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Von: <vida>
 
Betreff: vida News Spezial: Unsere Bahn muss
rot-weiß-rot
bleiben!
Datum: Montag, 17. Mai 2010 14:18
 
vida newsletter ==================== Spezialausgabe zum Kampagnenstart
 
 
Anmerkung v. pyrx / v. GLB
 
 
Liebes vida-Mitglied, liebe/r vida Interessent/in!
 
Lesen Sie hier die Spezialausgabe des vida Newsletters zur heute gestarteten Kampagne der Gewerkschaft vida und ÖBB-Belegschaftsvertretung "Unsere Bahn muss rot-weiß-rot bleiben!":
 
ZEIT ZU HANDELN:
"Seit Jahren werden die EisenbahnerInnen immer wieder öffentlich mit Behauptungen und Unwahrheiten bewusst schlecht gemacht", betont der stv. vida-Vorsitzende Wilhelm Haberzettl anlässlich des heutigen Kampagnenstarts. "Wir werden aber nicht zulassen, dass unsere Bahn so lange schlecht geredet wird, bis sie für die Privatisierung sturmreif ist", so Haberzettl, der darin den eigentlichen Hintergrund der Attacken von ÖVP, BZÖ und FPÖ auf die ÖBB vermutet.
 
Mit der Kampagnen-Website http://www.unserebahn.at informieren wir über die wichtigsten Fakten zur ÖBB, stellen die kolportierten Halblügen über die EisenbahnerInnen richtig und bieten Platz für eigenes Handeln. Klicken Sie sich gleich durch.
 
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UNTERSTÜTZUNG:
Gezielte und wiederholte Angriffe auf die Beschäftigten und das Unternehmen sollen das Vertrauen in die ÖBB untergraben. Die Bahn wird so lange schlecht geredet, bis sie sturmreif ist. Allerdings werden wir verhindern, dass es so weit kommt. Unsere Bahn muss rot-weiß-rot bleiben! Und dafür brauchen wir eine breite Unterstützung - auch Ihre!
Tragen Sie sich online in die UnterstützerInnenliste ein: http://www.vida.at/servlet/ContentServer?pagename=S03/Page/Index&n=S03_90.1.2
 
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ARGUMENTE:
Für 1,2 Millionen Menschen täglich ist unsere Bahn da. Diese Menschen brauchen die Bahn, genauso wie die österreichische Wirtschaft. Ohne Bahn läuft nichts in unserem Land. Klicken Sie sich durch die Zahlen, Daten & Fakten sowie Geschichten von ÖBB-Beschäftigten, die symbolisch für das Engagement aller EisenbahnerInnen stehen: http://www.vida.at/servlet/ContentServer?pagename=S03/Page/Index&n=S03_90.2
Übrigens haben alle Website-BesucherInnen die Chance auf einen Gewinn – und zwar beim Ratequiz. Testen Sie Ihr Wissen über die Bahn: http://www.vida.at/servlet/ContentServer?pagename=S03/Page/Index&n=S03_90.5.2
 
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WAHR FALSCH:
Schluss mit den Angriffen und kolportierten Halblügen. Erfahren Sie die Wahrheit über die ÖBB und ihre MitarbeiterInnen: http://www.vida.at/servlet/ContentServer?pagename=S03/Page/Index&n=S03_90.3
 
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FOTOWETTBEWERB FÜR EISENBAHNERiNNEN:
Zeigen wir gemeinsam, wer hinter der Bahn steht. Gemeinsam wollen wir die Arbeit der EisenbahnerInnen ins richtige Bild rücken. Deshalb sind alle EisenbahnerInnen hiermit aufgefordert, beim Fotowettbewerb mitzumachen. Das Motto lautet: Meine Arbeit ist vorBILDlich. Alle Details lesen Sie hier nach:
http://www.vida.at/servlet/ContentServer?pagename=S03/Page/Index&n=S03_90.4
 
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INTERAKTIV MIT VIDEOS, ECARDS UND BAHN SPIELEN:
Unserebahn.at bietet nicht nur Video- und Bildmaterial. Sie können dort auch Ihr spielerisches Geschick unter Beweis stellen und zeigen, wie man mit wenigen Zügen die Lokomotive aus dem Bahnhof bringt. Oder aber Sie senden Ihren Freunden, Bekannten, ArbeitskollegInnen einfach eine Ecard und informieren sie über die Kampagne:
http://www.vida.at/servlet/ContentServer?pagename=S03/Page/Index&n=S03_90.5
 
 
Wir bitten um tatkräftige Unterstützung. Damit unsere Bahn rot-weiß-rot bleibt!
 
vida – Ihre Gewerkschaft für mehr Lebensqualität
 
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Weitere Informationen finden Sie auf http://www.vida.at

