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- Von: "Bernhard Thiesing" <>
Betreff:
- Freiheit für Doghan Akhanli!
Datum: Montag, 30. August 2010
18:25
Sehr
geehrte Damen und Herren, liebe Leute
nachfolgende drei E-Mails von
Albrecht Kiesler (
Albrecht.Kieser@rjb-koeln.de ) leite ich hiermit weiter.
Beste Grüße und
einen guten Start in die neue Woche
Bernhard (Thiesing)
----- Original
Message -----
From: recherche
international e.V. & Dogan Akhanli
To: [ ]
Sent: Monday, August 30, 2010 3:38 PM
Subject: Montag, 30.8.
Liebe Freunde!
Wir haben die Anklageschrift der
Staatsanwaltschaft noch nicht, weil heute in der Türkei (behördlicher)
Feiertag ist.
Klar ist nur:
Jetzt können wir noch verhindern, dass ein Verfahren
gegen Dogan eröffnet wird. Nicht dass Dogan davor Sorgen haben müsste - aber
damit würde seine Inhaftierung weiter in die Länge gezogen werden.
Verhindern können wir das Verfahren, wenn die türkische Seite begreift - und
das heißt letztlich der jetzt mit der Anklage befasste Richter des 11.
Strafgerichts in Istanbul, der über die Zulassung der Klage zu entscheiden
hat - dass sie sich international desavouiert und lächerlich macht, wenn sie
diese Farce nicht stoppt.
Deshalb kommt es jetzt darauf an, mit
Protesterklärungen die türkische Seite an den Sinn der Vernunft zu erinnern.
Wer also Möglichkeiten sieht - als Organisation, als
Einzelne, als Prominente, als Autor, als Künstler - sich zu äußern,
sollte das jetzt tun.
Adressaten unserer Forderung nach
sofortiger Freilassung von Dogan sind nach wie vor das türkische
Generalkonsulat in Köln (wahlweise die türkische Botschaft in Berlin) und
das Auswärtige Amt in Berlin. Das türkische Justizministerium sollte nur
direkt anschreiben, wer der türkischen Sprache mächtig ist.
Hier noch einmal die
Adressen:
Auswärtiges
Amt Berlin, Pressereferat: 030.5000.2056;
buergerservice@diplo.de
Türkisches Generalkonsulat in Köln:
02233.78 091.97 41 80; Fax : 02233.75 572;
E-Mail :
turk.genkon.koeln@t-online.de
Türkische Botschaft in Berlin: Tel: +49 30 27-5850;
Fax: +49 30 27-590915
E-Mail:
info@tuerkischebotschaft.de
Justizministerium der
Republik Türkei in Ankara: Tel. 0090.312.218.78 01; Fax: 0090.312.219.45 23;
E-Mail:
uhdigm@adalet.gov.tr
Für Bestellungen des Buches von
Dogan "Die Richter des Jüngsten Gerichts":
http://www.kitab-verlag.com/component/option,com_contact/task,view/contact_id,1/Itemid,39
/
Für
Spenden weiterhin:
Recherche
International, Kontonr. 238 120 43; Sparkasse Köln BLZ 370 501 98, Stichwort
Dogan Akhanli.
Weitere Infos:
Nach Auskunft des deutschen Generalkonsulats in
Istanbul ist die Besuchserlaubnis für Insassen in den F2-Gefängnisses
(Hochsicherheitstrakt), also auch Tekirdag, immer und grundsätzlich über
Ankara einzuholen. Also keine besondere Schikane gegen Dogan.
Seit Donnerstag erhält Dogan ein ärztlich geprüftes
türkisches Medikament statt seines deutschen. Auch das sei der normale
Vorgang.
Im
übrigen sei durch die Proteste usw. der "Fall" D.A. mittlerweile im Gespräch
zwischen Auswärtigem Amt Berlin und türkischen Stellen. Und zwar
"ungewöhnlich hoch" angesiedelt. So das Generalkonsulat in Istanbul.
Immer wieder sollten wir die Website
des Kulturforums verbreiten. Am besten, wie ich auch erst gerade begriffen
habe, ausgehend von der Startseite, auf der neueste Infos stehen, die sich
auf den anderen Seiten dann nicht finden:
http://www.das-kulturforum.de /
Liebe Grüße
Albrecht
----- Original Message -----
From: recherche international e.V. & Dogan Akhanli
To: [ ]
Sent: Saturday, August 28, 2010 5:51 PM
Subject: Fwd: Dogan Akhanli Presseerklaerung 02
Liebe Freunde!
