Linker Ratschlag - Infos - Diskussionen

Inhalt:*K.Fischbacher, 15.4.12: Für eine relevante Linkskraft in Ö   *H.Dworczak, 11.2.12: Das Sparpaket ist da - jetzt gilt es voll dagegen zu mobilisieren! *K.Fischbacher, 11.2.12: "Sparpaket" 2012: Wir brauchen eine Linkskraft in Ö  *H.Dworczak, 15.1.12: Produktiver Linker Ratschlag 2012 *K.Fischbacher, 12.1.12: Antwort an E.Geogiev zur Frage "zu viel Geld" *E.Geogiev, 12.1.12: An K.Fischbacher zur Frage "zu viel Geld"   *M.Striebel, 8.1.12: Reaktion auf "Die fehlende Kraft" *Claudia Dworzak,P.Habr u.P.U.Lehner, 7.1.12: Die fehlende Kraft  *H.Dworczak, 8.1.12: Für eine Neuaufstellung der Linken - Vorschlag *W.Friedhuber, 16.12.11:Flyer zum Thema Steuergerechtigkeit *E.Georgiev, 29.11.11:Steuergerechtigkeit / Wege aus der Krise *E.Georgiev, 22.11.11:Vermögensungleichheit USA 2007-2009 *E.Georgiev, 11.11.11: Steuergerechtigkeit Teil 3 *W.Friedhuber, 11.11.11: zur Steuergerechtigkeit  *E.Georgiev, 6.11.11: Vertrauen Sie denen immer noch?*W.Friedhuber, 1.11.11: Diskussionsbeitrag zur Steuergerechtigkeit *W.Friedhuber, 29.10.11: Diskussionsbeitrag zur Steuergerechtigkeit *E.Georgiev, 29.10.11: Steuergrechtigkeit (beigewum) - Einige fragen mich *E.Georgiev, 24.10.11:Schluss mit dem T.I.N.A. *H.Dworczak, 3.7.11:Mehr als gefährliche Ratschläge an die Linke *H.Dworczak, 25.6.11: Bereits einige Diskussion ad *H.Dworczak, 21.6.11: Einige grundsätzliche Überlegungen

 

 

Liebe GenossInnen, ich verwende hier einen Diskussionsartikel von mir, den ich 2010 in der Auseinandersetzung mit GenossInnen der „Superlinken“ geführt habe. Ich habe meinen Beitrag etwas überarbeitet. Die Namen der GenossInnen habe ich weggelassen.

Für eine relevante Linkskraft in Österreich

 

In der Diskussion mit der „Superlinken“ stellte sich heraus, dass sie ebenfalls am Milieu der Betriebs- und Gewerkschaftslinken interessiert sind, schränkten aber ein, dass der Prozess einer linken Organisierung nicht mit ihr beginnen sollte. Unsere Situation unterscheide sich nämlich von jener der breiten revolutionären Betriebsräte- und Rätebewegungen nach dem Ersten Weltkrieg. Ja, sie hielten auch von den ArbeiterInnen- und BetriebsrätInnenschichten, die im (zerrissenen) Streikjahr 2003 vom ÖGB enttäuscht waren nichts. „Sie hauen jetzt wohl in der großen Mehrzahl den Hut drauf (...) der eine oder die andere lassen sich womöglich von der rabiaten Sozialdemagogie der FPÖ-Rassisten“ einfangen.“

Da war ich vorsichtiger. Die Betriebsversammlungen bei den DruckerInnen oder MetallerInnen 2009 im Kollektivvertragskonflikt waren sicherlich nicht nur bürokratisch befohlene Aktionen, auch wenn sie von ÖGB-Gewerkschaften bzw. fraktionell an den ÖGB gebundenen BetriebsrätInnen organisiert wurden. Es war auch der gewaltige Druck, den die Krise, oder besser gesagt, Kapital und Regierung auf die Lohnabhängigen mit bislang de facto 500. 000 Erwerbslosen ausübten, der sie zu den Versammlungen und auf die Straße brachte (28. April 09).  Weitere 116.000 Gewerkschaftsmitglieder traten 2009 aus dem ÖGB aus. „Aber woher wisst ihr, dass die alle ‚den Hut draufhauen‘ “? Die KindergärtnerInnen sind das gerade Gegenbeispiel: Nicht (mehr) von den ÖGB-Bürokraten organisiert, begannen sie im Herbst 2009 ihren „Kindergartenaufstand“!1) Im März 2011 und 2012 protestierten bekanntlich die SozialarbeiterInnen in Graz, zuerst mit Unterstützung des ÖGB und ein Jahr später im Rahmen der „Plattform 25“ „selbstermächtigt“.2) ) Nicht zu vergessen auch der Protest der Wiener Sozial- und GesundheitsarbeiterInnen im Februar 2012, wo es um den BAGS-Kollektivvertrag aber auch die schlechten Arbeitsbedingungen gegangen und der Druck von den Beschäftigten so groß geworden war, dass GdG und GPA aufspringen mussten.3)

Wenn wir antikapitalistische Linke größtenteils schon nicht zum  „Kern des Industrieproletariats“ gehören bzw. führende gewählte BetriebsaktivistInnen sind, so sollten wir in Zeiten wie diesen umso genauere BeobachterInnen der ArbeiterInnenklasse sein: Denn was eine meiner zentralen Differenzen mit Negris Multitude ist, betrifft eben die hervorragende gesellschaftliche Bedeutung der ArbeiterInnenklasse in Fabriken, im Transport- und Verkehrswesen, im Dienstleistungsgewerbe oder im Öffentlichen Dienst. Sie schafft nicht nur als produktive und Dienstleistungsklasse die Basis allen gesellschaftlichen Lebens, sondern ist auch jene Klasse, die als einzige diese Gesellschaft lahm legen kann! Zuletzt haben das die griechischen Streiks am augenscheinlichsten gezeigt (auch wenn schon längst ein unbefristeter Generalstreik, der die Machtfrage stellt, nötig wäre).4)

In meiner Diskussion mit der „Superlinken“ ging ich nicht bis zu den radikalen Zeiten der Räterepubliken rund um Österreich zurück (außer kurz über die Linksradikalen 5), sondern stellte bloß die These auf, dass das Streikjahr 2003 tiefe Lernprozesse bei hunderttausenden ArbeiterInnen, Angestellten, kleinen BeamtInnen bzw. BetriebsrätInnen und PersonalvertreterInnen ausgelöst haben muss.6) Sehen wir also, ob sich diese Klasse nach Krisenphasen, in denen sich global der ganze Wahnsinn des Kapitalismus mit Casinogewinnen und Nahrungsmittelspekulationen geoffenbart hat, nachdem (Spekulations-)Banken mit hunderten Milliarden subventioniert wurden und jetzt der Sozialstaat gepfändet wird, zu bewegen beginnt? Auch in Österreich?

Solche Bewegungen würden natürlich einerseits die heutigen Abspaltungen von SPÖ und ÖGB weiter vergrößern aber andererseits, nicht ganz unwahrscheinlich, den Linksreformismus der Sozialdemokratie verstärken. Re-Verstaatlichungen, gewisse Reichensteuern (heute mehr verbal als praktisch angegangen), Bremsmanöver beim Sozialstaatsabbau u.ä.m. bände sicherlich eine große Masse enttäuschter SozialdemokratInnen wieder an die Partei.  Doch auch die SPÖ-Linke könnte aufblühen – mit der Gefahr, dass sie – ganz traditionell – vor der „Einheit der Partei“ wieder kapituliert...

Genau deswegen bräuchten wir eben eine antikapitalistische Linkskraft in Österreich, die ich als „Linkskraft der Bewegungen“ umschrieben habe. Methodisch meinte ich, dass eine solche Organisation nur aus Bewegungen heraus entstehen kann, eben jenen AktivistInnen aus der Arbeiterklasse und jenen von sozialen, antipatriarchalischen, antirassistischen Initiativen (die nicht allzu sehr vom Staatssäckel abhängig sind)  und der antikapitalistischen Linken! Von der heutigen radikalen Linken, so denke ich, wird überhaupt nur ein kleiner Teil fähig sein, sich vom „avantgardistischen“ Denken zu befreien.7) Es handelt sich also um den dynamischsten Teil des „bewegten fortschrittlichen Österreich“.  Nur eine solche Linkskraft mit mehr oder weniger praxis- und kampferfahrenen AktivistInnen, teils vielleicht auch schon öffentlich bekannt, könnte ein Attraktionspol werden für jene Bevölkerungsteile, die bei allen Umfragen der letzten Jahre den PolitikerInnen und der Reichtumsverteilung skeptisch bis ablehnend gegenüber stehen. Trotzdem gehe ich davon aus, dass in Österreich im Gros des fortschrittlichen Lagers ein Denken für einen „ehrlichen“, „gerechten“ und „korruptionsfreien“ Parlamentarismus vorherrscht!

Eine wichtige Erfahrung aus vergangenen Klassenkämpfen ist es, dass ArbeiterInnen und Lohnabhängige vor allem nach Krisen und der Erfahrung vorangegangener Krisen, dass immer nur sie die Krise bezahlen müssen, dann im nächsten ökonomischen Aufschwung größere Chancen sehen, sich das Verlorene zurück zu holen und streikbereiter sind. Die europäischen Konzerne, ihre EU-Bürokratie und nationalen Regierungen tun zwar zur Zeit alles, eine mögliche Konjunktur zu verhindern. Dahinter steht natürlich keine ökonomische Dummheit, sondern bewusste  Politik des Großen Geldes in Europa, mit  „Schuldenbremsen“ und Fiskalpakt den europäischen Sozialstaat zu zerschlagen. Strategisch geht es ihnen darum, Löhne, Lebensarbeitszeit und Sozialstaat auf „Drittweltweltniveau“ zu drücken, um profitabel gestärkt auf dem Weltmarkt agieren zu können. Bürgerliche Wirtschaftswissenschaftler gehen jedenfalls für 2014/15 von einem kleinen Konjunkturaufschwung aus …

Linkskraft 2012

Soweit einige Gedanken zur Ausgangslage. Angesichts der neuerlich vollzogenen Umverteilung von „unten“ nach „oben“ durch das SPÖVP-„Sparpaket“ hat sich, so glaube ich, in weiten Teilen der lohnarbeitenden Bevölkerung, der Jugend und Alten die Forderung nach „Gerechtigkeit“ weiter gefestigt. Gerechter soll es sein: bei der Reichtumsverteilung 8), den Bildungschancen, Löhnen und Gehältern, den Pensionen! Eine neue Linkskraft in Österreich sollte auf jeden Fall von der traditionellen Latte vieler Parolen absehen und sich vielleicht auf drei, vier Achsen konzentrieren (was natürlich genauer diskutiert gehört):

Reichtumsumverteilung von „oben“ nach „unten“ (über Steuerforderungen einmal 9), Ausbau im Sozialbereich, Bildung und Gesundheit. Soweit der erste Brocken.

Eine zweite Sache wäre natürlich mehr Demokratie! Nicht mit Straches Absicht, leichter für rassistische Volksabstimmungen mobilisieren zu können, sondern mehr Demokratie (und Budget) für die Bezirke und in den Bezirken. Vor allem in den Bezirken in Städten bzw. Ortschaften (wir sollten gegen die gegenwärtige Zusammenlegung von Ortschaften sein), also in eher überschaubaren Bereichen, sollte eine Linkskraft ihren Schwerpunkt legen, und basisdemokratische Konzepte von BezirksrätInnen bis zur Grätzelschule ausarbeiten 10).  Bei Volksabstimmungen bräuchten wir sozusagen Verfassungsgesetze, die gegen Rassismus, asoziale oder faschistische Initiativen gerichtet sind.

Der dritte Forderungskomplex müsste eben der Kampf gegen Patriarchat, Rassismus und Faschismus sein.

Eine relevante Linkskraft in Ö doch noch eine Utopie?

Bei meinem Linkskraft-Konstrukt gibt es heute 2012 neben der Arbeiterklasse weitere etliche Unbekannte: Wer von den sozialen, antirassistischen oder feministischen Initiativen könnten einen Antrieb und den Mut haben, sich einer linksoppositionellen Kraft anzuschließen? Die SPÖ-Linke ist zurzeit mehr mit Faymanns Phrasen von Vermögenssteuern beschäftigt und erheblich geschwächt. Die KPÖ werkelt unentwegt auf  der Linie von Krisenkritik, Steuergerechtigkeit usw. also Reform des Kapitalismus und auf einer Nullkomma bis 1%  Wahlstärke dahin (in der Steiermark immerhin 2010 mit noch 4,4% mit sinkender Tendenz). Jedenfalls gehen sie stur davon aus, dass sie die einzige linke Kraft in diesem Lande seien! Ich halte es mit Lenin 1914/15, dass das sozialdemokratische Hemd schmutzig geworden sei und gewechselt werden müsse; nach dem Millionenmassen-Trauma des Stalinismus musste meiner Meinung nach schon längst auch das kommunistische Hemd gewechselt werden… Und vielleicht am schwierigsten ist es, antikapitalistische Linke zu finden, die nicht sektiererisch sind.

Eine Linkskraft, die bekannt werden will, müsste natürlich auch im Internet umtriebig sein. Vor allem aber müsste sie es angehen, auf den Haupt- und Markplätzen, auf Bezirksversammlungen, Gewerkschaftsversammlungen   u.ä.m. präsent zu sein - mit kurzen zündenden Parolen, ihre Botschaften über „Gerechtigkeit“, „Demokratie“ und  „Antirassismus“ unters „Volk“ zu bringen.  Junge, Frauen, nach vor in der Linkskraft!

 

Karl Fischbacher, Wien, 15. April 2012

Kontakt: labournet@labournetaustria.at  

www.labournetaustria.at  

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1) http://www.kindergartenaufstand.at/  

2) http://www.labournetaustria.at/GrazDemoggSozialabbau120323b.htm  

3) http://diealternative.org/sozialmilliarde/tag/sozialarbeit/  

4) http://www.labournetaustria.at/gewerk11.htm  

5) die 1918 eine wichtige Rolle im Aufbau von Arbeiter- und Soldatenräten  spielten, bis hin zu Kurierdiensten nach Berlin oder Budapest; und wie sie sich später in der sich stalinisierenden KPÖ und durch den Austromarxismus aufspalteten.

6) Siehe „Streiknachlese“, Hgb.: Erich Gumplmaier, Carmen Janko, 2004

7) http://www.labournetaustria.at/archiv38.htm  

8) http://www.pro-vermoegenssteuer.at/steuergerechtigkeit/vermoegensaufteilung.html  

9) http://www.labournetaustria.at/STEUERGERECHTIGKEIT_V9_PF.pdf

10) http://www.labournetaustria.at/Argentinien2001Griechenland2011b.htm  

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Von: "Hermann Dworczakpan class="auto-style140"7" < hermann.dworczak@gmx.at

Betreff:

 

Das  asoziale "Sparpaket" ist da – Jetzt gilt es voll dagegen zu mobilisieren!

