Linker Ratschlag - Infos - Diskussionen
Inhalt:*K.Fischbacher, 15.4.12: Für
eine relevante Linkskraft in Ö
*H.Dworczak, 11.2.12: Das
Sparpaket ist da - jetzt gilt es voll dagegen zu mobilisieren! *K.Fischbacher, 11.2.12:
"Sparpaket" 2012: Wir brauchen eine Linkskraft in Ö *H.Dworczak,
15.1.12: Produktiver Linker Ratschlag 2012 *K.Fischbacher,
12.1.12: Antwort an E.Geogiev zur Frage "zu viel Geld" *E.Geogiev, 12.1.12: An K.Fischbacher zur Frage "zu
viel Geld" *M.Striebel,
8.1.12: Reaktion auf "Die fehlende Kraft" *Claudia
Dworzak,P.Habr u.P.U.Lehner, 7.1.12: Die fehlende Kraft *H.Dworczak, 8.1.12: Für
eine Neuaufstellung der Linken - Vorschlag *W.Friedhuber, 16.12.11:Flyer zum Thema
Steuergerechtigkeit *E.Georgiev,
29.11.11:Steuergerechtigkeit / Wege aus der Krise *E.Georgiev,
22.11.11:Vermögensungleichheit USA 2007-2009 *E.Georgiev, 11.11.11:
Steuergerechtigkeit Teil 3 *W.Friedhuber, 11.11.11: zur
Steuergerechtigkeit *E.Georgiev, 6.11.11:
Vertrauen Sie denen immer noch?*W.Friedhuber, 1.11.11:
Diskussionsbeitrag zur Steuergerechtigkeit *W.Friedhuber, 29.10.11:
Diskussionsbeitrag zur Steuergerechtigkeit *E.Georgiev,
29.10.11: Steuergrechtigkeit (beigewum) - Einige fragen mich *E.Georgiev, 24.10.11:Schluss
mit dem T.I.N.A. *H.Dworczak,
3.7.11:Mehr als gefährliche Ratschläge an die Linke *H.Dworczak, 25.6.11: Bereits einige Diskussion ad *H.Dworczak, 21.6.11: Einige
grundsätzliche Überlegungen
Liebe
GenossInnen, ich verwende hier einen Diskussionsartikel von mir, den ich
2010 in der Auseinandersetzung mit GenossInnen der „Superlinken“ geführt
habe. Ich habe meinen Beitrag etwas überarbeitet. Die Namen der GenossInnen
habe ich weggelassen.
Für eine relevante Linkskraft in Österreich![]()
In der Diskussion mit der „Superlinken“ stellte sich
heraus, dass sie ebenfalls am Milieu der Betriebs- und Gewerkschaftslinken
interessiert sind, schränkten aber ein, dass der Prozess einer linken
Organisierung nicht mit ihr beginnen sollte. Unsere Situation unterscheide
sich nämlich von jener der breiten revolutionären Betriebsräte- und
Rätebewegungen nach dem Ersten Weltkrieg. Ja, sie hielten auch von den
ArbeiterInnen- und BetriebsrätInnenschichten, die im (zerrissenen)
Streikjahr 2003 vom ÖGB enttäuscht waren nichts. „Sie hauen jetzt wohl in
der großen Mehrzahl den Hut drauf (...) der eine oder die andere lassen sich
womöglich von der rabiaten Sozialdemagogie der FPÖ-Rassisten“ einfangen.“
Da war ich vorsichtiger. Die Betriebsversammlungen
bei den DruckerInnen oder MetallerInnen 2009 im Kollektivvertragskonflikt
waren sicherlich nicht nur bürokratisch befohlene Aktionen, auch wenn sie
von ÖGB-Gewerkschaften bzw. fraktionell an den ÖGB gebundenen
BetriebsrätInnen organisiert wurden. Es war auch der gewaltige Druck, den
die Krise, oder besser gesagt, Kapital und Regierung auf die Lohnabhängigen
mit bislang de facto 500. 000 Erwerbslosen ausübten, der sie zu den
Versammlungen und auf die Straße brachte (28. April 09). Weitere 116.000
