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Von: "Kurt Lhotzky (Google+)" <>

Betreff:

Die Amazon-Mitarbeiter fordern zusammen weltweit eine bessere Zukunft für

sich und ihre Familien.

 

Datum: Montag, 26. Dezember 2011 22:08

 

 

Mein Name ist Jeffrey Raffo. Ich bin Vertreter des Prewitt Organizing Fund (www.organizingfund.org ). Der Organizing Fund ist eine Stiftung, die ihren Sitz in Washington, D.C. hat. Die Siftung versucht, den

Arbeiter-Organisationen zu helfen, die in den neuen Wirtschaftsbereichen

arbeiten, und die internationale Kommunikation zwischen Arbeitern,

Gewerkschaften und NGOs zu unterstützen.

 

In diesem Fall unterstützen wir in den USA die Gründung einer neuen

Gewerkschaft durch Amazon-Beschäftigte aus den Vertriebszentren, die

Alliance for New Economy Workers oder A/NEW ( www.anewunion.org ).

Gleichzeitig organisiert die Gewerkschaft WashTech/CWA ( www.washtech.org  )

die Kundendienst-Mitarbeiter in Seattle. In Deutschland arbeiten wir mit

der HBV und mit den anderen Gewerkschaften zusammen, die ihre Arbeit im

Projekt Logistik in Bad Hersfeld koordinieren. Darüber hinaus sind wir mit

der Gewerkschaft SUD-PTT in Frankreich solidarisiert.

 

Wir haben seit langem mit den Amazon-Beschäftigten in den USA gesprochen.

Bei den aktuell laufenden Gesprächen mit den Arbeitnehmern des Unternehmens

in Deutschland wurde deutlich, dass trotz der sozialen und beruflichen

Unterschiede zwischen Deutschland und den USA die Arbeitsbedingungen in

beiden Ländern ähnlicher sind als sie eigentlich sein sollten, d. h., ein

von vornherein nicht besonders guter Lohn wird gegen riskante und wertlose

Optionen eingetauscht.

 

Obgleich Amazon behauptet, dass jeder seiner Arbeitnehmer auch ein Besitzer

des Unternehmens ist, dürfen die meisten der Amazon-Beschäftigten keinen

Pfennig von ihren eigenen Aktien einlösen - eine Ausnahme bildet lediglich

das Top-Management. Jeff Bezos, der erst kürzlich ein Interview mit dem

Spiegel gemacht hat, hat gerade 20 Millionen US$ seiner eigenen Aktien

eingelöst, um eine 7,5 Millionen US$- teure Wohnung in New York City zu

kaufen.

 

Natürlich sind die Arbeitsbedingungen der amerikanischen Mitarbeiter

schlimmer. Die amerikanischen Beschäftigten in den Vertriebszentren haben

keine richtige Versicherung für ihre Familien und sie müssen obligatorisch

Überstunden machen. Regelmäßig müssen sie mehr als 50 Stunden pro Woche

arbeiten. Die deutschen Mitarbeiter sollten das als eine Warnung ansehen:

So wird sich Amazon auch hier verhalten, wenn das Unternehmen die Chance

dazu hat.

 

Als weiterer Beweis seiner personalpolitischen Intentionen kann die

Tatsache angesehen werden, dass Amazon Kundendienst-Jobs nach Indien

"outsourced", wo das Unternehmen nur 10 DM pro Tag für einen Arbeitnehmer

bezahlen muss.

 

Weltweit sind die Amazon-Arbeitnehmer die Verlierer in der neuen Ökonomie.

Der E-Commerce-Bereich wird nicht verschwinden. Er ist die Zukunft. Die

Arbeitsbedingungen im heutigen E-Commerce-Bereich werden die

Arbeitsbedingungen für unsere Kinder sein. Amazon schafft den Standard für

den E-Commerce-Bereich - nun muss Amazon einen besseren Standard für die

Mitarbeiter der neuen Ökonomie schaffen!

 

Ich lade die Amazon-Mitarbeiter ein, zusammen mit ihrer Gewerkschaft in

Deutschland und in der Welt einen familiefreundlicheren Standard für alle

E-Commerce-Beschäftigten zu schaffen - für sich und für ihre Kinder!"

 

Nehmen Sie die Einladung an, um sich den vollständigen Beitrag anzusehen. 

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