 

Datum: Freitag, 10. Februar 2012 21:11

 

Das "Sparpaket" ist da und hat trotz allem Gerede von "ausgewogen, gerecht und fair"- wie zu erwarten- einen asozialen Charakter. Statt auf das Begutachtungsverfahren zu "hoffen" gilt es nun auf breiter Linie aufzuklären und zu mobilisieren.

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Die großen Brocken der Belastungen gehen auf Kosten der "Unteren" der Gesellschaft. Insbesonders PensionistInnen trifft es hart:

 

Invaliditätspension gibt es nun erst ab 50;  Frühpensionen erst ab 40 Arbeitsjahren( bisher 37,5); nur mehr geringe jährliche Anpassungen der Pensionen sind vorgeshen (z.T. unterhalb der Inflationsrate).

 

Eine ähnliche Keule ist bei den BeamtInnen vorgesehen. Dabei geht es nicht um Kürzungen von "Hofrats"privilegien- sondern die Masse der "kleinen" und mittleren BeamtInnen wird zur Ader gelassen( auch eine Nulllohnrunde ist vorgesehen). Es kommt ein Aufnahmestop - bezeichnenderweise nicht für die "Sicherheit"- sprich den Repressionsapparat.-

 

Hingegen sind die Belastungen für die Gstopften in der Gesellschaft recht moderat ausgefallen:z.B. die -befristete- "Solidarabgebe" für Jahreseinkommen über 180 000 Euro.

 

Reiche können solche Mehrausgaben relativ locker wegstecken- auch in anderen Ländern gibts im Rahmen der "Sparpakete" solche "Garnierungen", um die wirklich tiefen Schnitte besser kaschieren zu können.

 

NICHT MEHR LÄNGER "WARTEN"

 

Fatal wäre es nun weiter zu "warten"- in der falschen Hoffnung im Begutachtungsverfahren etwas Entscheidendes ändern zu können. Mag sein, daß es da und dort noch kleine retouschen gibt- die große Kürzungs-Linie wird jedoch erhalten bleiben und sie entspricht dem internationalen "Spar"trend in Zeiten der Krise verstärkt von unten nach oben umzuverteilen. Um a) Kapitaleignern noch mehr unter die Arne greifen zu können. Um b) bessere "Verwertungsbedingingen" durch Lohnsenkungen etc. zu schaffen.

 

Ausgeblieben sind im Sparpaket eine starke Steuer-Progression bei den Spitzenverdienern; in der Sozialversicherung gibts keine Aufhebung der Höchstbeitragsgrenze; und natürlich gibts keine  Wertschöpfungsabgabe.

 

 

WIE MOBILISIEREN?

 

Angesichts des allgemeinen niedrigen politischen Bewußtseins  und dem ideologischen Trommelfeuer ("sparen, sparen und wieder sparen") kann NICHT von einer bereits gegebenen breiten kämpferischen Stimmung ausgegangen werden. Es gibt zwar einzelne krtische Stimmen und Aktionen- generell vorherrschend ist jedoch Orientierungslosogkeit, Furcht und z.T. offene Resigation("man kann eh nix amachen").

 

 

 

Daher lautet der erste Schritt: massive Aufklärung entlang der Linien

 

- es ist genug an Reichtum da -allgemein auf dem Globus und auch bei uns. Österreich ist eines der reichsten Länder der Erde, aber der -kapitalistisch- produzierte Reichtum ist total ungleichmäßig verteilt

 

- die wirklichen Ursachen der steigenden staatlichen Verschuldung sind: zu wenig Steuern von den Reichen; der Staatsinterventionismus zugunsten der- kriselnden- "Wirtschaft" kostet Unsummen;  die ökonomische Krise  bedeutet weniger Einnahmen des Staates, der Sozialversicherung etc.

 

- nicht weil "wir" in Saus und Braus gelebt hätten, wachsen die Staatsdefizite- sondern weil es strukturelle Probleme gibt, die mit dem Klassencharakter der Gesellschaft zu tun haben

 

-  die Krisen haben einen Umfang, daß ihre wirkliche Lösung über die bestehenede bürgerliche Gesellschaft hinausweist. Dies festzuhalten 

ist extrem wichtig angesichts der Sozialdemagogie der extremen Rechten ( siehe LAOS in Griechenland).

 

Daüberhinaus gilt es konkret zu mobilisieren: politisch breite   Diskussions- Veranstaltungen; Gründung von "Aktionskomitees"; dezentrale Aktivitäten etc.- und WENN die Kräfte reichen: eine bundesweite Mobilisierung/Demo in Wien).

 

 

Von besonderer Wichtigkeit ist es, die Gewerkschaften aufzufordern, die Interessen ihrer Miglieder/ plus der Nichtorganisierten konsequent zu vertreten. Und natürlich ist es die Plicht aller GewerkschafterInnen im Parlament gegen das Sparpaket aufzutreten und auch dagegen zu stimmen!

 

      Hermann Dworczak( 0676 / 972 31 10 )

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Der Sozialabbau des „Sparbudgets“ 2012: Wir brauchen eine Linkskraft in Österreich

Die Manipulierungsmaschinerie für das Volk läuft auf Hochtouren:p

 Österreichs Regierung, ihre Landesregierungsapparate, Gewerkschaftsführungen, Pensionisten-Organisationen  und Wirtschafts- und SozialwissenschaftlerInnen samt den Mainstream-Medien - dieser gewaltige Herrschaftsapparat einer Heerschar von neoliberal geklonter bzw. originärer Menschengruppen dominieren die offizielle Öffentlichkeit total. Am 10. 2. 2012 traten dann ihre Regierungsspitzen Faymann und Spindelegger vor die ORF-Kamera, um zu verkünden, dass es ein „sozial ausgeglichenes“ Budget sei, die Kluft zwischen Arm und Reich nicht größer, sondern kleiner werde und Österreich überhaupt in Sachen Arbeitslosigkeit in Europa am besten dastehe. Konflikte würden eben bei uns nicht auf der Straße, sondern am Verhandlungstisch ausgefochten. „Danke Michael!“ „Danke Werner“. In den Tagen zuvor ließen sie den steirischen Obersozialkahlschläger Voves auftreten, aber auch die Altvordern Blecha und Khol stimmten „im Namen der PensionistInnen“(???) dem Sozial- und Pensionsraub zu. GÖD-Neugebauer gab schließlich telefonisch von der Langlaufloipe sein okay zu Nulllohnrunde, Aufnahmestopp, Pensionsverschlechterungen u.a.m. für den Öffentlichen Dienst. So funktioniert Gewerkschaftsdemokratie in Österreich!

 Das Krisenszenarium 2007/08

 2008 holten bekanntlich faule Kredite und Spekulationsverluste auch Österreichs Banken ein. Noch nie gab es von der Regierung eine solche schnelle und spontane finanzielle Hilfe wie für die Banken, denen dienstbeflissen 100 Mrd. Euro Haftungsrahmen (mit staatlichen Garantien bis 85 Mrd.) und 15 Mrd. sofortige Eigenkapitalstärke zugestanden wurden. Mensch denke dabei nur an das langwierige Zustandekommen der einen(!) „Bildungsmilliarde“, die Töchterle und dessen Regierung 2011 sowieso auf drei Jahre streckten…

 2010 schaute die Situation – für Banken und Superreiche -   schon wieder besser aus. „Die Presse.com“ schrieb im Mai, dass der Staat gut an den Banken verdiene: Diese hätten an den Staat an Dividenden und Haftungsentgelten 480 Mio. Euro zurückzubezahlen. Da aber „Österreich“ 2010 umgekehrt 202 Mio.u.a. an Staatsschulden an die Banken zu zahlen hatte, blieben dem staatlichen Budget nur mehr 275 Mio. in einer Zeit, als die Banken schon wieder ansehnliche Gewinne schrieben (die Erste 1,36 Mrd. trotz beträchtlicher Abschreibungen in Kasachstan), die BAWAG 125,4 Mio. usw. Die Krone.at titelte dann im März 2011, dass Österreichs Banken Ende 2010 einen Gewinn von 4,2 Mrd. Euro einfuhren.

 Warum also das „Sparpaket“ 2012? Österreich steht noch dazu als Niedriglohnland und „Zulieferfirma“ Deutschlands relativ gut da, wo es lukrativ partizipiert an der Exportoffensive des deutschen Imperialismus, der Euroland bis Griechenland niederkonkurriert.

 Allerdings war mit der „Bankenrettung“ 2008 die Staatsverschuldung (von 2008 bis 2011) um 35 Mrd. Euro auf 215,495 Mrd. Euro bzw. 74,6 % des BIP angewachsen (2007 waren es knapp über 60%!).

  

Über den österreichischen Banken und der SPÖVP-Regierung kreisten allerdings schon die ganze Krisenzeit die Post-Maastricht-Troika von Merkozy, EZB & IWF und – ergänzt eigentlich erst ab dem Kriseneinbruch 2007/08 - die US-Ratingagenturen. Allesamt sind sie Dienstboten der sogenannten „Finanzmärkte“, sprich der großen Banken, Finanz- und Versicherungsgesellschaften mit der Meute von spekulierenden Yuppies rund um den Erdball. Und im Jänner 2012 war es dann so weit, als Standard & Poors Österreich und andere EU-Länder das Triple A entzog.

 Österreichische und europäische PolitikerInnen und WirtschaftswissenschaftlerInnen beklagen des Öfteren  die US-Konkurrenz, die hinter den „Urteilen“ der Ratingagenturen stehe. Das stimmt sicherlich zu einem Teil. Letztlich kommt es aber auch dem europäischen Eurobillionen-Großkapital zupass, wie es der ganze soziale Niedergang auf dem europäischen Kontinent zeigt. EU-Troika & US-Ratingagenturen starteten mit der Rezession und dem Finanzcrash 2007/08 mittels Finanzpakt und Downgrades ganzer Staaten wie Griechenland, Portugal, Spanien, Italien u.a. die entscheidende Offensive für einen radikalen Abbau der europäischen Sozialstaaten! Das große Geld in Europa will das noch im parlamentarischen Rahmen durchführen. Darum die fast schon „1984“er-Sprachverrenkungen der Politikergarden, eine Politik, die Menschen ins soziale Elend stößt angesichts eines schier unvorstellbaren Luxus der Reichen als „sozial gerecht“ zu preisen. In Griechenland glaubt ein Gros des arbeitenden Volkes „ihrem“ Parlamentarismus solches schon lange nicht mehr. In Österreich 2012 gelingt das der Regierungsmacht leichter, weil wie gesagt hierzulande Kapital und reiches Kleinbürgertum als „kleiner Bruder“ des deutschen Imperialismus ökonomisch noch relativ stabil dasteht und die Dualität von kleinkapitalistischer ÖVP und bürgerlich-reformistischer Sozialdemokratie noch nicht die vollständige Zerstörung des Sozialstaates durchziehen mussten.   

Die wirkliche Provokation des Budgets 2012 

Die da „oben“ verschweigen wohlweislich, dass die aktuelle Schuldenkrise zu ihrem Großteil von der Finanzkrise 2008 herrührt! Die Linke und auch (anfangs) der ÖGB formulierten diesen Umstand zutreffend damit, „ihre Krise nicht zu bezahlen“! Das österreichische 70:30-„Sparpaket“ ist vor dem Hintergrund des 230 Mrd-Reichtums einer kleinen Minderheit in Österreich die wirkliche Provokation dieses Budgets! Auf vier Jahre befristet sollen die „Besserverdiener“ bloß rund 1,1 Mrd. Euro abgeben. Den Banken- und Konzern-Vorständen, Regierungsmitgliedern usw. stört es vielleicht ein wenig, wenn ihre 13. und 14. Monatsgehälter mehr besteuert werden als bisher (uns nicht!). Das wirklich große Geld in Ö bleibt allerdings völlig ungeschoren: Das Vermögen der Reichen und Superreichen vermehrte sich von 2010 – 2011 um 9,5% auf den bisherigen Höchstwert von 230 Mrd. Euro. „Allein die zehn reichsten Österreicher verfügen gemeinsam über insgesamt 63,5 Mrd. Euro.“ (Valluga AG, Liechtenstein, der standard, 1.9.2011)

 Lebenslänger und intensiver malochen und gestohlene 17 Mrd. Euro …

 „70%“ sollen halt wieder die Lohnabhängigen, BeamtInnen und PensionistInnen mit Einkommenskürzungen und Lebensjahren bezahlen. Rund 17 Mrd. Euro! Die sozialen Hämmer treffen allen voran die PensionistInnen, wo ehemaligen LohnarbeiterInnen und  BäuerInnen  7,3 Mrd. Euro mittels Pensionskürzungen, Frühpensionsverschlechterungen u.a.m. abgezogen werden. Das arbeitende Volk soll lebenslänger beruflich gebunden sein. 65-, 66-, 67- Jährige usw. müssen weiter malochen, unter Umständen voller Unwillen und Hass auf den Job. Vielleicht noch mit Leiden von früheren Arbeitsunfällen „gesundgeschrieben“ vom AMS in fremde Jobs vermittelt (weil auch der „Tätigkeitschutz“ gestrichen wurde). Die meisten Alten kommen dann ohnehin aus der Arbeitslosigkeit! Nur "sozialwissenschaftliche" bzw. ministerielle Lohnarbeitsfanatiker wie Bernd Marin oder Rudolf Hundstorfer wollen das nicht wissen. Da neigt man dazu, sie im Sinn von Seeböcks Häfenelegie zu fragen: "Hobs scho grobn?" Auch die „Pensionistenvertreter“ Khol & Blecha sangen in diesen Tagen voller Inbrunst das „Hoch die Arbeit“-Lied. „Altsozi“ Karl Blecha sollte vielleicht wieder einmal Paul Lafargues Schrift „Recht auf Faulheit“ lesen!