Diese Presseerklärung könnt Ihr gerne an Euch bekannte
JournalistInnen weiterleiten.
Und natürlich für Eure weitere Arbeit verwenden.
Vielleicht findet sich jemand, der
eine türkische Übersetzung besorgen kann!?
Herzliche Grüße
Albrecht
----------
Weitergeleitete Nachricht ----------
Von: recherche international e.V. & Dogan Akhanli <
akhanli.dogan@googlemail.com
>
Datum: 28. August 2010 17:42
Betreff: Dogan Akhanli Presseerklaerung 02
An: [ ]
Werte Kolleginnen, werte Kollegen!
Wir bitten um Berichterstattung über
die weiteren Vorgänge im Zusammenhang mit der Inhaftierung des
Schrifstellers und Menschenrechtlers Dogan Akhanli in der Türkei.
In der beiliegenden Presserklärung
weisen wir darauf hin, dass die zuständige Staatsanwaltschaft tatsächlich
Anklage gegen Akhanli erheben wird.
Das Internetportal
http://www.das-kulturforum.de/archiv/verhaftung-dogan-akhanli-presseberichte
hält sie bezüglich der bisherigen Berichterstattung und weiterer
Stellungnahmen auf dem Laufenden.
Mit freundlichen
Grüßen
Albrecht Kieser
Rückfragen bitte an
Albrecht Kieser<
Albrecht.Kieser@rjb-koeln.de
>
Albrecht Kieser
Rheinisches JournalistInnenbüro
Merowingerstr. 5-7
50677 Köln
Tel. 0049 (0)221 - 317091
Fax 0049 (0)221 - 3318752
----- Original
Message -----
From: recherche
international e.V. & Dogan Akhanli
To: [ ]
Sent: Friday, August 27, 2010 1:30 PM
Subject: Rundbrief: Wie weiter?
Liebe Freunde!
Gestern hat ein Kreis von
Unterstützerinnen und Unterstützern in Köln zusammen gesessen und
beratschlagt. Die Ergebnisse möchte ich Euch jetzt mitteilen.
1. Unsere Forderung ist und bleibt:
Sofortige Freilassung von Dogan Akhanli. Unsere Begründung: Es liegt nichts,
aber auch gar nichts gegen ihn vor. Kein Zeuge, kein Indiz, kein Anflug
eines Beweises für die Verwicklung in eine Straftat existiert. Dass er als
Menschenrechtler die Türkei auf die dunklen Seiten ihrer Geschichte
hinweist, darf kein Haftgrund sein.
Wir gehen davon aus, dass es die Chance gibt, Dogan
durch öffentlichen Druck freizubekommen. Es gibt aber auch die Möglichkeit,
dass die Staatsanwaltschaft ihn anklagt. Dann wird es darum gehen, durch
internationale Beobachtung einen fairen und zügigen Prozess zu erzwingen,
der nur mit einem Freispruch enden kann.
2. Nachdem wir vor drei Tagen mit
einer ersten Presseerklärung an die Öffentlichkeit gegangen sind, haben
viele deutsche und auch türkische Medien über die Verhaftung von Dogan
berichtet. Einen Überblick über Artikel und Sendungen gibt das Kulturforum
auf seiner Seite. An Dorte
(dorte.huneke@das-kulturforum.de ) könnt Ihr neue, Euch bekannt
gewordene Medienveröffentlichungen schicken; auch Informationen über Eure
Aktivitäten, wenn sie denn veröffentlicht werden sollen. Die Seite
http://www.das-kulturforum.de/archiv/verhaftung-dogan-akhanli-presseberichte
/ wird zur Internetplattform "Freiheit für Dogan Akhanli" ausgebaut. Darüber
hinaus werden sich einzelne von uns um facebook-Einträge usw. kümmern.
3. Wir machen weiter mit unserem
"Schneeballsystem", d.h. Jede und Jeder von uns bleibt aufgefordert, die
eigenen Möglichkeiten einzusetzen: Selber mit Protestschreiben, -emails,
-faxen aktiv werden; andere dazu ermuntern; Politiker konfrontieren und zu
Stellungnahmen auffordern; Autoren, Künstler, Prominente um
Solidaritätserklärungen bitten. Wir wenden uns damit an das Auswärtige Amt
in Berlin, denn dieses Ministerium hat die Pflicht, bei der türkischen
Regierung mit allem Nachdruck für die Freiheit von Dogan Akhanli
einzutreten. Wir wenden uns aber auch an das Justiministerium der Türkei und
an das türkische Generalkonsulat in Köln (bzw. die türkische Botschaft in
Berlin), denn diese Stellen müssen wissen, dass viele Menschen auch in
Deutschland die Freiheit von Dogan fordern. In diesem Sinne soll auch mit
der 2. Presseerklärung (sie geht Euch spätestens Montag zu) gearbeitet
werden.