Gewerkschaftsmitglieder traten 2009 aus dem ÖGB aus. „Aber woher wisst ihr,
dass die alle ‚den Hut draufhauen‘ “? Die KindergärtnerInnen sind das gerade
Gegenbeispiel: Nicht (mehr) von den ÖGB-Bürokraten organisiert, begannen sie
im Herbst 2009 ihren „Kindergartenaufstand“!1) Im März 2011 und 2012
protestierten bekanntlich die SozialarbeiterInnen in Graz, zuerst mit
Unterstützung des ÖGB und ein Jahr später im Rahmen der „Plattform 25“
„selbstermächtigt“.2) ) Nicht zu vergessen auch der Protest der Wiener
Sozial- und GesundheitsarbeiterInnen im Februar 2012, wo es um den
BAGS-Kollektivvertrag aber auch die schlechten Arbeitsbedingungen gegangen
und der Druck von den Beschäftigten so groß geworden war, dass GdG und GPA
aufspringen mussten.3)
Wenn wir antikapitalistische Linke größtenteils
schon nicht zum „Kern des Industrieproletariats“ gehören bzw. führende
gewählte BetriebsaktivistInnen sind, so sollten wir in Zeiten wie diesen
umso genauere BeobachterInnen der ArbeiterInnenklasse sein: Denn was eine
meiner zentralen Differenzen mit Negris Multitude ist, betrifft eben die
hervorragende gesellschaftliche Bedeutung der ArbeiterInnenklasse in
Fabriken, im Transport- und Verkehrswesen, im Dienstleistungsgewerbe oder im
Öffentlichen Dienst. Sie schafft nicht nur als produktive und
Dienstleistungsklasse die Basis allen gesellschaftlichen Lebens, sondern ist
auch jene Klasse, die als einzige diese Gesellschaft lahm legen kann!
Zuletzt haben das die griechischen Streiks am augenscheinlichsten gezeigt
(auch wenn schon längst ein unbefristeter Generalstreik, der die Machtfrage
stellt, nötig wäre).4)
In meiner Diskussion mit der „Superlinken“ ging ich
nicht bis zu den radikalen Zeiten der Räterepubliken rund um Österreich
zurück (außer kurz über die Linksradikalen 5), sondern stellte bloß die
These auf, dass das Streikjahr 2003 tiefe Lernprozesse bei hunderttausenden
ArbeiterInnen, Angestellten, kleinen BeamtInnen bzw. BetriebsrätInnen und
PersonalvertreterInnen ausgelöst haben muss.6) Sehen wir also, ob sich diese
Klasse nach Krisenphasen, in denen sich global der ganze Wahnsinn des
Kapitalismus mit Casinogewinnen und Nahrungsmittelspekulationen geoffenbart
hat, nachdem (Spekulations-)Banken mit hunderten Milliarden subventioniert
wurden und jetzt der Sozialstaat gepfändet wird, zu bewegen beginnt? Auch in
Österreich?
Solche Bewegungen würden natürlich einerseits die
heutigen Abspaltungen von SPÖ und ÖGB weiter vergrößern aber andererseits,
nicht ganz unwahrscheinlich, den Linksreformismus der Sozialdemokratie
verstärken. Re-Verstaatlichungen, gewisse Reichensteuern (heute mehr verbal
als praktisch angegangen), Bremsmanöver beim Sozialstaatsabbau u.ä.m. bände
sicherlich eine große Masse enttäuschter SozialdemokratInnen wieder an die
Partei. Doch auch die SPÖ-Linke könnte aufblühen – mit der Gefahr, dass sie
– ganz traditionell – vor der „Einheit der Partei“ wieder kapituliert...
