[Aufbruch Salzburg] Diskussionsbeitrag: Antikapitalistische Perspektiven in Österreich entwickeln (23.12.2017)

Liebe Kolleg*innen und Freund*innen, liebe Interessierte,

Die neokonservative Regierung in Österreich stellt zahlreiche soziale Errungenschaften in Frage. Die Arbeiter*innenbewegung und die gesellschaftliche Opposition sind schwach. Von der SPÖ und den Gewerkschaften sind leider keine konsequenten Antworten zu erwarten. Das stellt alle, die für demokratische und solidarische Alternativen einstehen vor große Herausforderungen. Viele bisherige Selbstverständlichkeiten sind in Frage gestellt. Der Widerstand gegen die neokonservative ÖVP-FPÖ-Regierung steht ganz am Anfang. Es gilt den Problemen der kapitalistischen Gesellschaft auf den Grund zu gehen und radikale, antikapitalistische Perspektiven zu erarbeiten.

 Den Dingen auf den Grund gehen

Die Bilanz der Nationalratswahl ist für die gesamte Linke ernüchternd. Leider sind die Diskussionen seit der Wahl und dem Antritt der neuen neokonservativen Kurz-Strache-Regierung oberflächlich. Die kritische Linke muss feststellen, dass sie sich komplett neu organisieren muss. Die Kräfte von SPÖ bis KPÖ haben auf unterschiedliche Weise Schiffbruch erlitten. Was daraus folgt, ist unklar und bedarf vieler klärender Diskussionen und vor allem auch praktischer Erfahrungen.

Verena Kreilinger und Christian Zeller, beide aktiv in Aufbruch Salzburg, haben sich darum entschlossen, einen ausführlichen Diskussionsbeitrag zu schreiben. Im Artikel Antikapitalistische Perspektiven in Österreich entwickeln benennen sie einige Kennzeichen des Rechtsrutsches, kritisieren den Modernisierungskurs der SPÖ, den Traditionalismus der KPÖ und die illusionären Vorstellungen eines solidarischen Pols. Sie argumentieren für den Aufbau einer unabhängigen Kraft, die sich an den Interessen der Lohnabhängigen orientiert. Dabei sind europäische und transnationale Perspektiven zu formulieren. Diese Perspektiven müssen einerseits an den Problem der Menschen ansetzen und andererseits über die kapitalistische Logik des Profits und der Konkurrenz hinausweisen.

Aufbruch Salzburg will mit der Publikation dieser Beiträge zur Diskussion anregen. Wir veröffentlichen auf der Webseite www.aufbruch-salzburg.org gerne weitere Diskussionsbeiträge und Antworten.

Theoretischer ausgerichtete Diskussionsbeiträge können auch auf der Webseite der Zeitschrift Emanzipation ausgetauscht werden. Hier findet sich der erwähnte Artikel Antikapitalistische Perspektiven in Österreich entwickeln ebenfalls.

 Neustart für die Linke?

Wer nicht so viel Zeit hat, kann einige Argumente von Verena Kreilinger und Christian Zeller für den Neuaufbau einer antikapitalistischen Kraft in ihrer Antwort auf fünf Thesen der Mosaik-Redaktion lesen.

Wir überlegen uns, interessierte Personen zu einem Treffen für den direkten Gedankenaustausch einzuladen.

Wir wünschen allen Leser*innen frohe und erholsame Festtag und vor allem ein gutes und widerständiges neues Jahr.

Aufbruch Salzburg

 Hier nochmals die Links:
http://www.aufbruch-salzburg.org/antikapitalistische-perspektiven
http://www.emanzipation.org/antikapitalistische_perspektiven
http://mosaik-blog.at/neustart-antikapitalistische-linke-in-oesterreich-aufbruch

http://www.aufbruch-salzburg.org/neustart-wohin
(ungekürzte Fassung des Beitrags im Mosaik-Blog)

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