auf der Arbeiterstrandbadstr. ca. 400 Meter Richtung Westen (=Richtung Donauturm) bis zum östlichen Eingang des Donauparks (Chinarestaurant auf der linken Straßenseite – dort in den Park rein, dann ist der Gedenkstein auf dem parallel zur Arbeiterstrandbadstr. verlaufenden Parkweg zu sehen)

 

+++++++++3) HISTORISCHE KURZINFO – DESERTEURE AUS DER NAZI-WEHRMACHT
 
Nach ca. 40000 Verfahren wurden unter der Naziherrschaft an ca. 15000 Wehrmachtsdeserteuren Todesurteile vollstreckt und viele andere wurden in „Straf“lagern, Konzentrationslagern, „Bewährungs“verbänden u.ä. zu Tode gequält. Angesichts dieser historisch einmaligen skrupellosen Vorgangsweise gegen Deserteure sind auch jene Deserteure, die keine Widerstandskämpfer waren, jedenfalls als Opfer des NS-Unrechtssystems zu betrachten. Die Wehrmacht zu verlassen erforderte vermutlich mindestens so viel Mut, wie in ihr gehorsam (mit oder ohne innerer Zustimmung) den Dienst zum Nutzen eines Terrorregimes zu leisten, und trug jedenfalls zur Verkürzung des Kriegs und damit der NS-Mordherrschaft bei. Dennoch war die schwarzorangeblaue Regierung auch im vielbefeierten „Gedankenjahr 2005“ nicht zu einer zufriedenstellenden Rehabilitierung von Wehrmachtsdeserteuren bereit. Eine vollständige Rehabilitierung war erst 2009 möglich, also 2 Jahre nach dem Ende von Schwarzorangeblau. Der Wehrmachtsdeserteur Richard Wadani war Referent beim Speakerscorner gegen Schwarzblauorange am 29.9.2005.
 

Weiterverbreitung erwünscht!

ligrü Gustl