 Den Beamtinnen kommen mit Nulllohnrunden 2,5 Mrd. Euro abhanden, während gleichzeitig der Arbeitsstress durch totalen Aufnahmestopp verschärft wird. Keine „Massensteuern“ eingeführt zu haben, klopften sich Faymann und Spindelegger schließlich auf Schulter, wie gerecht verteilt das „Sparpaket“ doch sei. „Denn sparen müssten eben alle: Fünf Millionen Menschen mit Bausparverträgen und Zukunftsvorsorgeversicherungen, Vereinsmitglieder oder BäuerInnen werden Zuschüsse bzw. Förderungen im Geldwert von 3,4 Mrd. gestrichen. Fünf, sechs Millionen Menschen sind halt keine Masse …

 Wir brauchen eine Linkskraft in Österreich

 Die FPÖ ist relevant, weil ihr Wahlvolk gegen 30 Prozent geht. Das BZÖ gibt’s (hoffentlich) nach den Wahlen 2013 nicht mehr im Parlament. Beide Rechtsparteien könnten sich zum Sozialabbau-Budget der Regierung 2012 vielleicht diskreditiert haben? Sie wollen verstärkt ausgabenseitig „sparen“, d.h. das Kapital und die Reichen ungeschoren lassen. Während Straches semifaschistische Formation vor allem gegen die Geldtransfers an EU und Griechenland wetterte und schließlich doch noch auf den sozialpopulistischen Zug aufsprang, fehlte Buchers Möchtegern-rechtsliberalem BZÖ eine radikale „Verwaltungsreform“ offenbar mit massivem Beamtenabbau, Abschaffung des Bundesrates usw.

 Die Grünen wiederum fanden gerade die Ansätze im „Sparpaket“ zur Verwaltungsreform für positiv. Glawischnigs Kritik an der „sozialen Unausgewogenheit“ des Budgets kontrastiert zu ihrem zweiten Hauptvorwurf, dass die Bundesländer nur 2,7 Mrd. (statt 5,2 Mrd.) Euro zum „Sparpaket“ beitrügen. Offenbar haben die Grünen nicht Voves Sozialabbaupolitik in der Steiermark in Erinnerung, wo nach Spitalschließungen und Sozialamtskürzungen voriges Jahr 15.000 SteirerInnen auf die Straße gingen („Plattform 25“). Die ÖVP-dominierten Landeshauptmannschaften werden wohl (gegen den Widerstand vor allem kleiner Gemeinden) denselben Sozialabbau-Kurs fahren wie in der Steiermark.

 In Österreich fehlt eine Linkskraft! Es gibt zur Zeit keine gesellschaftlich relevante  Initiative, die zu diesem Sozialabbau-Budget klar und deutlich ausschließlich im Interesse der lohnarbeitenden, erwerbslosen und verarmten Menschen Nein zum Budgetentwurf der SPÖVP-Regierung sagt. Wir werden sehen, ob sich in der Basis der (sozialdemokratisch dominierten ) Gewerkschaften und in der Sozialdemokratie wieder eine Opposition entwickelt? Schlucken sie Faymanns Phrasen und Lügen, dass sein Koalitionskurs mit der reaktionären ÖVP zu einem „sozial gerechten“ „Sparpakets“ 2012 geführt hat? Und nehmen sie ihm ab, dass seine SPÖ-Führung weiter für echte Vermögenssteuern einsteht? Oder nicht?

 Unabhängig davon sollten sich alle Linken in diesem Österreich auf den Aufbau einer Linkskraft konzentrieren. Ich gehe nämlich davon aus, dass es in Österreich auf absehbare Zeit keine Streikkämpfe ähnlich wie in anderen EU-Ländern gegen „Sparpakete“ geben wird und bestenfalls eine linksreformistische Bevölkerungsminderheit plus einige tausend antikapitalistische Linken existieren. Es geht darum, was es heute an fortschrittlichem Potenzial in Österreich gibt bzw. wer sich gegen dieses Sozialraub-Budget radikalisiert? Es sind die vielen hunderten AktivistInnen in sozialen, feministischen oder antirassistischen Initiativen und Gruppierungen, die sich oft schon jahrzehntelang gegen Ungerechtigkeiten, Rassismus und Kapitalismus engagieren. Alle jene auch, die in der jüngsten Vergangenheit aufgestanden sind, in den Streiks 2003 bis zur Anti-Bologna-Studentinnenbewegung, so sie nicht durch die (Teil-) Niederlagen ihrer Kämpfe demoralisiert sind. Sie alle könnten eine Basis für eine neue Linkskraft in Österreich sein!

 Karl Fischbacher

Wien, 11.Februar 2012

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Von: "Hermann Dworczak5" <>

Betreff: 

Produktiver Linker Ratschlag am 14. 1. 2012

Datum: Sonntag, 15. Jänner 2012 06:47

 

  

PRODUKTIVER LINKER RATSCHLAG

 

Samstag den 14.Jänner fand in Wien eine weiterer bundesweiter "Linker Ratschlag" statt. 40 FreundInnen und GenossInnen diskutierten die grundsätzlich veränderte politische Lage- international und in Österreich und die daraus resultierenden neuen Herausforderungen für die Linke.

 

Bemerkenswert war die -relative- politische  Breite der TeilnehmerInnen: es kamen u.a. Mitglieder des "Forums Soziale Gerechtigkeit", der LINKE-Steiermark, der Initiative für eine Sozialistische Politik der SPÖ, des "Funken", der AIK, des Austrian Social Forum, des GLB und der KIV, von Labournetaustria, von ArbeitslosenInitiativen bzw. GenossInnen aus Oberösterreich, Niederösterreich, Kärnten und Innbruck. In solidarischer Manier wurden die aktuellen offen ausbrechenden Krisen des Kapitalsmus und die weltweiten Bewegungen und Revolten dagegen debattiert.

 

Auch für Österreich wurde angesichts des drohenden neuerlichen Horror-"Sparpakets" betont, daß es nun "ums Ganze geht" und GEMEINSAME  Gegenmobilisierung unerläßlich ist . Eine breite Kampagne rund um die Frage "Steuergerechtigkeit" wurde beschlossen (dazu gibt es die ausgezeichnete gleichnamige Broschüre des "Forums Soziale Gerchtigkeit). In ganz Österreich sind Veranstaltungen geplant, ein Plakat ist in Vorbereitung, kurz bevor das "Sparpaket" im Parlament beschlossen werden soll, wird es in Wien eine Demonstration geben, für die bundesweit mobilisiert wird. Zuersteinmal für  Wien wird ein Jour fix eingerichet, auf dem die aktuellen Ereignisse diskutiert und konkrete Aktivitäten beschlossen werden: erstes Treffen Freitag 20.Jänner 16h Amerlinghaus. Einige FreundInnen erklärten sich bereit eine bundesweite Koordinationsstelle einzurichten. Ihre mail-adresse: forumsozialegerechtigkei@gmx.at

 

 

Obwohl in der generellen Debatte die neue Lage herausgestrichen wurde und die Grenzen der bisherigen "Bewegungen"( international und hierzulande) einbekannt wurden ("Fehlen eines allgemeinen politischen Projekts"), gestaltete sich der Tagesordnungspunkt "Möglichketen der POLITISCHEN Kooperation der Linken in Österreich") bedeutend schwieriger- hier gab es bezeichnender Weise auch den einzigen "emotionalen Ausrutscher" des Ratschlags. Konstatiert wurde, daß "so nicht weitergemacht werden kann": Wildwuchs in Kleinstorganisationen, Sektieretum, bloß ein paar Mandate lukrieren etc. und mangels einer politischen Alternative Strache absahnen geht. Konkrete Beschlüsse, wie etwa in einigen politischen Kernfragen kooperiert und erste kleine organisatorische "Verdichtungen" erfolgen könnten, blieben jedoch aus. Dennoch gab es niemanden, der dieses Thema für "müßig" einschätzte. Im Gegenteil: die Debatte soll -vertieft- fortgesetzt werden.

 

             Hermann Dworczak (0676/ 972 31 10 )

 

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From: elmir georgiev7 77

Sent: Thursday, January 12, 2012 11:41 AM

Subject:

Re: Bitte folgende Punkte in der Tagesordnung für 14.1. berücksichtigen

 

Lieber Karl

 

      "Es ist sozusagen zu viel Geld im Umlauf!" ... ich wollte Deine Aufmerksamkeit auf einen Artikel im "Stern"  lenken .. "geld regiert die Welt, und wer regiert das Geld".

 

      Dabei bin ich über einen Beitrag von D. Meadows gestolpert.

 

      Auch wenn es mit dem  Linken Ratschlag nicht unmittelbar was zu tun hat, so sollte man mitelbar die Warnung vor Auge behalten.

 

      http://www.stern.de/politik/deutschland/club-of-rome-oekonom-wie-retten-wir-die-welt-herr-meadows-1748434.html

 

 

      Wenn ich "Geld regiert die Welt, und wer regiert das Geld" finde, schicke ich den Link.

      Das zuviele Geld ist nicht Cash. Es sind die in E-Form "gezüchtete" Derivate die Atombombe unter unseren Füssen (machen ca. 80% der div. Geldformen aus) . Und diese wird unweigerlich hoch gehen. Und wenn Mamon fällt .. wird  kein Auge trocken bleiben.

 

      lg

      el.

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Von: "LabourNet-Austria" < labournet@labournetaustria.at >

Betreff:

K.Fischbacher1

Re: Bitte folgende Punkte in der Tagesordnung für 14.1. berücksichtigen

Datum: Donnerstag, 12. Jänner 2012 23:08

 

Lieber Elmir,

 

folgende Statistik aus „NachDenkSeiten“ v. Albrecht Müller:

 

>>1980 betrug das Volumen auf den weltweiten Finanzmärkten gerade einmal zehn Billionen Dollar. Heute liegt es bei rund 170 Billionen Dollar. Der weltweit geschaffene Reichtum hat sich in dem gleichen Zeitraum von rund zehn auf 60 Billionen Dollar erhöht. Während die Reichtumsproduktion in der Realwirtschaft um das sechsfache angestiegen ist, sind die Finanzmärkte mit dem Faktor 17 aufgebläht worden.

 

 Die Umverteilung von unten nach oben ist eine entscheidende Ursache für die Aufblähung der Finanzmärkte. Jeder Euro, der in Lohnkämpfen nicht durchgesetzt wurde, stärkt das vagabundierende Kapital auf den Finanzmärkten. Jeder Euro, den wir uns nicht erkämpfen konnten, befördert die Anarchie der relativ verselbständigen Finanzmärkte. Jetzt in der Krise schlagen die Turbulenzen auf die Realwirtschaft zurück. Die Finanzmarktkrise hat bis zu einem bestimmten Punkt ihr anarchisches Eigenleben, aber sie ist letztlich nur möglich geworden weil in der Produktionssphäre die Beschäftigten in immer stärkerem Maße enteignet wurden. Große Teile des von  ihnen erarbeiteten Reichtums ist ihnen vorenthalten worden. Oder anders ausgedrückt: Die Beschäftigten haben sich nicht hinreichend durchsetzen können, bzw. haben die kapitalistische Verfasstheit der Produktionsweise mit all ihren Verwerfungen hingenommen. Insoweit ist die Finanzmarktkrise eine Krise der Produktionsweise.<<

 

Albrecht Müller argumentiert in diesem Artikel eben richtig, dass nicht eine „Geldschwemme“ die eigentliche Krisenursache ist. Aber im Punkt 3 will er dies mit einer falschen Antwort auf die Frage beweisen, warum z.B. die Citygroup in Not geraten sei? Weil ihr 100 Mrd. fehlen und wenn es eine Geldschwemme gäbe, „müsste dieses Geld doch jetzt zur Verfügung stehen“. Nun, die Konkurrenten auf dem Globus von chinesischen Banken bis zur Deutschen Bank haben die 100 und mehr Milliarden Dollar eingestrichen!

 

 Mit dem „zu viel Geld“ wollte ich ausdrücken, dass Kredit- und Derivate-Banker und Yuppies dazu tendieren, die Geldmenge aufzublasen, die gewaltige Geldblase zieht sich aber zyklisch immer wieder zusammen, wenn in der  der Produktionssphäre das Kapital die Lust zum Produzieren verliert, wenn der Fall der Profitrate zur steten Verminderung der Profitmasse geführt hat, Massenerwerbslosikeit wächst, Warennachfrage sinkt und das Kreditwesen in die Krise kommt mit all den Krisenverschärfungen durch „faule“ Kredite, wie wir sie 2007/08 ausgehend von der US-Immobilienkrise gesehen haben.

 

  Inzwischen – 2010 –  haben sich die Banker und Yuppies bekanntlich mit Billionen Euro/Dollar schon wieder kräftig erholt. Nicht umsonst sorgen sich alle Noten- und Zentralbanken seit Jahren bei der Leitzinsbestimmung um die Inflationsgefahr ….

 

  

Liebe Grüße

 Bis Samstag

 Karl Fischbacher

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Von: "Wilfried Hanser" <w.hanser@gmx.at>

Betreff:

M.Striebel1

 

Reaktion auf: Linke-Diskussion - Die fehlende Kraft

Datum: Sonntag, 08. Jänner 2012 23:36

 

...ja, ja, so läuft das nun schon seit Jahrzehnten:

 

Ihr drei seid großartig im Beschreiben und auch noch gut im Analysieren der

(durchaus nicht nur linken) Misere, aber kein Wort zur Behebung derselben.

 

Die Gründung einer linken Alterneative wird wie in den letzten Jahrzehnten

an der üblichen Schwächen dieser Gruppe scheitern:

*          die je eigene Partikularmeinung wird über die gemeinsame Zielsetzung

gesetzt. Daher werden die Splittergruppen sich wieder nicht vereinen. Ihnen

ist die vermeintliche Reinheit ihrer jeweiligen Spezialrichtung

(über-/ober-/anti - Marx-/Lenin-/usw.) wichtiger als die wirkliche Wende der

realen Politik in Österreich.

*          Aus dieser Grundhaltung fehlt die Fähigkeit zu koalieren zB mit

Linken anderer Weltanschauungen oder Religionen...

 

... und so wird auch diesmal nichts heraus kommen, weil man und frau Links

sich selbst im Wege stehen.

 

Schade,

meint

Michael Striebel

Kummenweg 4 A-6900 Bregenz / Austria

Tel: 0043 5574 82653 Handy/Cell 0043 664 7358 1632

AG Gerecht Wirtschaften

< http://www.kath-kirche-vorarlberg.at/organisation/pax-christi/

gerecht-wirtschaften  >

 

Am 07.01.2012 13:38, schrieb Wilfried Hanser:

Im Attachment schicke ich einen Text von Claudia Dworczak, Paul Habr und

Peter Ulrich Lehner zum Thema Linke Alternative.

 

Solidarische Grüße

 

Wilfried

 

 

Wilfried Hanser

Tel. 0680/ 402 99 71

Email: w.hanser@gmx.at

_____________________________________________________________________

Claudia1 Dworczak, P.Habr, P.U.Lehner, 7.1.12

Die fehlende Kraft

mi/zeitungl/texte/artikel/grundsatz 6

 Grundsätzliches zur aktuellen Lage

In der Welt rumort es. Sogar in der Weltzentrale des Kapitalismus, der Wall Street, versammeln sich Angehörige aller Bevölkerungsschichten und Altersgruppen gegen den entfesselten Kapitalismus.