Heute vormittag hat
der 84-jährige Schriftsteller Edgar Hilsenrath (
www.hilsenrath.de ) persönlich
eine Protestnote bei der türkischen Botschaft in Berlin abgegeben. Der
Gesandte Iskender Okyay hat eine Antwort zugesagt. Wie es mit einer
Stellungnahme der Botschaft zur Verhaftung von Dogan steht, können auch
andere fragen. Botschaft der Republik Türkei, Gesandter Iskender Okyay,
Rungestr. 9, 10179 Berlin, Tel.: 030/27 58 55 03 Fax: 030/27 590915.
4. Wir "zentralisieren" unsere
Aktivitäten nur, wo unbedingt nötig, und zwar arbeitsteilig:
* Bei Tüday (
ilkay.yilmaz@gmx.net ) sollen die Kontakte in die Türkei zusammenlaufen:
Presse, Einzelpersonen, Institutionen. Bitte haltet sie auf dem Laufenden!
Denn hier gibt es wichtige Initiativen, z.B. die Vorbereitung eines oder
mehrerer Aufrufe von türkischen Autoren gegen die Inhaftierung von Dogan.
* Für die juristischen Fragen und Angelegenheiten sind
weiter Dogans Anwälte zuständig, d.h. Ilias Uyar hier in Köln und Haydar
Erol in Istanbul.
* Größere
Aktionen/Aktivitäten laufen bei einzelnen Verantwortlichen zusammen. Die
gestern andiskutierte größere Veranstaltung mit Lesung von Dogans Texten
wird von Lale Konuk (u.a.) vorbereitet:
lale.konuk@web.de .
* Bei Recherche International laufen die Pressekontakte
und die sonstige Koordination zusammen; Rückmeldungen Eurer Aktivitäten in
dieser Richtung sind also auch dort willkommen (und, wie gesagt, auch bei
Dorte vom Kulturforum). Albrecht.Kieser@rjb-koeln.de.
Abschließend noch einmal die
Kontonummer für die Spenden:
Recherche International e.V., Kontonummer 238 120 43; BLZ 370 501 98
(Sparkasse KölnBonn); Stichwort: Dogan Akhanli.
Herzliche Grüße
Albrecht
- recherche international e.V.
Merowingerstraße 5-7
D-50677 Köln
Tel. *49 - (0)221 - 31 70 91
Fax *49 - (0)221 - 331 87 52
recherche international e.V.
rechercheinternational2000@yahoo.de
Merowingerstr. 5-7, D-50677 Köln
An die Medien
30. August 2010
- Presseerklärung 02
Staatsanwalt will Schriftsteller
und Menschenrechtler Dogan Akhanli anklagen
Der Istanbuler Staatsanwalt Hüseyin
Ayar hat heute den 2. Akt der Farce gegen Dogan Akhanli eröffnet. Er habe
bei der 11. Strafkammer des Strafgerichts in Istanbul seine Anklage
eingereicht und werde Akhanli des Raubüberfalls mit Todesfolge bezichtigen,
erklärte er mündlich gegenüber der Verteidigung.
Zuvor hatte sich der Staatsanwalt
geweigert, die von ihm bislang als Hauptbelastungszeugen angeführten Söhne
des Opfers anzuhören. Die beiden Brüder waren in Begleitung ihres Anwaltes
erschienen und wollten vor dem Staatsanwalt ausführlicher wiederholen, was
sie schon am 13.8.2010 in einer Vernehmung bei der Polizei zu Protokoll
gegeben hatten: Dass Dogan Akhanli bei dem fraglichen Überfall im Oktober
1989 auf die Wechselstube ihres Vaters nicht dabei gewesen sei. Mehr noch:
dass sie ihre Aussage von 1992 nicht mehr aufrechterhalten würden. Damals
habe ihnen die Polizei nahe gelegt, Akhanli zu beschuldigen. Noch nicht
einmal ein Foto des Genannten sei ihnen vorgelegt worden. Staatsanwalt Ayar
weigerte sich, die Zeugen anzuhören. Die Anklageschrift sei bereits ans
Gericht unterwegs.
Die Zeugen haben daraufhin ihre Aussagen schriftlich
formuliert und über ihren Anwalt zu den Prozessakten geben lassen.
Spätestens jetzt muss die Strafverfolgung von Dogan Akhanlis ohne jedes
Indiz auskommen.