Genau deswegen bräuchten wir eben eine
antikapitalistische Linkskraft in Österreich, die ich als „Linkskraft der
Bewegungen“ umschrieben habe. Methodisch meinte ich, dass eine solche
Organisation nur aus Bewegungen heraus entstehen kann, eben jenen
AktivistInnen aus der Arbeiterklasse und jenen von sozialen,
antipatriarchalischen, antirassistischen Initiativen (die nicht allzu sehr
vom Staatssäckel abhängig sind)
und der antikapitalistischen Linken! Von der heutigen radikalen Linken, so
denke ich, wird überhaupt nur ein kleiner Teil fähig sein, sich vom
„avantgardistischen“ Denken zu befreien.7) Es handelt sich also um den
dynamischsten Teil des „bewegten fortschrittlichen Österreich“. Nur eine solche Linkskraft mit mehr
oder weniger praxis- und kampferfahrenen AktivistInnen, teils vielleicht
auch schon öffentlich bekannt, könnte ein Attraktionspol werden für jene
Bevölkerungsteile, die bei allen Umfragen der letzten Jahre den
PolitikerInnen und der Reichtumsverteilung skeptisch bis ablehnend gegenüber
stehen. Trotzdem gehe ich davon aus, dass in Österreich im Gros des
fortschrittlichen Lagers ein Denken für einen „ehrlichen“, „gerechten“ und
„korruptionsfreien“ Parlamentarismus vorherrscht!
Eine wichtige Erfahrung aus vergangenen
Klassenkämpfen ist es, dass ArbeiterInnen und Lohnabhängige vor allem nach
Krisen und der Erfahrung vorangegangener Krisen, dass immer nur sie die
Krise bezahlen müssen, dann im nächsten ökonomischen Aufschwung größere
Chancen sehen, sich das Verlorene zurück zu holen und streikbereiter sind.
Die europäischen Konzerne, ihre EU-Bürokratie und nationalen Regierungen tun
zwar zur Zeit alles, eine mögliche Konjunktur zu verhindern. Dahinter steht
natürlich keine ökonomische Dummheit, sondern bewusste Politik des Großen Geldes in Europa,
mit „Schuldenbremsen“ und
Fiskalpakt den europäischen Sozialstaat zu zerschlagen. Strategisch geht es
ihnen darum, Löhne, Lebensarbeitszeit und Sozialstaat auf
„Drittweltweltniveau“ zu drücken, um profitabel gestärkt auf dem Weltmarkt
agieren zu können. Bürgerliche Wirtschaftswissenschaftler gehen jedenfalls
für 2014/15 von einem kleinen Konjunkturaufschwung aus …
Linkskraft 2012
Soweit einige Gedanken zur Ausgangslage. Angesichts
der neuerlich vollzogenen Umverteilung von „unten“ nach „oben“ durch das
SPÖVP-„Sparpaket“ hat sich, so glaube ich, in weiten Teilen der
lohnarbeitenden Bevölkerung, der Jugend und Alten die Forderung nach
„Gerechtigkeit“ weiter gefestigt. Gerechter soll es sein: bei der
Reichtumsverteilung 8), den Bildungschancen, Löhnen und Gehältern, den
Pensionen! Eine neue Linkskraft in Österreich sollte auf jeden Fall von der
traditionellen Latte vieler Parolen absehen und sich vielleicht auf drei,
vier Achsen konzentrieren (was natürlich genauer diskutiert gehört):
Reichtumsumverteilung von „oben“ nach „unten“ (über
Steuerforderungen einmal 9), Ausbau im Sozialbereich, Bildung und
Gesundheit. Soweit der erste Brocken.
Eine zweite Sache wäre natürlich mehr Demokratie!
Nicht mit Straches Absicht, leichter für rassistische Volksabstimmungen
mobilisieren zu können, sondern mehr Demokratie (und Budget) für die Bezirke
und in den Bezirken. Vor allem in den Bezirken in Städten bzw. Ortschaften
(wir sollten gegen die gegenwärtige Zusammenlegung von Ortschaften sein),
also in eher überschaubaren Bereichen, sollte eine Linkskraft ihren
Schwerpunkt legen, und basisdemokratische Konzepte von BezirksrätInnen bis
zur Grätzelschule ausarbeiten 10). Bei Volksabstimmungen bräuchten wir
sozusagen Verfassungsgesetze, die gegen Rassismus, asoziale oder
faschistische Initiativen gerichtet sind.