 

Der Protest formiert sich allmählich zu einem Mainstream nicht mehr nur gegen „die Reichen“ und zur Forderung nach einer „Reichensteuer“. Auch das gesellschaftliche System, das diese provozierende Reichtumsverteilung hervorbringt, wird allmählich angesprochen. Doch die Ursachen dieser Auswirkungen werden nur von marginalisierten linken Minderheiten thematisiert. Die historische Linke, speziell die Sozialdemokratie, ist kaum zu vernehmen.

 

Die Ursachen dieser Krise liegen in der Struktur des Kapitalismus, im verselbstständigten „Mechanismus“ der privaten Kapitalanhäufung durch Ausbeutung der lebendigen Arbeit. Das bewirkt, dass „die kapitalistische Produktion … auf der einen Seite für die Gesellschaft verliert, was sie auf der anderen für den einzelnen Kapitalisten gewinnt“ (Karl Marx). Die Außerkraftsetzung dieser „automatischen“ Umverteilung von der Arbeit zum Kapital ist für die Sozialdemokratie so gut wie kein Thema. Sie hat ihre theoretischen Grundlagen verdrängt und ist keine gesellschaftspolitische Kraft mehr.

 

Von enttäuschten Wähler/innenmassen, und von kritischen Linken erst recht, wird sie nicht als Alternative wahrgenommen. Konservative, Liberale und Technokrat/inn/en dominieren mit ihrer „Rettung des Euro“ in den Medien. Zu einer „Schuldenkrise“ umgemogelt, wird ihr primär mit „Sparen“ begegnet. Weil Sparen in Haushalten mit kleinen Einkommen eine vertraute Wirklichkeit ist, funktionierte die Strategie bislang recht gut, zu behaupten, „wir haben über unsere Verhältnisse gelebt und müssen daher jetzt sparen“. So werden Benachteiligte zwecks weiterer Hinnahme ihrer Benachteiligung umnebelt. Bei Parlamentswahlen sinkt die Wahlbeteiligung und driften die Stimmen zu konservativen und rechten Parteien.

 

Das Fehlen einer wirksamen linken Alternative dürfte auch mit dem Zusammenbruch der europäischen Zentralverwaltungswirtschaften zu tun haben. Ihre anerkennenswerten öffentlichen Grundversorgungen in Bildung, Gesundheit, Wohnen und anderen Bereichen waren von einer politbürokratischen Herrschaft überlagert. Diese nannte sich selbst „sozialistisch“, obwohl Gedankenfreiheit und Meinungsvielfalt fehlten, Menschenrechte verletzt wurden, ein problematischer Produktionswettlauf mit „dem Westen“ eingegangen wurde und ein „mechanistisch“ missverstandener Geschichtsverlauf einer trügerischen Gewissheit über den „Sieg des Sozialismus“ Vorschub leistete. Dadurch wurden der Begriff Sozialismus und seine theoretische Grundlage Marxismus einer denunziatorischen Verleumdung ausgeliefert, so dass heute kaum eine sozialdemokratische Massenpartei mit beiden etwas zu tun haben will. Durch den Politbürokratismus wurde der Marxismus als „Erbe dessen, was im früheren, revolutionären Bürgertum an Humanem“ beabsichtigt war (Ernst Bloch), nachhaltig diskreditiert.

 

Doch anstatt den humanen Gehalt des Marxismus, seinen wissenschaftlichen Kritizismus und die dialektische Methode an Hand seiner authentischen Quellen gegen seine Dogmatisierung durch politbürokratisch-staatliche Machtapparate in Stellung zu bringen, wurde von der Sozialdemokratie unkritisch diesem Zerrbild des Marxismus aufgesessen und es als Vorwand benutzt, von ihm abzurücken. Damit begab sie sich des scharfsinnigsten Instrumentariums für die Analyse gesellschaftlicher Zusammenhänge des Kapitalismus als Grundlage für ihre Gesellschaftspolitik. Das verstärkte ihre Anfälligkeit für technokratische Politik.

 

Statt Demokratisierung als Voraussetzung für das Tätigwerden „der gesellschaftlichen Mehrheit im Interesse der gesellschaftlichen Mehrheit“ anzugehen, glitt sie in eine Anpassung an elitäre Wirtschaftsstrukturen ab, in denen „Führungskräfte“ als Marionetten im Kapitalverwertungsprozess den Benachteiligten vorgaukeln, sie könnten durch folgsames Sich-Aus­liefern an den Götzen Kapital zu Glück und Wohlstand kommen.

                                                                 Claudia Dworzak, Paul Habr und peter ulrich lehner 4.164 Zeichen

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Von: "Hermann Dworczak4" <>

Betreff: 

Thesen zum bundesweiten LINKEN RATSCHLAG am 14.1. in Wien : FÜR EINE NEUAUFSTELLUNG DER ÖSTERREICHISCHEN LINKEN

Datum: Sonntag, 08. Jänner 2012 08:46

 

 

 

 FÜR EINE NEUAUFSTELLUNG DER ÖSTERREICHISCHEN LINKEN

 

Vorbemerkung: Politik muß sich an den objektiven Gegebenheiten orientieren. Wenn sich diese ändern, noch dazu wesentlich, dann hat sich auch das politische Handeln darauf einzustellen. Mit anderen Worten: neue Zeiten verlangen neue Besen.

 

1. In einem gewissen Sinn hat eine neue Ära begonnen- eine Ära der offen ausbrechenden kapitalistischen Krisen( ökonomisch, sozial, ökologisch und politisch), eine Ära der ungeschminkten Klassenkonfrontationen.

 

2. Die herrschenden Klassen und die ihnen verpflichteten Regierungen - egal ob konservativ, sozialdemokartisch oder liberal- tragen dem zunehmend Rechnung. "Sparen" also Gürtel-enger-schnallen für die "Unteren" ist DAS zentrale Leitmotiv- begleitet von zunehmend autoritäreren politischen Varianten- (siehe die  Äüßerungen der EU-Granden ad Volksabstmimmung in Griechenland; die Entwicklung in Ungarn unter Orban;...).

 

3. All das hat (weltweit und in Europa) zu bedeutenden Massenmobilisierungen geführt: in der Bandbreite Revolte in den arabischen Ländern, Syntagma-Platz, Puerta del Sol, Occupy- movement bis hin zu  Stuttgart 21.

 

4. Realistisch gilt es zu sagen, daß auf der allgemeinen politischen Ebene bislang v.a. die (extreme) Rechte profitiert hat: Wahlerfolg der "Wahren Finnen", Abwahl der Sozialdemokraten in Spanien und Portugal, Etablierung von Technokraten- Regierungen (Italien, Griechenland), die verdammt an die "Notstands"regierungen der 20er und 30er-Jahre erinnern etc.

 

5.Diese allgemeine Entwicklung findet auch in Österreich ihren Niederschlag. Ein riesiges  "Sparpaket" wird geschnürt. Die SP und die Gewerkschaftsbürokratie läßt die "Kleinen" im Stich und einstreichen kann das alles- mangels einer politischen Alternative- Strache mit einem Mix aus Sozialdemaogie und Fremdenfeindlichkeit (siehe dazu den ausgezeichneten Artikel von Wilfried Hanser).

 

 

6. Wenn auch weitgeringer als in anderen Ländern formierte sich auch hier zu Lande Widerstand: Plattform 25 in der Steiermark, Aktionen im Sozialbereich in Oberösterreich, Konferenz in Tirol zu demokratiepolitischen Fragen usw. Schon früher gab es die 2 mächtigen Demos der Studis mit 40 000 bzw. 25 000 TeilnehmerInnen.

 

 

7. Aber wie in anderen Ländern gilt auch bei uns: Bewegungen kommen und gehen- sie ALLEIN bieten keine "Verdichtung", Kontinuität, langfristige Perspektiven. Hier wie international bedarf eines allmemeinen POLITISCHEN Projekts.

 

8. Die (kleine) österr. Linke steht daher aktuell vor einer doppelten Aufgabe:

 

- Teilnahme/ ja z.T. Initiierung von Bewegungen/Aktionen- insbesonders jetzt wo das "Sparpaket" in Ausarbeitung ist: kollektives Eingreifen in diese Debatte- u.a. mit der Broschüre "Steuergerechtigkeit" ( auch wenn man/ frau  ev. nicht mit allen Positionen darin einverstanden ist)

 

- gleichzeitig erste -kleine- Schritte der gemeinsamen politischen "Konstituierung". Wie die wenigen kritischen SPlerInnen in der Frage der "Schuldenbremse" erneut umgefallen sind ("Eh nur einfaches Gesetz und nicht Verfassungsrang")- wie wichtig  wäre es da gewesen , wenn eine politische Linke dem sichtbar (" political visibility") entgegengetreten wäre!

 

 

9. Konkret für den Linken Ratschlag heißt dies:

                                                                           - Beschluß einer gesamtösterreichischen Kampagne ad "Steuergerechtigkeit": Diskussionen mit linken SPlerInnen / GewerkschafterInnen/ Aktivistinnen der sozialen Bewgungen etc.; Aktionen vorschlagen- nicht nur reden.

 

- politische Kooperation auf der Basis der Übereinstimmung in Kardinalfragen

 

10. Wenn es der österrischen Linken nicht gelingt heute eine erste "primäre politische  Akkumulation" zu erreichen droht die Gefahr, daß künftige Entwicklungen  weitgehend an ihr vorrübergehen: Differenzierungen etwa in der Gewerkschaft, in der Sozialdemokartie etc. sind zweifelsohn unerläßlich für ein breites politisches Projekt. Aber schon jetzt gilt es Pflöcke in den Boden zu schlagen! Auch in der BRD etwa  ist die Linkspartei, der Austritt Lafontaines aus der SPD etc. nicht vom Himmel gefallen.. Es bedurfte einer entsprechenden "Vorarbeit" ( WASG,...). Genau um solch eine Vorarbeit können wir auch  in Österreich keinen Umweg machen.

 

Daher SCHLUSS MIT DEM ZIRKELWESEN- wo jede/r seinen Mini-Polit- Schrebergarten pflegt (das gilt auch für die KPÖ, auch in ihrer steirischen

Variante- wenn auch beider Gärten größer sind). Trotz einiger Bezirs- bzw. Landtagsmandate ist die bundespolitische Rolle der KPÖ minimal.

 

  

11. Spätestens 2013 gibt es Parlamentswahlen. Zum gegebenen Zeitpunkt schaut es NICHT danach aus, daß eine  plurale, linke Kandidatur möglich ist (auch beim letzten Mal wär es m.E. besser gewesen, NICHT zu kandidieren und sich mittel- und langfristig als LINKSPROJEKT aufzustellen).

 

Aber zweifelsohne wird es extrem wichtig sein, in einer Situation der allgemeinen politischen Sensibilisierung in die Wahlauseinandersetzung aktiv einzugreifen: mit inhaltlichen Alternativen, konkreten Vorschlägen, Aktionen etc.

 

Auch das wird es nur dann geben, wenn JETZT die Basis dafür gelegt wird: einige programmitischen Achsen/ ein gewisser gemeinsamer Handlungsrahmen/ einige wenige organisatorische Schritte (Koordination auf Bundesebene).

 

    Hermann Dworczak ( 0676 / 972 31 10 )

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Von >Friedlhuber4> < >

Betreff:

 

Vorschlag: Flyer zum Thema Steuergerechtigkeit

Datum: Freitag, 16. Dezember 2011 14:52

 

anbei zur Diskussionsanregung 2 Vorschläge für Demo-Flyer zum Thema: Steuergerechtigkeit.

a) Produktivität, Reallöhne und Profite(pdf)  b) "Unser" Steuersystem(pdf)

Die Flyer wurden nach dem Prinzip:

Wenige Schlagworte,

Eine Beleggrafik aus der Steuerbroschüre

Eine klare Forderung (Steuergerechtigkeit)

aufgebaut.

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Von: "elmir georgiev6" >

Betreff:

Steuergerechtigkeit / Wege aus der Krise

Datum: Dienstag, 29. November 2011 15:00

 

 

Deal All,

 

zumal einige Gruppen sich den Kopf - um den Aufprall an die Mauer, gegen der wir fahren, abzufedern -   über mehr Steuergerechtigkeit in Österreich zerbricht (während das vorherrschende Weltwirtschaftsparadigma, an seinen innerlichen wiedersprüchen gerade zerschellt) , würde ich gerne Eure Aufmerksamkeit auf die Leistungen/Gedanken dieser Platform lenken wollen:

 

http://www.wege-aus-der-krise.at/ueber-uns/allianz.html

 

http://www.wege-aus-der-krise.at/unsere-wege/unsere-kampagne.html   

 

, natürlich mit der Bitte diese Info weiter zu verbreiten.

 

 

Solte jemend darüberhinaus Interesse zeigen, so würde ich auch die Texte

 

http://www.umverteilung.at/index.php?id=222

 

http://www.steuerini.at/wochenkommentarebis2010.htm    -> diverse tageskommentare (da muss man sich die Überschrifften durchlesen)

 

http://www.umverteilung.at/index.php?id=219    - !!!!!!!!!!!!!!!

 

empfehlen.

 

lg

el.

 

Und für diejenigen die aber gar keine Ahnung vom Sprengstoff "Geld" haben .. hier "erklärt"  in 5 Seiten (die "Lösung" ist leider bei Gott nicht so leicht wie in dem Papier angedeutet)

 

http://www.tauschkreis-muehlviertel.at/1_3_0/a_3_72/Muehlviertel-Aktuelles-/Unser-Geldsystem-Ein-System-mit-Verfallsdatum.html

 

(bitte im google unter "Unser Geldsystem ein system mit verfallsdatum" selber suchen (texte und youtube-videos))

 

sowie auch ein Link zum Prof. Franz Hörmann's ("Das Ende des Geldes" !!!!! / Galila Verlag , 2011)  Beitrag im Standard:  

 

http://derstandard.at/1285200656759/derStandardat-Interview-Banken-erfinden-Geld-aus-Luft

 

siehe auch   www.geldreform-jetzt.de  oder sogar

http://www.timesozial.org/fileadmin/Download/Neues_Geld_-_Neue_Welt_V3.03_Web.pdf  - auch für Einsteiger gedacht 

 

lg

el. 

_________________________________________________________________________

Von: "elmir georgiev5" >

Betreff:

Steuergerechtigkeit / WG: [Beigewum] Vermögensungleichheit USA 2007-2009

Datum: Dienstag, 22. November 2011 15:13

 Dear All!

 Vielleicht kann dieses Papier (PDF-File) noch Ideen für das Steuergerechtigkeitsdoku. gebären, resp. Beispiele für Graphiken liefern.

 

Dank und lg

el.

