Aktionen home

Von: "Antiimperialistische Koordination" <>

Betreff: [Newsletter AIK]

 

Tahrir - Volksaufstände vor den Toren:  Antiimperialistisches Lager 2012

Datum: Mittwoch, 04. Jänner 2012 20:56

 

---------------------------------------------------------------

 

Tahrir - Volksaufstände vor den Toren

 

Antiimperialistisches Lager, Assisi, Italien, 7.-10. August 2012

 

Der Sturz der Diktatoren wie Ben Ali und Mubarak markiert einen historischen

Wendepunkt. Nach einer langen Phase der politischen Lähmung haben die

Völker des Nahen Ostens wieder den Kopf erhoben.

 

Die imperialen Mächte haben sich diese Passivität zu nutze gemacht und

jedes Hindernis, das sich ihrer totalen Herrschaft in den Weg stellt,

hinweggefegt. Doch: vom Irak bis Afghanistan, vom Libanon bis Palästina war

die amerikanische Kriegsmaschine mit heftigem Widerstand konfrontiert. Einige

mussten Niederlagen einstecken, andere sind nach wie vor in der Lage, der

Anmaßung der Herren der Welt die Stirn zu bieten.

 

Die Macht des Imperiums stützte und stützt sich nicht nur auf Israel,

sondern gerade auch auf Statthalter wie Mubarak. Deren Funktion war es, die

Völker niederzuhalten und sie daran zu hindern, sich mit den

Widerstandsbewegungen zu vereinigen.

 

Da ihre Herrschaft nun abbröckelt, versuchen die Imperialisten mit allen

Mitteln, neue Marionettenregime einzusetzen. Während die Volksmassen ihren

Sturm auf die alten Regime fortsetzen, versuchen Washington & Co die

Bewegungen zu umarmen und in samtene Revolutionen umzuwandeln. Oder sie

greifen militärisch ein, so wie gegen Libyen. Auch Syrien, dem Libanon und

dem Iran drohen Kriege.

 

Diese Pläne müssen wir verhindern. Wir dürfen die Völker, die sich

erhoben haben, nicht allein lassen. Gleichzeitig verurteilen wir jene

Kräfte, die sich an den Imperialismus und an den Zionismus verkauft haben

oder dies in Erwägung ziehen.

 

Auch die arbeitenden Massen und die Jugend Europas stehen vor ähnlichen

Aufgaben wie die der arabischen Welt. Die tiefe Wirtschaftskrise zwingt sie,

die Apathie hinter sich zu lassen, Widerstand zu leisten, zu kämpfen.

 

Die Krise des Westens besteht nicht mehr nur im globalen Verlust an

Hegemonie, sondern auch in schwindender interner Stabilität. Nur wenige

Länder werden von der sozialen und wirtschaftlichen Katastrophe verschont

bleiben. Es eröffnet sich also auch für Europa und den Westen eine neue

historische Periode. Die Völker Europas sind aufgerufen, den Impuls der

arabischen Völker aufzunehmen. Entweder wir schaffen es, die Geschicke der

Gesellschaft selbst in die Hand zu nehmen, oder wir fallen in die Sklaverei

zurück.

 

Wir treffen uns bei Antiimperialistischen Lager in Assisi, wo der erwachende

europäische Widerstand auf den arabischen Aufstand trifft.

 

Ohne Aufstand keine Befreiung! 

 


Kontakt- & Diskussionsmöglichkeit