Das Gericht hat nach Erhalt der Klageschrift 14 Tage
Zeit zu entscheiden, ob es das Verfahren eröffnet oder der Farce ein Ende
bereitet. Sollte das Verfahren beginnen, wird es sicherlich internationale
Beachtung finden – innerhalb und außerhalb des Gerichtssaales. Schon jetzt
fordern zahlreiche Autoren, Menschenrechtler, Politiker und Vereinigungen,
Dogan Akhanli solle umgehend freigelassen werden. Die Türkei tut sich keinen
Gefallen, wenn einzelne Staatsbedienstete ihr Mütchen an unbescholtenen,
wenngleich kritischen Geistern zu kühlen versuchen. Unerträglich ist, dass
derlei rechtsbeugende Machtspiele auf Kosten der Freiheit eines Menschen
gehen.
Wir
fordern die sofortige Freilassung von Dogan Akhanli.
Die Presseerklärung 01 vom 24.8.2010
und einen Überblick über Stellungnahmen und Medienberichte finden Sie unter
http://www.das-kulturforum.de/archiv/verhaftung-dogan-akhanli-presseberichte
/.
Dogan Akhanli war nach dem
Militärputsch von 1980 im Untergrund. 1985-1987 war er als politischer
Häftling im Militärgefängnis von Istanbul inhaftiert und wurde dort
gefoltert. Er floh 1991 nach Deutschland, wurde hier als politischer
Flüchtling anerkannt und später von der Türkei ausgebürgert. Seit Mitte der
90er Jahre lebt er als Schriftsteller in Köln. Seitdem hat er sich in
Romanen, Aufsätzen und Interviews und in Projekten in Deutschland immer
wieder für den offenen Umgang mit historischer Gewalt und für die
Unteilbarkeit der Menschenrechte eingesetzt. Schwerpunkt seines
zivilgesellschaftlichen Engagements sind das Gedenken an die Genozide des
20. Jahrhunderts (unter Einschluss des Völkermords an den Armeniern) und der
interkulturelle, auf Versöhnung orientierte Dialog. Akhanlis Projekte wurde
unter anderem von der Bundesstiftung "Erinnerung, Verantwortung und Zukunft"
gefördert und vom Bündnis für Demokratie und Toleranz ausgezeichnet.
Akhanlis Romane wurden zu den wichtigsten Roman-Veröffentlichungen in der
Türkei gewählt (Madonna'nin Son Hayali, 2005). Er erhielt 2009 den
Literaturpreis der Zeitung "Hürriyet". Dogan Akhanli hat sich intensiv für
die Aufklärung des Mordes an Hrant Dink eingesetzt und erinnert an die
friedensstiftende Arbeit dieses Journalisten und Autoren.
Dogan Akhanli ist Mitarbeiter des gemeinnützigen
Vereins „Recherche International“. Der Verein befasst sich vorrangig mit der
bildungsorientierten Aufarbeitung von genozidalen Gewalterfahrungen; der
Verein ist u.a. Träger des Projekts „Die 3. Welt im 2. Weltkrieg“ (
www.3www2.de ).
Spenden zur Finanzierung von Akhanlis Verteidigung
werden auf das unten angegebene Konto erbeten. Stichwort: „Dogan Akhanli“.
Für Rückfragen wenden Sie sich bitte
an
Albrecht Kieser (
Albrecht.Kieser@rjb-koeln.de
)
Tel. 0178/903 99 98.
Weitere Kontakte:
Rechtsanwalt Ilias Uyar, Köln, mobil 0177.8440.745
Rechtsanwalt Haydar Erol, Istanbul, mobil
0090.532.263.7735
Auswärtiges
Amt Berlin, Pressereferat: 030.5000.2056
Türkisches Generalkonsulat in Köln: 02233.78 091.97 41
80; Fax : 02233.75 572;
E-mail
:
turk.genkon.koeln@t-online.de
Justizministerium der Republik Türkei in Ankara: Tel.
0090.312.218.78 01; Fax: 0090.312.219.45 23; E-mail:
uhdigm@adalet.gov.tr
Weitere Informationen zur Arbeit von Dogan Akhanli:
Kanat Kitap; Türkischer Verlag von Akhanli:
http://www.kanatkitap.com/index.php .
http://de.wikipedia.org/wiki/Do%C4%9Fan_Akhanl%C4%B1
http://kulturserver.de/-/kulturschaffende/detail/14518
http://www.buehnederkulturen.de/pages/de/inszenierungen/487.htm
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& Diskussionsmöglichkeit