 

--- Schuerz, Martin <Martin.Schuerz@oenb.at> schrieb am Mo, 21.11.2011:

Von: Schuerz, Martin <>

Betreff: [Beigewum] Vermögensungleichheit USA 2007-2009

Datum: Montag, 21. November, 2011 11:43 Uhr

 Von der Fed wurde eine außertourliche Erhebung zu privatem Vermögen in den USA in der Krise durchgeführt. Zielsetzung war es, festzustellen, wie sich die Vermögenspositionen der privaten Haushalte in den USA im Zuge der Finanzkrise verändert haben. Der Survey of Consumer Finances (SCF) wird ansonsten regelmäßig alle drei Jahre seit 1983 erhoben. Die Fed verglich nun die Vermögenssituation der US-Bevölkerung im Krisenjahr 2009 mit jener im Vorkrisenjahr 2007. Es wurden dieselben Haushalte befragt (Paneldaten).

 Wichtige Ergebnisse (paper anbei)(pdf):

1.     Enorme Stabilität in der Vermögensungleichheit in den USA seit den 1980er Jahren. Der Anteil des obersten 1 % bleibt bei einem Drittel des gesamten Vermögens aller Haushalte (33,3%). Und dies obwohl die Vermögensverluste auf die Reichsten konzentriert waren; d.h. absolut verloren die Reichen zwar beträchtlich (99. Perzentilwert: 9 Mio. USD 2007 Rückgang auf 7 Mio. USD 2009); relativ betrachtet verändert sich in der Krise für die Reichen nichts (2007: 33,3%).

2.     Fast die gesamten Anleihen werden von den reichsten 10% in den USA gehalten; und fast 2/3 hat das reichste 1 %. Auch Unternehmensvermögen ist enorm konzentriert: über die Hälfte wird vom obersten 1% gehalten

3.     Der Anteil der unteren Hälfte der privaten Haushalte (0-50%) am gesamten Vermögen aller Haushalte sank von 2,5% auf 1,5%. Hatten die unteren 50% schon vor der Krise – relativ gesehen - fast nichts an Vermögenswerten, so sank dieser Wert in der Krise signifikant.

 

-----Integrierter Anhang folgt-----

-----------------------------------------------------

http://www.beigewum.at/

Beigewum Maillist  -  Beigewum@wu-wien.ac.at

https://lists.wu-wien.ac.at/mailman/listinfo/beigewum

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Von: "elmir georgiev4"<>

Betreff:

 Steuergerechtigkeit. / Teil 3 - last


Datum: Freitag, 11. November 2011 16:30



Dears, anbei "Steuergerechtigkeit Teil 3 / Last"


Fried schrieb

- „sollten wir eben die Zentralpunkte als Forderung an den Gesetzgeber zur Änderung des Steuerrechts erarbeiten und den komplizierten Rest (etwas oben: „das Steuerthema sehr komplex ist“) der Selbstorganisationskraft des Gesetzesapparat und der Gesellschaft überlassen (natürlich nicht unbeobachtet)“

-> Na jooo ?!?! – war den nicht das Thema bis jetzt „der Selbstorganisationskraft des Gesetzesapparat und der Gesellschaft überlassen“ ???

Da brauchen wir dann e nix weiter machen ?! Ist eh in Guten Händen ;-)

----------------

Keine „Geringe“ als die Sehr geehrte Frau Radiceva – ihres Zeichens Slowakische Ministerpräsidentin – klärt uns gerade auf, dass „die Schulden sind Resultat unverantwortlicher Politik“ !!! (Märkt Euch das ein für allemal!!)

In den heutigen Kurier (Zeitung von der ich keine gute Meinung habe), erklärt uns der Herr Bernhard Gaul aus Brüssel, dass „wenn die Wirtschaft nicht mehr wächst, werden weniger Steuern gezahlt (???) was wiederum negative Folgen für die Staatsverschuldung hat“

Muß i’ die g’spiebene Aussage Wort bei Wort zerpflücken???

Diese Gekotze ist deswegen allgegenwärtig geworden, weil wir ALLES „der Selbstorganisationskraft des Gesetzesapparat“es, den Herrschern dieses Apparates – die herrschende Klasse-, und dessen Werkzeuge – die hirnwaschende Medien - überlassen haben.

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- „des sozialen Lebens eine sozialgerechte Welt angestoßen werden kann“ .. „sozialgerechte Welt“

Im Kurier lese ich auf Seite 12 : „Strom und Jobs für die Welt“ / „Armut, Krankheit, Arbeitslosigkeit: Soziale Investoren wollen diese Übel aus der Welt schaffen. Aktuell beraten sie in Wien“. („Soziale Investoren“ … *Trennen in meine Augen*)

Der Gutmensch Bankdirektor Yunus (Die Micro-Kreditenbank .. mit 20% Zinsen / siehe auch dazu Chr. Felber „Neue Werte für die Wirtschaft“) ist natürlich dabei.

„Strom und Jobs für die Welt“ … !!

Ei , Leut’l !!! wir sind 7.000.000.000 Affen auf dera Welt. Vor 50J. waren es noch 3.000.000.000

Für Alle „Strom und Jobs“ !!!

Bei der Armut (wenig Konsum), die wir jetzt weltweit haben, haben wir derzeit einen EFP von 3.7 Planeten.
Und wenn wir für „Alle Strom und Jobs“ „besorgen“ …. dann stehen wir bei EFP von 370.

Nur .. bei EFP von 5 … sind wir scho’ „über Gut und Böse“ .. dieses Mal WIRKLICH „für ALLE“ .. und zwar gleichverteilt.


Wir leben bereits im 3-en Weltkrieg!! Uns fehlt es an Biosphäre!!!

Zurück zur „Steuergerechtigkeit / Teil 3 – last“

Einige Bemärkungen …

a. was in den Köpfen des „gemeinen Folkes“ vorschwebt:

- „Verteilung von unten nach oben“ (Seite 2/Text Trautl ).. wie funktioniert den das in der Praxis ?? (fragt sich der Ottonormalv.)

- „Ihr – die Reichensteuer wollt – agiert NUR aus GIER“ sagen die, mit der Moral „Jedem das Seine“, erzogenen. („Dem Bischoff das Bischöfliche“, „Die Reichen haben für ihr Reichtum was getan (zum unterschied von Euch, Nokat’n) ! Siehe z.B. den Mateschitz, Ihr widerlichen Reichenhasser“ )

b. Es wird der Eindruck erweckt, dass man nur „physische“ Personen in’s Visier nimmt. Was ist mit den „juristischen“ -> Sprich Bilanzanpassung durch Gruppenbesteuerung -> steuermindernd

c. Seite 2 (Text Trautl) ; Punkt 6 : „Sozialeistungen wurden gekürzt“
Manch eine Aussage aus manch einen Anlass lautet „Unser Staat ist eh übersozial“ . Folgt -> „zu Recht die Kürzung der Sozialleistung!“
Die Sache wird „optisch“ anders aussehen, wenn die Aussage konkreter ist. Z. B. „Kürzungen im Bereich der Alterspflege“, etc.

d. Seite 9 : „Die Masse der Haushalte erbringt 2010 mehr als 81% des gesamten
Steueraufkommens, während … nur 18 % ….“ -> Visualisieren wäre noch
Überzeugender

e. Seite 17 / zu Arbeitslosen-Graphik -> Bitte die letzte Bemerkung lesen.

f. Seite 19/ Milton Friedman wird … quasi löblich .. erwähnt?? (Feinspitzig ist das nicht)

g. Seite 19 / Text : „Dabei wird deutlich, dass rund eine Million ÖsterreicherInen ….. verfügt“ -> da fällt mir eine Statistik (Grafik) nach Erinnerung ein: 25% .. der WTätigen kommen mit dem Verdienten nicht aus; 25%.. kaum; 50% reicht aus bis überfluss.

h. Seite 20 / zu dem Balkendiagramm -> Unter der X-Achse eine lineare Skala (Linie) … mit eingetragenen 1% und 50% -Skalaanteile und Zuordnungspfeile zwischen den Vermögensbalken und den Prozentuellenanteil der Bevölkerung

i. Seite 24 / Abbildung 14: -> Tabelle in Graphikform darstellen.

j. Seite 26 (Leo Gabriel) / Punkt 5: „Die von Alfred Dallinger …. Beschäftigt“ - Bitte die letzte Bemerkung lesen.

Last Bemärkung:

Gut! Wir haben die Reichen zur Kasse gebeten, und der Fiskus ist uns dankbar!

Was soll er aber mit den Mehreinnahmen machen?

Diese notwendige Überlegungen fehlen dem Text !!!!!!!

Sollen mit den Mehreinnahmen Staatsschulden abgebaut werden?

Na ja .. Staatschulden – die man unter Kontrolle halten kann - sind ja gewollt! Von den Anleihenkäufer !!! Aber das sind ja genau diejenigen die soooo viel Geld haben und die wir über die Reihensteuer zur Kasse bitten wollen?? (egal ob diese dann als Privatpersonen oder durch Gärtenhecken-Vereine (Hedgefonds) beim Anleihenkauf dabei vertreten sind)

Das ist ein Nullsummespiel.

( Der Konstrukt, dass der Staat, um zu Geld zu kommen, sich durch Staatsanleihen, die er auf Zeit vergibt, finanzieren „muß“ , ist schon mal ABSURD)

An der Stelle möchte ich EUR ALLER AUFMERKSAMMKEIT AUF DEN FAKT, DASS DIE ARBEITSWELT SICH DRAMATISCH VERÄNDERT UND DAS WIR MIT VÖLLIG VERÄNDERTE ARBEITSMARKT SITUATION (SUKCESIEV) KONFRONTIERT SIND, LENKEN!

(Literatur: J.Riffkin „Das ende der Arbeit und ihre Zukunft“, resp, Vivienne Forester „Terror der Ökonomie“ , resp. Absätze aus „7 Krisen, 1 Crash“ (Wini Wolf))

Vieles Euch bekante über Investitionen und Arbeitsmarktbelebung (Keynes) ist OBSOLATE.
Details möge man hier oder jetzt nicht ansprächen, es soll aber als Mehreinnahmenzweck die Meisterung dieser Situation in Betracht gezogen werden: Früh in der Pense zu gehen, den Jugen mal auch hackeln erlauben.

Dies ruft aber an der Tagesordnung noch eine Frage!

Was machen die Frühpensionisten in ihrer Freizeit und ausreichend Geld?

Gut leben! No na ! .. Aber „Gut leben“ heißt Freizeit haben, Konsumieren und Reisen (FLIEGEN) … und das wiederum – nur durch die Kaufkraft eingeschränkt – führt zu Beschädigung der Biosphäre !

Wenn die hier Lesenden es als notwendig erachten, können wir diese wichtige Punke in Diskussionsangriff nähmen

Aber für heute …. BASTA !

Lg

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Von: Friedhuber3<>

Betreff:

 zu: Steuergerechtigkeit


Datum: Freitag, 11. November 2011 11:30

El schrieb:

---
Klarstellung des Sinn der Steuer / Ist man zu "rechten" Superreich

Wir wollen doch "die Masse der Bürger" in der Notwendigkeit einer "Reichensteuer" ("Gerechte Steuer") überzeugen.

Befassen wir uns daher mit der Frage "Was ist die Steuer für den Ottonormalverbraucher/In?"

Es lassen sich folgende Wahrnehmungen feststellen:

B: "Steuer ist ein scheiXX Zwang zu Abgabe eines großen Teiles unseres schwer verdienten Geldes an den Beamtenstaat, damit er diese unsere Gelder für blödsinnige Sachen, an Brüssel und an den Sozialschmarotzer ausgibt/nachschmeißt "

A: Man definiert die Berechtigung des Daseins in der Gesellschaft über den Fakt ob man Steuer zahlt oder nicht zahlt. "Zahlst Du Steuer bist Du uns gleichberechtigt; zahlst Du keine .. bist Du ein Parasit, den WIR tragen" (Ich z.B. bin gerade jetzt so einer .. und Ihr tragt mich gerade. fühlt Ihr die 73 kg auf Eure Schultern .. gerade jetzt??)

Was können wir mit diesen Ansichten anfangen, bzw. diese soweit für das angestrebte Begehren nach "Steuergerechtigkeit" zu Nutze machen?

----------

"A:" ist sehr emotionell und das sollte man sich zu Nutzen machen in den man den Spieß umdreht und fragt :
"
Du hakelst Tag und Nacht; Du schläfst nicht, weil Du die Zukunft Deines Arbeitsplatzes oder Kleinbetriebes ungewiss ist, Du kommst kaum über die Runden, aber Du zahlst brav (!!) Deine Steuer .. auch wenn diese für Dich eine große Bürde sind.

Was denkst Du über die Tatsache, dass diejenigen, die in Saus und Braus schwimmen, die nicht einmal selber arbeiten müssen, sondern das Geld für sich arbeiten lassen.. die zahlen verhältnismäßig wesentlich geringere Steuer als Du?

Wieso kannst Du Dir kein Segelboot leisten (?), DIE aber .. 5-Deck-Jachten besitzen?
Weil sie verhältnismäßig wesentlich geringere Steuer zahlen als Du!

Wieso liegt die Lasst "die Gesellschaft zu tragen" überproportional auf Deinen Schultern, und nicht auf deren?
Weil sie verhältnismäßig wesentlich geringere Steuer im gesellschaftlichen Geldkreislauf einzahlen als Du!

Kannst Du ein Teil Deines Einkommens steuersparend in eine Stiftung stecken?
Wo ist das Demokratieprinzip, wenn andere dies tun können, Du aber - realwirtschaftlich gesehen - nicht?

Wills Du Denen das weiter erlauben?
"

Punkt "B:" ist wesentlich komplexer und wird einiges an Aufklärungstext bedürfen!
Dazu kommt die objektive Tatsache, dass mittelfristig die Bedingungen/Umstände, wie man überhaupt steuerpflichtiges Einkommen lukriert, sich stark verändern. Diese Tatsache (die kein Trend mehr ist .. sondern eben Tatsache) .. muss in der Forderung nach eine Steuerreform unbedingt einfliesen! Denjenigen, die darin unnotwendiges Grübeln sehen, kann ich nur entgegnen, dass sie "den Wunderwürfel (Cubik-Rubik) nur nach eine Farbe richtig stellen wollen - die Superreichen sollen mehr zahlen -; die restlichen 5 Farben .. wollen sie ignorieren."

Vergessen wir bitte nicht, dass das Steuerwesen eines der grundlegendsten Steuermechanismen des modernen Staates ist und "etwas hier zu übersehen , oder außer Acht zu lassen", wird fatale Folgen haben.

Daher sind auch Gedanken über das "Umfeld" - wie man überhaupt zu steuerpflichtiges Einkommen gelangt -, und dessen mittelfristige Veränderung, von Notwendigkeit.

