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- Von: "gernot"
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- Betreff: Resolution der
Konferenz
- der
besetzten Betriebe
- Datum: Donnerstag, 14. Dezember 2006
23:15
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- Resolution des Panamerikanischen
Treffens in Verteidigung der
- Arbeitsplätze, der Rechte, der
Agrarreform und der Industriesubstanz
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- Wir, 691 Delegierte aus 12 Ländern,
sind hier in Joinville im
- Bundesstaat Santa Catharina in
Brasilien vom 8. bis 10. Dezember 2006
- zusammengekommen, um unsere
Erfahrungen auszutauschen und unserem Kampf
- zur Verteidigung der Interessen der
ArbeiterInnenklasse und aller
- Ausgebeuteten und Unterdrückten
Ausdruck zu verleihen. Wir können dabei
- auf die Unterstützung der
Gewerkschaftsdachverbände CUT (Brasilien), COB
- (Bolivien), UNT (Venezuela) und der
PIT-CNT (Uruguay) zählen.
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- Unsere Konferenz wurde mit der
Unterzeichnung des neuen
- Kollektivvertrages zwischen den
Arbeiterinnen und Arbeitern der CIPLA
- und des nationalen Dachverbandes CUT,
sowie mit der Konföderation der
- ChemiearbeiterInnen (CNQ/CUT)
eröffnet. Zentraler Punkt der Vereinbarung
- ist die Verkürzung der wöchentlichen
Arbeitszeit auf 30 Wochenstunden
- ohne wie auch immer gearteten
Lohnverzicht oder Kürzungen von
- Sozialleistungen. Wir verpflichten uns
dazu, dieser Errungenschaft eine
- größtmögliche Publizität in allen
Fabriken, Unternehmen, Gewerkschaften
- und Organisationen der
ArbeiterInnenklasse zu geben.
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- Was uns vereinte, war der große
Widerstand, den die ArbeiterInnenklasse
- weltweit leistet - ein Widerstand, der
sich in Lateinamerika in einen
- revolutionären Sturm verwandelt hat,
der die Völker erwachen ließ und
- die arbeiterfeindlichen, dem
Imperialismus ergebenen Regierungen
- hinwegfegte. Wir Unterdrückten und
Ausgebeuteten sind unserer Armut und
- Rechtlosigkeit müde. Daher erklären
wir uns solidarisch mit der
- venezolanischen Revolution und dem
heldenhaften Kampf der lohnabhängigen
- Bergarbeiter und der
ArbeiterInnenklasse Boliviens.
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- Jede gesellschaftliche Explosion ist
ein Mahnmahl der zerstörerischen
- Kraft des Imperialismus in
jedem einzelnen Land, überall auf der Erde.
- Gleichzeitig ist sie aber auch ein
Beispiel für die außergewöhnlichen
- Leistungen der KlassenkämpferInnen.
Sie ist Symbol für die
- Einsatzbereitschaft der Arbeiterinnen
und Arbeiter, des Feldes wie der
- Fabrik, wenn es um die Verteidigung
ihrer ureigensten und historisch
- erkämpften Rechte geht. Wir alle
sind, in welchem Land auch immer wir
- leben, Brüder und Schwestern, vereint
im Kampf gegen den gleichen
- Aggressor, die kapitalistische
Ausbeutung, unter der das Leben von
- Millionen von Menschen nur Leid und
Schmerz bedeutet.
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- Der Imperialismus, seine ausführenden
Organe und deren Werkzeuge IWF,
- Weltbank, die Zahlung von
Auslandsschulden durch die abhängigen Länder,
- Freihandelsabkommen dies alles
bedeutet in der Praxis nichts anderes
- als die Erhöhung der Ausbeutung des
Menschen. Man versucht, unseren
- Lebensstandard und unsere Rechte mit
undurchsichtigen Methoden und
- fadenscheinigen Argumenten
anzugreifen. Man versucht unsere
- Organisationen der ArbeiterInnenklasse
zu korrumpieren, und sie zu ihren
- Instrumenten zu machen. Man stützt
sich dabei oft auf jene sklavisch vom
- System abhängigen Teile der
ArbeiterInnenbewegung, die uns sagen, dass
- es keinen Ausweg aus dem Kapitalismus
gäbe, dass es vielmehr unsere
- Aufgabe sei, dem Imperialismus ein
menschenfreundliches Antlitz zu
- geben. Sollte es ihnen aber nicht
gelingen, die ArbeiterInnenklasse auf
- diese Art hinters Licht zu führen,
sie zu spalten und zu
- desorganisieren, dann stützen sie
sich auf alle nur denkbare Gewalt.
