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Von: "Kommunistische Initiative Österreich" <>
Betreff:
KOMintern:
Solidarität mit den Arbeitskämpfen im Sozialbereich!
Datum: Mittwoch, 01. Februar 2012 09:08
_Erklärung von AK-Rat Otto Bruckner zur heutigen
Protestversammlung der
KollegInnen im Gesundheits- und Sozialbereich
(1.2.2012):_
Die fast
100.000 Beschäftigten im Gesundheits- und Sozialbereich
zeigen heute ihren
vollkommen berechtigten Protest gegen das nur als
schändlich zu
bezeichnende „Angebot" der Arbeitgeber für die jährliche
Lohn- und
Gehaltserhöhungen unter der Inflationsrate.
Schon in den hunderten
Betriebsversammlungen letzten Woche, die von vielen
aktiven Betriebsräten
und Beschäftigten organisiert wurden, zeigte sich der
Unmut der
ArbeitnehmerInnen wie auch, dass diese bereit sind zu
kämpfen.
Jenen, die
permanent unter massivem Arbeitsdruck stehen, immer mehr
geben als sie
abgegolten bekommen, nicht einmal die Inflationsrate
zuzubilligen, ist in
einem der reichsten Länder der Welt eine Farce. Doch
stolz können die
Beschäftigten darauf sein, dass eine Branche, der immer
nachgesagt wurde
alles zu schlucken und wo betriebliche und
gewerkschaftliche Kämpfe als
nicht möglich abgetan wurden, nun doch gemeinsam aufsteht
und protestiert.
Unsere ganze Solidarität gilt den ArbeiterInnen und
Angestellten, die nun
für eine Lohnerhöhung deutlich über der Inflationsrate
eintreten. Doch klar
ist auch, dass es mit den Versammlungen und
Demonstrationen am 1.Februar
nicht getan ist. Schließlich liegt das Einkommen im
Sozial- und
Gesundheitsbereich um 17% unter jenen der anderen
Angestellten in
Österreich, und trotzdem fordern die Gewerkschaften nur
eine Erhöhung von
4,1%. Wo sind also die restlichen 13%? Und die
Verbesserungen der oft
miesen Arbeitsbedingungen?
Weitere massive gewerkschaftliche Maßnahmen
werden notwendig sein, um eine Verbesserung der
Arbeitsbedingungen zu
erreichen. KOMintern fordert die Gewerkschaften auf, dies
zu organisieren
und steht all jenen tatkräftig zur Seite, die dafür aktiv
werden!