Aber Eins nach dem Anderen!

Das Grundübel in das Denkmuster "Steuer ist ein scheiXX Zwang zu Abgabe eines großen Teiles unseres schwer verdienten Geldes an den Beamtenstaat, damit er diese unsere Gelder für blödsinnige Sachen, an Brüssel und an den Sozialschmarotzer ausgibt/nachschmeißt" liegt darin, dass .

Ottonormalverbraucher/In in SEINE Steuer DIE AUSSCHLIESLICHE QUELLE gesellschaftlicher Prosperität sieht .. und dieses wertvolle Ding wird IHM für nichts und immer nichts weggenommen!!!!

Und da Steuer = Geld - welches (unter Umständen) an einen, wie auch immer gearteten, "Wert" hängt - ist, ist es unausweichlich den Ottonormalverbaucher/In was besseres aufzuklären!

Nämlich über die VEREINFACHTE Zusammenhänge: Arten der Wertentstehung (Arbeit; Naturschätze) -> Die Grundlage/Natur der 3 am weitest verbreiteten Geldformen (Zentralbankgeld; Kreditgeld; dar Rest bis zu M3 (was ein Pulverfass ist))-> die Geldzirkulation (Vorerst unter der Annahme das der Wirtschaftsreproduktionsprozess sich unendlich viel/lang drehen (wiederholen) kann - ein Hamsterrad eben) -> der Anteil/Platz SEINER STEUR in diesen Gefüge.

Die dabei angestrebte Schlussfolgerung möge lauten: "DEINE STEUER , BÜRGER/IN, sind durchaus lobenswerter Anteil an das gesellschaftlichen Leben, aber die entscheidende Grundlage für so eines ist das Funktionieren des gesamten Wirtschaftskreises. DU . trägst Deinen Biertag anteilsmäßig bei; Die Superreichen .. nicht(!), und durch das sich ersparte (nichteingebrachte) Geld . torpedieren diese das Gesamtsystem und damit auch DEINE Bemühungen!"

Es ist unausweichlich, dass man in dieses Bild - jaaa, das wird all zuletzt nebst eine Erzählung auch eine Zeichnung sein - wir SEHR SCHEMATISCH das Entstehen/Verschwinden von (Buch)Geld und das indexbasierte Zentralbankgeld schildern werden müssen - weil SEINE STEUER sind ja Geld (!!!!!) - , sowohl auch die Spalten, die das "Abfließen" von Geld aus diesen Kreislauf erlauben, nämlich der unproportional niedrige Steuersatz für Superreiche. Letzteres erlaubt denen dann das Anhäufen von "unverbrauchtem" Geld, um dieses dann "für sich (für denen) arbeiten zu lassen".

Und aus Draufgabe wird man dann, die über den Zins(eszins)-Effekt ablaufenden, 2 Phänomene vor Auge vorführen werden müssen:

1. die unausweichliche Explosion des Geldsystems (weswegen auch der Schlachtruf nach NOCH MEHR PRIVATISIERUNG .. um (in absehbare Zukunft wertlose) Geld(scheine) gegen Sachgut oder Recht auf Monopol über Dienstleistungen zu tauschen, zu hören ist)

2. Vorerst aber aufzeigen wie das Prinzip "Die Armen werden immer ärmer, die Reichen .. immer Reicher" über die Zins(eszins)-Pumpe "ganz von selbst funktioniert" (über die Preisbildung).
Letzteres Vorgehen greift auch die Moral die postuliert, dass die "Superreichen mit Rechtem superreich geworden sind" an.

An dieser Stelle irgendwo, wird man auch für die Vergesellschaftung der Banken plädieren.

Es ist zu erwarten, dass man probieren wird die o. a. Argumente, mit der Begründung "die Rahmenbedingungen um Geld zu "machen" haben sich verändert", zum Fall zu bringen.

Und diese Argumentation ist nicht Grundlos!

Ohne in Details zu gehen - da kann man viele Seiten darüber schreiben - skizziere ich, diejenigen Veränderungen bei der Wertschaffung (durch Arbeit und Naturschätze) die bereits - oder mittelfristig - schlagend werden. Dies wird sich direkt und drastisch auf die "Geldentstehung/Vernichtung" - und daher auch auf die Steuereinnahmen - auswirken.

Das bis weile eingesetzte Steuersystem setzt den Reinlandkapitalismus vor: BSP-Wachstum, neue Absatzmärkte, (fast) dominierende Handelsstellung, (fast volle (ausgelastete)) Beschäftigungsverhältnisse (niedrige Arbeitslosigkeit), uneingeschränkte Ressourcen, regionale Produktion, resp. durch die nationale Gesetzgebung "nationale Wirtschaftsregionen", der "Mensch wurde noch gebraucht auch als Herstellungskraft" , und so weiter.

Veränderungen: (aktuell oder baldige) :

Der Mensch ist zu NUR Kostenfaktor geworden, wenn gleich man ihn als zahlender Konsument dringend braucht. Seine Arbeitskraft - für die er Gehalt bekommt um Steuer zahlen zu können - ist durch den Roboter (bei der herstellenden Industrie) ersetzt worden oder sein Arbeitsplatz ist ausgelagert.
Die (billige) internationale Konkurrenz explodiert; das Wegfallen von Handelsschranken, resp. die enorm angestiegene Waren/Rohstoff-Transportmöglichkeiten haben eine Revolution mit sich gebracht; die Welt wird durch die "Grossen" neu aufgeteilt; die Ressourcen schwinden mit Affengeschwindigkeit; die Arbeitsbeschäftigungsmöglichkeiten, die der "5-te Kondratief" mit sich gebracht haben, sind schon abgeflaut; die Wirtschafts- und die geopolitische Macht ist bei einigen wenigen konzentriert . Die "kleine und mittelgroße Wirtschaftszelle", ja gar ganze Nationalmärkte, verschwinden oder werden "integriert" und/oder umorientiert; das Tempo gibt der Computer vor; Konsum bildet die Grundlage des Kreislaufs,, ... pi pa bo.

Die Welt verändert sich drastisch in der Qualität und schnell im Tempo .. wenngleich es aber noch kein neues, bereits eingesetztes Gesellschaftsmodell gibt.

Und diese Situation wollen wir NUR im Rahmen eines veralteten Steuermechanismus - das bis weil verwendete Steuerwesen -, mit nur ein paar Korrekturen betreffend höhere Beiträge der Superreichen, meistern????

Das kann doch Niemandem Ernst sein??!!


Als "ad hock" Gegenmaßnahme kann einen - im Rahmen der "Steuergerechtigkeit"-Initiative - geforderter Zahlungsmittelumstieg in Betracht gezogen werden!

Die internationale Währung (Dollar/Euro) bleiben in .AT aufrechterhalten; der nationale Erhalt nationaler Wertschöpfung wird durch die (wieder) Einführung vom "neuen Schilling" durchgesetzt; "special purpose money" ( nein. ..nein.. nicht Regionalwährung a la "Waldviertler") wird als Parallelwährung - ohne Zinsdruck - eingeführt. Letztere dient als (krisensichere) Werterhaltungswährung, die für Gemeinwohl- resp. Soziale- oder Kulturelleleistungen vergeben wird.

Das war es für heute!

Noch ein Punkt bin ich schuldig: Ausgewählte Passagen aus dem unterbreiteten Text / resp. neue Steuerung des Konsums . resp. Wohin mit den neuen Steureinnahmen ?

Ich stimme Al zu, dass das Steuerthema sehr komplex ist - aber:
Weil es so ist, sollen wir uns auf die Kernthemen beschränken:
- Erbschaftssteuer
- Finanztransaktionssteuer
- Vermögensbesteuerung (natürlích vorsichtig, damit wir über die Grundsteuer nicht einen Vermarktungsdruck erzeugen, der nicht gewollt ist)
- Soziale Bindung der Steuermittel (ev. Negativ-Steuer)

Eine Ausweitung auf die Währungsdiskussion halte ich für kontraproduktiv.
Aus meiner Sicht sollten wir hinter der Euro-Währung stehen (auch wenn sie wankt), einfach um nicht alle Bereiche die Basis zu entziehen - und:
Das Steuerthema hätte das Potential, dass wir für die Bevölkerung soziale Sicherheit erreichen können, auch wenn die Währung crasht.
Es ist aus meiner Sicht nicht wahr, dass die Währung der zentrale Punkt ist - dazu ist das Wirtschaftsleben zu komplex vernetzt.
Also:
Wir sollten aus meiner Sicht unsere Kräfte und Kreativität auf das Steuerthema bündeln, da auch mit diesem Aspekt
- des sozialen Lebens eine sozialgerechte Welt angestoßen werden kann,
- ATTAC hier schon viel Vorarbeit geleistet hat,
- nun auch die Gewerkschaft sich dem Thema nicht entziehen kann
- und auf dem Sektor noch nationale Gesetzänderungen möglich sind (also nicht alles gleich global gefordert werden muss, was einem Abwürgen gleich kommt).

Also:
Aus meiner Sicht sollten wir eben die Zentralpunkte als Forderung an den Gesetzgeber zur Änderung des Steuerrechts erarbeiten und den komplizierten Rest der Selbstorganisationskraft des Gesetzesapparat und der Gesellschaft überlassen (natürlich nicht unbeobachtet)

PS.: ich stelle diese Diskussion auf das Labor-Net - bitte raschen Einspruch, wenn nicht erwünscht...
Wolfgang F.

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Von: "elmir geogiev3<>

Betreff:

Vertrauen Sie "Denen" immer noch ?


Datum: Sonntag, 06. November 2011 18:46

Hallo, 99%!

Vertauen Sie "Denen" immer noch ?

Glauben Sie "das Schlimmste ist vorbei" ?

Glauben Sie in Europa lief es anders?

Fragen Sie sich, wohin das führt ?

Auf English (mit BG Untertiteln) : http://www.dokumentalni.com/?p=985

lg

el . -- the 0.000000001%


--- elmir georgiev <> schrieb am Fr, 4.11.2011:


Betreff: [demokratische_wende] der Max und der Oide Vladimir Ilitsch



Datum: Freitag, 4. November, 2011 14:29 Uhr

Der Max redet da von ""Finanzoligarchie" aus Investmentbanken, Hedgefonds und Ratingagenturen. Diese "dominierende zivile Weltmacht"

http://kurier.at/wirtschaft/4311999.php

Der Oide Vladimir Ilitsch hat eh scho vor 90 Jahren diesen Begriff - "Finanzoligarchie" - eingeführt

http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Imperialismus_als_h%C3%B6chstes_Stadium_des_Kapitalismus

(Wäre nur zu aktualisieren dass wir in 2011 .. 7 Milliardend sind; der Computer gibt das Thempo an; die Biosphere zimmlich lediert ist.. und das Öl wird uns knapp)

.. und wir machen weiter so !!!

lg
el.

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Von: "Wolfgang Friedhuber2." < >

Betreff: Diskussionsbeitrag zu Steuergerechtigkeit II
Datum: Dienstag, 01. November 2011 10:48

Das aktuelle Finanz- und Wirtschaftssystem ist am Ende. Ende heißt dabei, dass die Partizipation der breiten Massen am Wohlstand zugunsten eines übermäßigen Fruchtgenusses einiger Weniger eingeschränkt wird (Pensionskürzungen, Lohnkürzungen, prekäre Arbeitsbedingungen, Ausgrenzung aus der Gesellschaft). Dies ist eine systemimmanente Folge des neoliberalen Wirtschafts- und Geldsystems (Geldemission durch privaten Finanzmarkt, Geldemission nur gegen Zins, Privatisierung aller Mittel in der Hand weniger).
Häufig wird verlangt, dass das Zinssystem abgeschafft wird oder dass eine Wiederverstaatlichung durchgeführt wird oder dass die Währungshoheit wieder unter parlamentarische Kontrolle gestellt werden soll. Diese Forderungen sind nicht falsch, aber im aktuellen Machtgefüge kaum ohne Gewalt durchzusetzen.

Nun gibt es aber eine zweite Achse, welche der Verelendung genau so effizient entgegenwirken kann und die noch nicht so vollständig propagandistisch mit einem Geflecht von neoliberalen Schwefel zugedeckt ist wie z.B. die viel propagierte Marktwirtschaft, gegen die man halt nichts könne. Dies zweite Achse ist die Steuer!

Die Steuergesetzgebung liegt noch vollständig bei den demokratischen Institutionen und kann daher von der Bevölkerung noch über Wahlen oder Druck auf Lokalpolitiker geändert werden. Ein gerechtes Steuersystem erlaubt es auch, sozial Schwächere abzusichern. Wenn also die neoliberalen Finanzjongleure die Währungen entwerten, kann nur ein gerechtes Steuer- und Sozialsystem die Verelendung der unteren Schichten verhindern (die Sparguthaben werden dann ja entwertet).

Natürlich ersetzt der Einsatz für Steuergerechtigkeit nicht vollständig den Widerstand gegen das kapitalistische Wirtschaftssystem neoliberaler Prägung mit all seinen negativen Auswirkungen. Es macht auch den Protest gegen Demokratieabbau und Finanzakkumulation nicht gegenstandslos - aber die Sicherung einer Sozialpolitik ist über eine gerechte Steuerpolitik möglich. Eventuell sogar mehr. Ist das Steuergesetz ein bisschen solidarischer als jetzt, dann werden eventuell auch die ärgsten Auswüchse der Privatisierungsgier und des Entzugs von Produktionsmittel durch Kapitalisten gebremst.

Meine Ansicht ist:

Steuergerechtigkeit erspart uns eventuell einen blutigen Aufstand!

... und solange noch Reste einer Demokratie existieren:

Nehmen wir endlich unser Recht als Souverän wahr und zwingen unsere Vertreter die in unserem Namen regieren, auch in unserem Sinn zu regieren!

Steuergerechtigkeit ist so ein Punkt, auf den wir eigentlich ein Anrecht hätten und den unsere "Vertreter" verpflichtet wären zu erfüllen.