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- Die Urheber und Kontrolleure dieser
Politik sind die Banken, die
- multinationalen Konzerne und der
Großgrundbesitz. Diese Politik wird von
- den verschiedensten dem Kapital
ergebenen Regierungen in Tat umgesetzt.
- In der Praxis bedeutet das die
Schließung von Unternehmen, die
- Monopolisierung des fruchtbaren
Landes, Massenentlassungen,
- Privatisierungen und die Zerstörung
der Bildungs- und
- Gesundheitseinrichtungen sowie der
Infrastruktur.
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- Und als ob dies nicht genug wäre,
verwüsten sie den Planeten mit ihren
- Kriegen und Invasionen. Wir, die wir
für den Frieden und die
- geschwisterliche Integration aller
Völker stehen, die wir die
- Menschenrechte, und die ökonomischen,
sozialen, kulturellen Rechte,
- sowie die ökologischen
Lebensgrundlagen der Menschen verteidigen, setzen
- uns daher für das Recht auf
Selbstbestimmung und das Recht auf Freiheit
- und Frieden aller Nationen ein. Die
Invasion im Irak, in Afghanistan,
- Haiti und Palästina werden wir nie
akzeptieren.
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- Unser Widerstandskampf gegen die
kapitalistische Zerstörung nimmt in den
- verschiedenen Ländern
unterschiedliche Formen an. Die freie Diskussion
- zwischen den ArbeiterInnen über die
Richtung und die Perspektiven dieses
- Widerstandes, im Speziellen die
Fabriksbesetzungen, sind zentral für den
- Erfolg. Nur so können wir unsere
Ziele erreichen: Die Verteidigung
- unseres Lebensstandards, die
Verteidigung unserer Arbeitsplätze und die
- Befreiung der Menschheit von der
kapitalistischen Sklaverei, unter der
- heute Millionen leiden, damit eine
Handvoll von Menschen ihre
- Privilegien genießen kann.
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- Eines ist gewiss: Nicht die Arbeiter
und ArbeiterInnen haben Krisen und
- Armut verursacht. Wir verlangen daher,
dass die Regierungen sich ihrer
- Verantwortung stellen. Wir verlangen
eine wirksame Politik gegen die
- allgemeine Misere und die Ausbeutung,
denen wir ausgesetzt sind.
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- Daher ist es aber auch legitim, dass
wir Arbeiter und Arbeiterinnen uns
- das Recht der Selbstverteidigung
herausnehmen, dass wir uns organisieren
- und die Fabriken und Ländereien
besetzen. Präsident Chávez hatte Recht,
- als er auf der 1. Lateinamerikanischen
Konferenz der von den
- ArbeiterInnen wieder in Betrieb
genommenen Betriebe sagte: "Jede Fabrik
- die geschlossen wird, muss von den
Arbeitern besetzt werden."
- Gleichzeitig kündigte er die
Verstaatlichung zweier weiterer Fabriken
- an, die von den ArbeiterInnen besetzt
wurden. Dies in allen Ländern
- praktisch umzusetzen, sehen wir als
unsere Aufgabe (wobei wir die
- konkreten Situationen berücksichtigen
müssen). Wir wenden uns dabei an
- die Organisationen der städtischen
wie der ländlichen
- ArbeiterInnenklasse, ebenso wie an die
regionalen und nationalen
- Parlamentarier und Repräsentanten, um
unsere Anliegen zu verbreiten.
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- Daher unterstützen wir die Umsetzung
der 2. Lateinamerikanischen
- Konferenz der von den ArbeiterInnen
wieder in Betrieb genommenen
- Betriebe im Jahr 2007 im
revolutionären Venezuela und verstehen uns
- bereits jetzt als integraler
Bestandteil desselben.
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- Auch aus diesem Grund wählten wir am
"Lateinamerikanischen Treffen in
- Verteidigung der Arbeitsplätze, der
Rechte, der Agrarreform und der
- Industriesubstanz" ein
internationales Verbindungskomitee. Unsere Ziele:
- Wir wollen unsere Resolutionen und
Beschlüsse international verbreiten,
- den internationalen
Erfahrungsaustausch durch ein internationales
- Bulletin und andere Medien
fortführen, international unsere Bewegungen
- solidarisch verteidigen und unsere
Initiativen gegenseitig unterstützen.
- Wir tun dies im Bewusstsein, unseren
Beitrag im Kampf gegen
- Unterdrückung und Ausbeutung zu
leisten - für das Ende der Diktatur des
- Privateigentums an den großen
Produktionsmitteln, für den Aufbau des
- Sozialismus.
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- Joinville, 10. Dezember 2006
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