Der dritte Forderungskomplex müsste eben der Kampf
gegen Patriarchat, Rassismus und Faschismus sein.
Eine relevante Linkskraft in Ö doch noch
eine Utopie?
Bei meinem Linkskraft-Konstrukt gibt es heute 2012
neben der Arbeiterklasse weitere etliche Unbekannte: Wer von den sozialen,
antirassistischen oder feministischen Initiativen könnten einen Antrieb und
den Mut haben, sich einer linksoppositionellen Kraft anzuschließen? Die
SPÖ-Linke ist zurzeit mehr mit Faymanns Phrasen von Vermögenssteuern
beschäftigt und erheblich geschwächt. Die KPÖ werkelt unentwegt auf der Linie von Krisenkritik,
Steuergerechtigkeit usw. also Reform des Kapitalismus und auf einer
Nullkomma bis 1% Wahlstärke dahin (in der Steiermark immerhin 2010 mit noch
4,4% mit sinkender Tendenz). Jedenfalls gehen sie stur davon aus, dass sie
die einzige linke Kraft in diesem Lande seien! Ich halte es mit Lenin
1914/15, dass das sozialdemokratische Hemd schmutzig geworden sei und
gewechselt werden müsse; nach dem Millionenmassen-Trauma des Stalinismus
musste meiner Meinung nach schon längst auch das kommunistische Hemd
gewechselt werden… Und vielleicht am schwierigsten ist es,
antikapitalistische Linke zu finden, die nicht sektiererisch sind.
Eine Linkskraft, die bekannt werden will, müsste
natürlich auch im Internet umtriebig sein. Vor allem aber müsste sie es
angehen, auf den Haupt- und Markplätzen, auf Bezirksversammlungen,
Gewerkschaftsversammlungen u.ä.m. präsent zu sein - mit kurzen zündenden
Parolen, ihre Botschaften über „Gerechtigkeit“, „Demokratie“ und „Antirassismus“ unters „Volk“ zu
bringen. Junge, Frauen, nach vor in der Linkskraft!
Karl Fischbacher, Wien, 15. April 2012
Kontakt:
labournet@labournetaustria.at
1)
http://www.kindergartenaufstand.at/
2)
http://www.labournetaustria.at/GrazDemoggSozialabbau120323b.htm
3)
http://diealternative.org/sozialmilliarde/tag/sozialarbeit/
4)
http://www.labournetaustria.at/gewerk11.htm
5) die 1918 eine wichtige Rolle im Aufbau von
Arbeiter- und Soldatenräten
spielten, bis hin zu Kurierdiensten nach Berlin oder Budapest; und wie sie
sich später in der sich stalinisierenden KPÖ und durch den Austromarxismus
aufspalteten.
6) Siehe „Streiknachlese“, Hgb.: Erich Gumplmaier,
Carmen Janko, 2004
7)
http://www.labournetaustria.at/archiv38.htm
8)
http://www.pro-vermoegenssteuer.at/steuergerechtigkeit/vermoegensaufteilung.html
9) http://www.labournetaustria.at/STEUERGERECHTIGKEIT_V9_PF.pdf
10) http://www.labournetaustria.at/Argentinien2001Griechenland2011b.htm
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Von: "Hermann Dworczakpan class="auto-style140"7" < hermann.dworczak@gmx.at
Betreff:
Das
asoziale "Sparpaket" ist da – Jetzt gilt es
voll dagegen zu mobilisieren!
Datum: Freitag, 10. Februar 2012 21:11
Das "Sparpaket" ist da und hat trotz allem Gerede von
"ausgewogen, gerecht und fair"- wie zu erwarten- einen asozialen Charakter.
Statt auf das Begutachtungsverfahren zu "hoffen" gilt es nun auf breiter Linie
aufzuklären und zu mobilisieren.