Graz, 1.11.2011, Wolfgang F.
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Von: "Friedhuber1" <>
Betreff:
 Diskussionsbeitrag zur Steuergerechtigkeit I

Datum: Samstag, 29. Oktober 2011 16:40

Hallo El,
zuersteinmal: leider kann ich einige Deiner Filmlinks nicht folgen (Sprachproblem) daher weiß ich nicht, ob ich dich ganz korrekt verstanden habe.
Ich glaube in Deiner Darstellung 2 Linien zu sehen:
1.) Was kann der Einzelne machen, wenn sich das System nicht ändert.
2.) Wie ändert sich das System ("systemkonform").
Zu 1.)
Wenn sich das System nicht ändert, ist es tatsächlich, dass sich jeder selbst der Nächste ist und Gold und Realitäten anlegt um der Ausbeutung des Finanzsystems halbwegs zu entkommen. Wenn sich das System nicht ändert, ist es für den Einzelnen ratsam, sich am Verhalten des Systems zu orientieren und das Systemverhalten so gut es geht zu imitieren.
Zu 2.) Was ändert sich, wenn sich das System "systemkonform" ändert? Nun nichts. Die systemkonforme Änderung läuft gerade. Sie arbeitet mit Gesetzesänderungen, welche die Privatisierung (sprich Aneignung aller Realitäten) zugunsten einer Kapitalschicht ermöglicht und dann gibt es eine Währungsreform im Verhähltnis 1:100 oder schlechter (Die Geldmenge, die aktuell auf den "Markt geschmissen" wird, muß ja wieder abgebaut werden). Diese Geldentwertung betrifft hauptsächlich die unteren Schichten, die ihr Kapital nicht beweglich haben (Pensionen, Sparguthaben usw. siehe 1947).

Daher: keines von Beidem ist wünschenswert!
Es gibt Alternativen dazu!
Die Forderung der Steuergerechtigkeit ist eine Möglichkeit. Wird die Einhebung der Steuer so gestaltet, dass die großen Vermögen nicht geschont bleiben, ist keine Steuerknappheit da. Wird zudem die Steuer zweckgebunden für Sozialausgaben, so müssen die Besitzlosen nicht für Krankheit und Alter sparen. Wenn der Staat die Garantie abgibt - z.B. in Form von bedingungslosen Grundeinkommen oder Pensionsgarantie, so entfällt der Zwang zur Geldhortung (und auch zur Goldhortung). Das Geld bleibt dann dort im Umlauf, wo es benötigt wird.
Eine andere Alternative wäre natürlich eine Währungsreform: Rückführung der Geldemission zum Souverän (Finanzministerien), Einführung von 2 Währungsarten: Eine Umlaufwährung und eine Investitionswährung - ähnliche Konzepte werden z.Zt. auch von den Rechten vorgeschlagen. Nicht dass es falsch wäre - eine Währungsreform arbeitet den kapitalistischen Kräften in die Hand. Nach marktwirtschaftlichen Gesetzen muss die gesamte Währung (Dollar, Euro) bald entwertet werden, da zuviel Ausgegeben wurde und wird (die Schutzschirme verschärfen dieses Problem nur noch). Wir sollten also - im Interesse der Besitzlosen - verhindern, dass es zu einer Währungsreform oder zu einer Änderung des Geldsystems kommt! Solche Maßnahmen schaden den Besitzlosen.
Eine Änderung des Steuersystems verteilt aber das Vorhandenen - nicht das Fiktive! Damit kann man erreichen, dass die Besitzlosen einkommenstechnisch abgesichert werden. Erst wenn das der Fall ist, kann man an eine Währungsreform mit ihrer enormen Inflation herangehen.

Übrigens: Ich glaube, wir sollte diese Diskussion auf Labournet (    http://www.labournetaustria.at   / ) führen, damit sich mehr daran beteiligen können.
Ich stelle meine Antwort an Dich einmal in die Diskussionsecke am Labournet. Falls Du Interesse hast, gib bitte Deinen Beitrag dazu.

Wolfgang
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Von: "elmir geogiev2" <>
Betreff:

 Steuergerechtigkeit ... WG: [Beigewum] Einige fragen mich ..


Datum: Samstag, 29. Oktober 2011 14:56


Hallo, Alle!

Im Laufe der kommenden ein..zwei Tagen, würde ich gerne ein Paar Notizen über den vorliegenden "Steurgerechtigkeit"-Text einbrigen, wollen.

Als Präambel sende ich Ihnen eine von mir verfasste e-mail zu, damit Ihr vertstehen würdet .. "wie ich ticke"

lg und bis bald
el.

--- elmir georgiev <> schrieb am Sa, 29.10.2011:

Von: elmir georgiev <>
Betreff: [Beigewum] Einige fragen mich ..
Datum: Samstag, 29. Oktober, 2011 14:39 Uhr


Einige fragen mich .. "was soll ich als Kleiner Mann/Frau machen?"

Die letzten Minuten dieses Films geben Euch die Antwort: (Sie müssen nicht einmal was von Geld verstehen.. weil man Euch so manipuliert hat, keine Interesse daran zu zeigen)

-http://www.dokumentalni.com/?p=958 

(nur den Ratschlag "kaufet Gold" ;-) .. alles andere im Film ... 100% "Echtes Gold" ! )

lg
el.

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Von: "emir georgiev1" <> Betreff: WG:

Schluss mit dem T.I.N.A. - Betrug !

Einladung zu einer Veranstaltung am 26.10.11 in Wien

 

Datum: Montag, 24. Oktober 2011 18:54
FYI - Einladung zu einer Veranstalltun am 26.10.11 in Wien



Schluss mit dem T.I.N.A. - Betrug !

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Liebe
Alle!

Vorweg .. die Überschrifft der Einladung (siehe Beilage) für die
Veranstalltung in der AK am 26.10 (11h-17h, Theresianumg.) ist
IRRETIEREND !

Die Überschrift "..LINKE-Ratschlag" .."Thema ..
Vernetzung der LINKE in Österreich" lädt zu glauben ein, dass für dieses
Treffen nur die "üblichen Verdächtigen" eingeladen sein sollen.

Nach Gespräch mit Leo Gabriel wurde klar, dass zu diesem Treffen "so viel
wir nur möglich (interessierte) Menschen eingeladen sind". Für Alle
soll aber eines gelten !

Das gemeinsame Verständniss, dass es
(lange) mit der Gesellschaft - so wie bis jetzt - nicht weiter gehen kann !

....
folglich .. "Das Gefühl der Angst vor der Zukunft und Verunsicherung, soll die
Bürger/Innen bereits erreicht
haben und diese nachdenklich eingestimmt"

Die Hintergründe
dieser ARGEN Botschaft liegen im historischen Prozess, denn die Bürger -
sowohl weltweit, als auch in West und Zentraleuropa - in Begriff sind
zu beschreiten.

Während Einige von "der andauernen Kriese" spräche, nennen
Andere, die sich in Gang gesetzten Veränderungen - "Transformation" :

http://www.faz.net/aktuell/finanzen/fonds-mehr/finanzkrise-mit-herkoemmlichen-methoden-nicht-zu-loesen-1387022.html  

Was
für welche "Transformation" aber ?

Vor 150 J. hat Einer die
Krisenbechaftung des System klar erklärt (so klar, dess er als Gefahr für
das Establishment (die herrschende Klasse) angesehen wurde, und daher
immer seltener am den Hochschulen unterrichtet wird)

Vor 100J. hat
ein Anderer von "den Imperialismus als letzte Phase des Kapitalismus"
gesprochen. Diese ist kennzeichet u.a. mit den klar erkennbaren
Machtpole - Militärindustroekomplex und Welt-Finanzoligarchie". Man kann die
Multies - die uns auch beherrschen - nur noch dazuzählen. 

("Beherrschen" in Sinne Primat der Wirschaft über die Politik)

Und
Schlussendlich hat vor.ca 80J . Schumpeter - bei aller seiner Vorliebe
zum Kapitalismus - festgestellt, dass a la long der Kapitalismus zu
scheitern verurteilt ist und unausweichlich durch ein anderes System
ersetzt wird. Die Symptome des Endzustandes hat er wie folgt
formuliert: "Der Kapitalismus wird über/durch das Kapital scheitern."
(Tiefgreifende theoretische Ausführungen sind in dieser E-Mail nicht am
richtigen Platz)

Dem gegenübergestellt werden WIR seit 30..40
Jahren SCHAMLOS belogen, dass es "There Is No other Alternativ" (zu
den KApitalismus ) gibt !!!! ... von der Herrschenen Klasse SCHAMLOS
belogen ...

Die Folgen dieser Lüge sind auf Seite 8 - in der hier
beigelegten Zusammenfassung des Buches "Perestroika des Kapitalismus" ,
Untertitel "EIN
AUFRUF ZUM SYSTEMWECHSEL" / Klaus Woltron; Ausgabe 2009;
Residenzverlag;
http://www.residenzverlag.at/?m=30&o=2&id_program=27&id_title=1173   )

mit eine zeitbezogene Graphik klar dargestellt! Wir sind
mitten in eine dramatische Entwicklung der Gesellschaft die in den baldig
kommenden Jahren erst recht kullminieren wird!!

Die
Gesellschaftstheoretiker gehen von 3..bis 4 Szenarien aus, von denen nur
einer ein "Guter" ist.

Worin besteht diese extreme Gefahr ?

Der
Mittelpunkt des gesellschafliches Leben/Schaffens ist DAS "Geld, das den Drang
sich zu Vermehern unterliegt". An deser Stelle wird es zu "Kapital".
Daher auch die Systembezeichnung : Kapitalismus.

Man muss aber
nicht umbedingt Helmuth Creutz oder Berns Senf gelesen zu haben, um das
Bauchgefühl zu haben, dass "mit dem heutigen Geld etwas nicht stimmt?!"

In
der Tat sagen das auch Hörmann/Pregetter in ihrem neu erschienenen Buch
"Das Ende des Geldes" (Galila Verlag) -
http://www.das-ende-des-geldes.at/  -

auf Seite 12 : "Der wesentliche Grund dafür ist zu sehen , dass
es sich nicht nur um eine der "zyklischen Krisen" (Bem. des Kapitals) handelt .... Diesmal
liegen die Dinge anders. Es versagt das System - das Geldsystem"

Na
und ???.. denkt sich einer ! Währungsreformen hat die Menschheit
schon oft gesehen.

Aber auch hier liegen die Dinge dieses Mal
anders!

Man bedenke zuerst zwei Sachen!
- Das Geld ist das am meisten verbreitete Mittel zur Steuerung der Gesellschaft, und
- Das Geld ist sowohl Abbild von Machtverhälnisse, als auch eine der Grundlagen
(nebst Naturresourcen und millitärische Vernichtungsdinge) für das
heranwachsen von Macht.

Und jetzt stellt Euch vor .. das Ihr
im 20XX lebt... gewaltige Handelsströme werden bewegt, Milliarden
Menschen sind davon anhändig, Geld regiert die Welt, und der einzige Dominante - der das Tempo
angibt -- ist der Computer!

Und jetzt beginnt dieses
"Geldsystem" zu Explo/Implodieren (muss nicht umbedingt durch des Zinseffektes beginnen muß)?

Der Spregstoffsatz "Geld"" ...
blast alles vor sich
hin.

Nicht umsonst schreibt Klaus Woltron auf seite 192 seines
Buches (in Anlehnung an Ketan Patel) : "Tatsächlich muss man von einer
noch viel skepterischen Prognose ausgehen .....Die Gefahr ist groß, dass
die Menschheit in eine Art Urzustand zurückfällt, in der das Sichern
des eigenen Überlebens an oberer Stelle steht."
So in etwa auch Zinn (siehe Walter-Otto-Ötsch /Linz) , als auch Imanuell Wallerstein
(Yale)

Prof. Spash (WU-Wien) hat die Göoballage wie fogt gezeichnet
(PP-Präsentation von Junu d. J.) : ein Ruderboot mit 2-er Besatzung,
die fleißig in Richtung eines hearabfallenden Wasserfall rudert.

Ja
! Dort sind wir!

Und während diese Gefahr heranwächst, werden
wir IMMER NOCH mit der T.I.N.A.-Lüge BELOGEN !!

In angesicht der
gewalltigen tektonischen Bewegung die sich in Gang gesetzt hat, ist
das Ziel des Treffens .." Vernetzung der LINKE in .AT" .. gerade zu winzig!

Viel
mehr gehört das breite Publikum zur Aufklärung und Debatte über
mögliche Gegenmaßnahmen AUFGEWECKT! .. die dann auch parlamentarisch
umgesetzt werden sollen !

Ein mögliches Gegenwirken wird von Klaus
Woltron vorgeschlagen (Seite 197): "Als Maßnahme, die fundamental in das
derzeitige System eingreifen würde und dennoch eine realistische Chance
auf Umsetzung hätte, wäre eine Verstaatlichung des Bankenwesens und die
kontinuirliche Rückführung der lukrierten Zinsen an die Bürger (im Zuge
des Steuerwesens) zu nennen")

Naturlich ist nur mit "Vertstaatlichen
der Banken" nicht alles ausgestanden. Vielmehr muss das Geld als
"Selbstziel und INNERE des menschlichen Werkens auf Erden" , einer anderen
Rolle weichen.. nur als Mittel der Steuerung der Prozesse, mit dem Ziel
der Maximierung des Gemeinwohls. (Siehe dazu "Das Geld" / Wantzke/Möhl ,
Verlag Ggenstandpunkt ). Womit wir uns vom Kapitalismus losbinden.

Aber der Status in dem wir uns befinden
ist laut Hörmann/Pregetter
(Buch siehe oben) auf Seite 13 wie folgt festgehalten: "Die breite
Bevölkerung hat noch gar nicht begonnen zu hinterfragen, wer Geld
überhaupt herstellt bzw. herstellen darf und wie genau dieser Vorgang abläuft bzw, welche Folgen ...... "

Aber die breite Bevölkerung hat auch noch nicht begonnen zu hinterfragen (Seite 69)

"Wieso verschuldet sich der Staat bei den Privatbanken, wenn doch in Wahrheit nur er

selbst über das Monopol der Geldschöpfung , das er an die Zentral- und Geschäftsbanken delegierte, verfügt?

Wieso verschuldet sich der Staat überhaupt? Es ist doch bizzar, dass er zuerst den Banken

per Lizenz das Recht überträgt , per Kredit "Geld aus dem Nichts" zu erzeugen,

um sich dann bei eben diesen Banken zu verschulden?

Wieso zahlt der Staat für seine Schulden auch noch Zinsen?"

------------

Oder die Mär vom ewigen Wachstums .. des BNP den Bürgern aufzeigen.

Letzterer ist der Botox (die Fülle) für das indexgebundene Geldsystem. Die Zinsschuld

wächst aber unengeschränkt .. bis wir in die Luft fliegen. Alle
.. in die Luft fliegen! Weil alle in den Einkaufsperis die Zinnslast mittragen auch wenn wir

keine Kredite aufgenomen haben.

----------

Oder die Mär vom "Länger Arbeiten" ! In eine Welt, wo die Produktivität so groß ist,

dass wir mit nur einem Bruchteil von der 38h Stunden Arbeitswoche produktionsmässig in

Saus und Braus leben können ? Was steckt hinter der Lüge ... "Zwang länger zu arbeiten "??