Von: "pyrx" <>
 
Betreff: Re: [austrian_social_forum] VIDA:
Unsere Bahn muss rot-weiß-rot bleiben!
Datum: Montag, 17. Mai 2010 15:04
 
ob die bahn jetzt in der nationalistischen art rot-weiss-rot bleibt oder
zuckerlrosa oder türkis ist mir wurscht. warum aber mit keinem wort die
tatsächlichen verschlechterungen für mitarbeitende und kundInnen erwähnt
haben, ist mir schleierhaft. totalüberwachte bahnhöfe, keine
sitzgelegenheiten, versperrte wartezonen in ländlichen gebieten, die
privatisierung (und leistungsverschlechterung) des gastronomischen
angebots, das business-class-unwesen bei gleichzeitigem sitzplatzmangel
in der zweiten klasse, die verschlechterung der takte für pendlerInnen,
das grassierende security-unwesen, immer schlechtere arbeitsbedingungen
für die beschäftigten, rauchverbote mit strafandrohung auf offenen(!)
bahnsteigen, immer weniger autoreisezüge, schwachsinnige
bahnhofsarchitektur, die kommerzialisierung der bahnhöfe u.v.a.m
 
sich dieser theman anzunehmen wär mir viel wichtiger als eine
"rot-weiss-rote"-imagekampagne. aber darauf können wir wohl - zumindest
was die gewerkschaften hierzulande anbelangt - lange, lange warten.
 
pyrx

Von: "GLB" <>
 
Betreff: GLB/ÖBB/Kampagne/Regierungsabkommen
Datum: Montag, 17. Mai 2010 11:38
 
Pressedienst des Gewerkschaftlichen Linksblocks (GLB), Hugogasse 8, A-1110
Wien - Telefon +43 664 61 45 012 oder +43 1 53 444-308 - Mail office@glb.at
– Web www.glb.at – Ausgabe vom 17. Mai 2010
 
 
ÖBB: Klare inhaltliche Ziele statt
parteipolitischem Taktieren
 
Regierungsabkommen sieht Privatisierung und forcierte Rationalisierung vor
 
"Wenn die von der Gewerkschaft vida und der ÖBB-Belegschaftsvertretung
gestartete Kampagne "Unsere Bahn muß rot-weiß-rot bleiben" mehr sein soll
als ein durchsichtiges parteipolitisches Spiel, muss sie um klare
inhaltliche Ziele erweitert werden", meint Karin Antlanger,
Bundesvorsitzende der Fraktion Gewerkschaftlicher Linksblock im ÖGB (GLB).
 
Es steht außer Zweifel, dass durch die Regierungspolitik von ÖVP, FPÖ und
BZÖ in den Jahren 2000 bis 2006 den ÖBB durch die Zerschlagung des
einheitlichen Unternehmens schwer geschadet wurde und die Umstrukturierung
zur Holding eindeutig auf eine Privatisierung der lukrativen Sektoren der
Bahn zielt.
 
Tatsache ist aber auch, dass die Weichenstellung dafür bereits viel früher,
nämlich bereits 1993 mit der Ausgliederung der ÖBB aus dem Bundesbudget als
EU-Vorleistung, erfolgt ist und vor allem die EU-Richtlinien für eine
forcierte Liberalisierung auch im Bahnverkehr die Hauptursache für den
heutigen Zustand der ÖBB sind.
 
Im Koalitionsabkommen von SPÖ und ÖVP für die Regierungsperiode 2008 bis
2013 heißt es wörtlich "Eine Fortsetzung der ÖBB-Reform ist unerläßlich"
wozu "verstärkte Anstrengungen zur Senkung der Kosten zu unternehmen" sind.
Explizit werden von der Regierung auch "strategische Partnerschaften", im
Klartext eine Privatisierung, angestrebt. Weiters ist von der
"Weiterentwicklung des Dienstrechts" die Rede, diese soll es "dem Konzern
erleichtern, eine betriebswirtschaftlich sinnvolle Personalpolitik
umzusetzen", was im Klartext auf eine Verschlechterung hinausläuft. Laut
Aufsichtsratschef Horst Pöchhacker ist eine weitere Reduzierung des
ÖBB-Personals von derzeit 42.000 auf 37.000 Beschäftigte vorgesehen.
 
Im Unterschied zur zuständigen Infrastrukturministerin Doris Bures (SPÖ)
spricht ÖVP-Finanzsstaatssekretär Reinhold Lopatka diese Ziele in aller
Offenheit aus. Im Interesse der EisenbahnerInnen, die nicht zum ersten Mal
in den vergangenen Jahren zum Buhmann und Sündenbock, de facto zu den
"Griechen Österreichs" abgestempelt werden, ist es daher angebracht, die
Gesamtverantwortung der Bundesregierung für die Zukunft der ÖBB einzumahnen.
 
Ein zentrales Ziel ist daher aus der Sicht des GLB die Aufhebung der
Trennung von Infrastruktur und Betrieb und der Rückbau der ÖBB zu einem
einheitlichen integrierten Verkehrsunternehmen nach dem Muster der
Eisenbahnen in der Schweiz, Kanada oder Japan sowie eine Verkehrspolitik mit
klarer Priorität für die Bahn: "Die mit der Holding-Lösung aufgetretenen
unübersehbaren Reibungsverluste müssen ebenso beseitigt werden wie der
Wildwuchs an parteipolitsch besetzten hochdotierten Managementposten",
fordert Antlanger.
 
Ebenso ist eine eindeutige Absage an die EU-konforme Liberalisierung
notwendig. Und Lobbyisten, die in eigener Sache handeln, haben im
Aufsichtsrat eines staatlichen Unternehmens nichts zu suchen und gehören
abgelöst. Für diese Ziele gilt es vor allem die zuständige Ministerin Bures
in die Pflicht zu nehmen.

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