(Aber nicht die Stupidität "Pensionen sind nicht finanzierbar" !!)
Mal schon daran nachgedacht, dass man ruhig mit 50J."in der Pense gehen kann"

( davon abgesehen, dass in der modernen Arbeitswelt man schon mit 50 keine Arbeit bekommt)
Man muss ja nicht unbeding J.Riffkin "Das Ende der Arbeit" oder Viviane Forrester "Der Terror der Ökonomie"

oder W. Wolf "7 Krisen 1 Chrash" gelesen haben, um Zweifel an den andauernden Zurufe

"Man möge bis ins Grab im Arbeitsleben bleiben" bekommt.

----- und LAst but not least
----

Das System .. nach dem Kapitalismus SPÜRBAR und ERKLÄRBAR für alle die

Ottonurmalverbraucher/Inen machen??

So z.B. Alternativen von Chr. Felber
http://www.christian-felber.at/buecher/cover_neue_werte.php
http://www.christian-felber.at/buecher/cover_gemeinwohl.php 
resp wieder Hörmann / Pregetter " Das Ende des Geldes"

----------------------------------------------------------------------------

Das Treffen am 26.10.11 ist nicht als Diskussionsbühne für all dieser Themen

angedacht, aber als Anreiz für ALLE .. so viel wie nur mögliche Bürger und Bürgerinnen

sich zu vernetzen , selber Gedanken machen und

SICH UND SEINE UMGEBUNG AUFKLÄREN, WEIL

"Im Kern hat daher die Aufklärung einer möglichst großen Zahl von Menschen.....

die große Chance, das Geschehen einigermaßen in eine positive Richtung zu lenken." .

So K. Woltron Seite
199.

--------------------

Diese Mal Last und Least !

Man fragt mich SEHR oft "Was kann ich als kleiner Mann/Frau machen?"

.. na kommt am 26.10 !!! Eh so einfach ! ... dazu wird es ein verregneter Tag sein ;-)

In Sinne des oben Dargestellten, kommt ALLE am 26.10.11 in die AK und gibt diese Nachricht weiter!

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Von: "Hermann Dworczak3" < >

Betreff:
" Seids auch populistisch"-
Mehr als gefährliche "Ratschläge "
an die Linke

Datum: Sonntag, 03. Juli 2011 22:01

Einer der gefährlichsten "Ratschläge", die -nicht nur der österreichischen Linken immer wieder erteilt wird - lautet, doch "auch populistisch" zu sein, um so aus der Isolation herauszukommen.

Es stimmt, die österreichische Linke ist schwach und zersplittert.

Auch von den nunmehr offenen Krisen des Kapitalismus konnte sie nicht viel profitieren.

Anleihen beim Rechtspopulismus vorzunehmen, wäre jedoch ein mehr als gefährliches Spiel mit dem Feuer.

Populismus ist ein -lange in der Geschichte (seit der Antike und ihren "Demagogen" !) bekanntes- reaktionäres Als-Ob-Manöver: man redet scheinbar dem Volk, den "kleinen Leuten" nach dem Maul, hat jedoch ganz andere, in Wirklichkeit "massenfeindliche" Interessen.


DER Großmeister des Populismus in der jüngeren Geschichte Österreichs war Karl Lueger.Um erster christlich-sozialer Wiener Bürgermeister zu werden, war ihm fast jedes Mittel recht. Insbesonders der Antisemitismus wurde bewußt funktional als Köder, als Kitt für seine sozial unterschiedlichen Waehler eingesetzt. Berüchtigt ist bis zum heutigen Tag sein klassischer Sager: "Wer a Jud is, bestimm ich!". Weniger bekannt ist, daß er auch gegenüber den in Wien sehr zahlreichen Tschechen diese Taktik handhabte. Wenn es ihm politisch ins Zeug paßte, ließ er verkünden: "Über meine Tschechen laß ich nichts kommen!".

Kein Zufall, daß in Hitlers " Mein Kampf" Lueger groß hofiert wird, während der "Stammvater" des Deutschnationalismus Schönerer eher nur am Rande behandelt wird.

Bei Luegers Kommunalpolitik gabs übrigens einige positive Resultate (z.B. städtische Strom- und Gasversorgung). Ebenso beim -historisch anders gelagerten- Populismus der 30er-Jahre in Lateinamerika. In Mexico wurde unter Cardenas etwa das Erdöl verstaatlicht und eine -begrenzte-Bodenreform beschlossen.

Bei Haider, Strache & Co gabs und gibts -um es deftig auf den Punkt zu bringen- hingegen nur Scheiße.

Statt populistischer Anbiederung (ähnlich schlimm wäre es, "aus taktischen Gründen" die nationalistische Karte ausspielen zu wollen) bedarf es geduldiger, konsequent linker Politik- mit langem Atem ("ohne Abkürzungen"). Selbststredend sollte die Linke "populär" sein, also sich - ohne viele Fremdworte- so ausdrücken, daß sie von vielen verstanden wird- und nicht bloß von intellektuellen Zirkeln. Auch der Gebrauch des Dialekts geht in Ordnung, wenn er nicht "künstlich aufgesetzt" wird. All das hat jedoch nichts mit Populismus zu tun, der bloß auf die Stimmen, die Unterstützung" der Unteren " aus ist, um sie bei der nächsten Gelegenheit auch schon zu verraten- siehe etwa Haiders FPÖ in der Koalition mit den Schwarzen. Und beim Schaumschläger und Ausländer-Fresser Strache- sollte er ans Ruder kommen- wird es genau so sein.

Hermann Dworczak ( 0676 / 972 31 10 )

____________________________________________________________________________

Von: "Hermann Dworczak2" <>

Betreff: /

 Bereits etliche Diskussion ad:

"Einige -grundsätzliche- Überlegungen zur

politischen Situation in Europa

bzw. in Österreich"

Datum: Samstag, 25. Juni 2011 11:04

Liebe FreundInnen und GenossInnen!


Meine " Grundsaetzlichen Ueberlegungen zur politischen Situation in Europa bzw. in Oesterreich" scheinen ins Schwarze getroffen zu haben. Obwohl noch nicht breiter manifest, haben viele GenossInnen das Gefuehl, dass es so mit der oesterreichischen Linken nicht weitergehen kann: bloss Einzelaktivitaeten, kaum uebergreifende Aktionen, geschweige denn ein kollektives POLITISCHES Projekt.

Auf meine Thesen haben in nicht einmal einer Woche (!) rund 10 GenossInnen aus verschiedenenen linken Zugaengen geantwortet.

Mein Vorschlag: dehnen wir diese Debatte aus und fuehren sie OEFFENTLICH- also publizieren wir sie in diversen -linken- Medien. Und versuchen wir, sie auch entlang unserer gemeinsamen Aktivitaeten - sowohl auf der "Bewegungsebene" als auch im unmittelbar politischen Bereich- zu entfalten. Es geht ja nicht um eine "abgehobene" Diskussion, sondern darum aus den offenkundigen Grenzen der bisherigen Praxis entsprechende" Schlussfolgerungen zu ziehen.

Mit solidarischen Gruessen

Hermann Dworczak (0676/ 972 31 10)

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Von: "Hermann Dworczak1" <>

Betreff:

Einige grundsätzliche Überlegungen zur

 politischen Situation in Europa bzw. in Österreich

Datum: Dienstag, 21. Juni 2011 09:56


Vorbemerkung: Ziel dieser Zeilen ist es eine Art "Epochenbestimmung" vorzunehmen ( Schlagwort: "Ende der bürgerlichen Normalität ") und so einen bescheidenen Beitrag zum "Aufwachen" der kleinen, dahindösenden österreichischen Linken zu leisten.



Die politische Situation Europas spitzt sich zunehmend zu. Was vordergründig als "Euro-Krise" , "Bankrott Griechenlands " etc. abgehandelt wird, ist in Wirklichkeit eine tiefsitzende ökonomische und politische Strukturkrise der (europäischen) spätkapitalistischen Gesellschaft.

Alles oberflächliche Gerede von "vorwiegend Finanzkrise" zeigt sich heute als gegenstandslos. Die schwere Wirtschaftskrise äüßerste sich zuerst als " Immobilienblase", dann als "Bankenkrise" und zeigte sich schließlich zunehmend in der sog. Realwirtschaft. Wie etwa Winfried Wolf in seinem hervorragenden Buch " Sieben Krisen- Ein Crasch" bündig dargelegt hat, gibt es tiefsitzende ökonomische, soziale, politische und ökologische Krisensträge, die nunmehr -oft kumuliert- zum
Ausbruch kommen.

Die enormen staatlichen Stützungsmassnahmen haben zwar kurzfristig dem Kapital aus dem schlimmsten Dilemma geholfen, die Krisenfaktoren jedoch in keiner Weise beseitigt. Sie sind jedoch weiter voll präsent und äüßern sich in vielfältigster Weise:

- Griechenland ist bekanntlich nur die Spitze des Eisbergs. Portugal, Spanien, aber auch Italien stehen vor ähnlichen Problemen. In allen Fällen geht es nicht vorrangig um Korruption, obwohl diese zweifelsohne massenhaft vorhanden ist: Den schwachen Ökomien hat der Staat kräftig unter die Arme gegriffen, was u.a. zu extremer Verschuldung führte

- die harten Sanierungsforderungen -de facto Griechenland ist heute ein Protektorat ( wie Österreich nach dem Ersten Weltkrieg) - sind nicht Ausdruck "bösen Willens", sondern entsprechen den entscheidendenden Interessen des europäischen Großkapitals: die Verwertungsbedingungen sollen erhöht werden und nicht alle geliehenen Gelder sollen den Bach runtergehen

In diesem Sinne ist der "Neoliberalismus nicht am Ende"- es wird vielmehr massivst praktiziert.

Dieser Umstand hat in einigen Ländern unglaubliche Massenproteste ausgelöst ( mit den Bildern von Tunesien, Ägypten,... im Hinterkopf) - ein klassisches Beispiel ungleichzeitiger und kombinierter Entwicklung. Und die bürgerliche, indirekte Demokratie ist in den Augen vieler schwerst diskredidiert Ob Syntagma-Platz, Puerta del Sol etc. überall ertönt der Ruf " Wir wollen nicht für Eure Krise bezahlen". " Haut ab" schallt es den bürgerlichen und sozialdemokratischen Politikern entgegen.


Das sind Entwicklungen, die vor einigen Jahren noch für gänzlich unmöglich gehalten wurden- siehe das Geschwätz vom "Ende der Geschichte". Im Gegenteil: Jetzt geht es erst richtig los!

Bei aller Begeisterung über die Proteste in Europa gilt es die Bodenhaftung nicht zu verlieren. Die Kämpfe sind oft fragmrntiert, spielen sich bislang vorrangig im nationalen Rahmen ab: gut 15 Generalstreiks in Griechenland und kaum wirksame internationale Solidarität .

Auf parlamentscher Ebene hat bis jetzt die Rechte und was besonders schlimm ist, die extreme Rechte profitiert.


All das zwingt zu GRUNDSÄTZLICHEN Überlegungen:

- die Sozialdemokratie spielt die -selbstmöderische- Rolle des Mohren. Wo sie noch die Regierungsgeschäfte führt, treibt sie die Sparpolitik voran und wird schließlich von den Konservativen abgelöst. Gleichzeitig steigt die Woge des internatinalen Rechtspopulismus und Rechtsextremismus.

- eine ernsthafte Lösung der Schuldenkrise kann nur ein Streichen der Schulden sein! Dies weist aber angesichts der in Frage stehenden Summen weit über die bürgerliche Gesellschaft hinaus

- die EU legt Griechenland eiserne Ketten an- alle Spekulationen auf einen "new deal für Europa ", " Schaffung neuer, grüner Arbeitspätze" etc. sind Schall und Rauch

- die EU wird sich in keiner Weise "demokratisieren"(lassen): die Entwicklung geht vielmehr in die andere Richtung- immer autoritärer, sich nach außen abschottend, militaristisch und offen imperialistisch.


Vor diesem Hintergrund ist es REALISTISCH zu sagen, daß sich einige Länder in Richtung einer "vorrevolutionären" Situation bewegen. Wohlgemerkt: es gibt eine Tendenz- nicht mehr(!) und selbst diese Länder sind von einer " revolutionären" Situation weit entfernt.

Klar ist jedoch, daß die Zeit, wo halt so das "linke Alltagsgeschäft" besorgt wird, vorbei ist. In allen Ländern gilt es sich für scharfe politische Wendungen zu rüsten und inhaltliche und organisatorische Positionen zu entwickeln, die der aktuellen Krisen-Epoche adäquat sind: z.B.für die entschädigungslose Überführung der Banken in öffentliches Eigentum ( bei strengster demokratischer Kontrolle) einzutreten und sich voll desen bewußt zu sein, daß damit ein -äüßerst konfliktreicher- antikapitalistischer Weg eingeschlagen wird.; bzw.alle illusionären Hoffnungen zu begraben, die Sozialdemokratie könnte sich entscheidend ändern, "wieder zu ihren Wurzeln zurückkehren" etc. Vielmehr gilt es -pluralistische- Organisationen und Parteien links von der Soziademokratie aufzubauen bzw. zu stärken.



UND IN ÖSTERREICH ?

Der Umstand, daß in Österrich die "Krisen noch nicht so entwickelt sind", darf nicht als Ruhekissen dienen. Österreich ist von den oben skizzierten
Prozessen betroffen bzw. Akteur! Und weil den beiden Regierungsparteien außer Dahinwursteln nix einfällt und sie vor den realen Problem fliehen bzw. sich ausschweigen- kann Strache zulegen und zulegen!!

An dieser mehr als gefährlichen Entwicklung wird sich aller Voraussicht nach nichts ändern.

Die österreichische Linke sollte sich voll dessen bewußt sein und endlich dementsprechend VERANTWORTUNGSBEWUSST handeln : sich nicht weiter in internen Grabenkämpfen verlieren und auf den Aufbau von Kleinorganisationen und Mini-Parteien zu setzen. Zwei Aufgaben sind m.E.nach heute zentral:

- alles was sich in Österreicht "bewegt", also bereit ist gegen Sozial- und Demokratieabbau bzw. ökologische Deaster zu kämpfen, zusammenzufassen (z. B. Organisierung eines " Widerstands-Kongresses")

- Bündelung der linken Kräfte in einem politischen Projekt, das über die "Bewegungs-Ebene" hinausgeht- also eine allgemeine politische Alternative darstellt. So eine Alternative kann NICHT voluntaristisch dekrediert werden. Sie ist das Ergebnis eines - vorsichtigen- Aufbauprozesses. Aber BEGONNEN sollte jetzt damit werden: der ins Auge gefaßte " LINKE RATSCHLAG" im Oktober in Wien sollte ein wichtiger Schritt in diese Richtung sein.

Hermannn Dworczak ( 0676 / 972 31 10 )


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