------------
Die großen Brocken der Belastungen gehen auf Kosten der
"Unteren" der Gesellschaft. Insbesonders PensionistInnen trifft es hart:
Invaliditätspension gibt es nun erst ab 50; Frühpensionen erst ab 40 Arbeitsjahren(
bisher 37,5); nur mehr geringe jährliche Anpassungen der Pensionen sind
vorgeshen (z.T. unterhalb der Inflationsrate).
Eine ähnliche Keule ist bei den BeamtInnen vorgesehen.
Dabei geht es nicht um Kürzungen von "Hofrats"privilegien- sondern die Masse der
"kleinen" und mittleren BeamtInnen wird zur Ader gelassen( auch eine
Nulllohnrunde ist vorgesehen). Es kommt ein Aufnahmestop - bezeichnenderweise
nicht für die "Sicherheit"- sprich den Repressionsapparat.-
Hingegen sind die Belastungen für die Gstopften in der
Gesellschaft recht moderat ausgefallen:z.B. die -befristete- "Solidarabgebe" für
Jahreseinkommen über 180 000 Euro.
Reiche können solche Mehrausgaben relativ locker
wegstecken- auch in anderen Ländern gibts im Rahmen der "Sparpakete" solche
"Garnierungen", um die wirklich tiefen Schnitte besser kaschieren zu können.
NICHT MEHR LÄNGER "WARTEN"
Fatal wäre es nun weiter zu "warten"- in der falschen
Hoffnung im Begutachtungsverfahren etwas Entscheidendes ändern zu können. Mag
sein, daß es da und dort noch kleine retouschen gibt- die große Kürzungs-Linie
wird jedoch erhalten bleiben und sie entspricht dem internationalen "Spar"trend
in Zeiten der Krise verstärkt von unten nach oben umzuverteilen. Um a)
Kapitaleignern noch mehr unter die Arne greifen zu können. Um b) bessere
"Verwertungsbedingingen" durch Lohnsenkungen etc. zu schaffen.
Ausgeblieben sind im Sparpaket eine starke
Steuer-Progression bei den Spitzenverdienern; in der Sozialversicherung gibts
keine Aufhebung der Höchstbeitragsgrenze; und natürlich gibts keine Wertschöpfungsabgabe.
WIE MOBILISIEREN?
Angesichts des allgemeinen niedrigen politischen
Bewußtseins und dem ideologischen
Trommelfeuer ("sparen, sparen und wieder sparen") kann NICHT von einer bereits
gegebenen breiten kämpferischen Stimmung ausgegangen werden. Es gibt zwar
einzelne krtische Stimmen und Aktionen- generell vorherrschend ist jedoch
Orientierungslosogkeit, Furcht und z.T. offene Resigation("man kann eh nix
amachen").
Daher lautet der erste Schritt: massive Aufklärung
entlang der Linien
- es ist genug an Reichtum da -allgemein auf dem Globus
und auch bei uns. Österreich ist eines der reichsten Länder der Erde, aber der
-kapitalistisch- produzierte Reichtum ist total ungleichmäßig verteilt
- die wirklichen Ursachen der steigenden staatlichen
Verschuldung sind: zu wenig Steuern von den Reichen; der Staatsinterventionismus
zugunsten der- kriselnden- "Wirtschaft" kostet Unsummen; die ökonomische Krise bedeutet weniger Einnahmen des Staates,
der Sozialversicherung etc.
- nicht weil "wir" in Saus und Braus gelebt hätten,
wachsen die Staatsdefizite- sondern weil es strukturelle Probleme gibt, die mit
dem Klassencharakter der Gesellschaft zu tun haben
- die Krisen
haben einen Umfang, daß ihre wirkliche Lösung über die bestehenede bürgerliche
Gesellschaft hinausweist. Dies festzuhalten
ist extrem wichtig angesichts der Sozialdemagogie der
extremen Rechten ( siehe LAOS in Griechenland).
Daüberhinaus gilt es konkret zu mobilisieren: politisch
breite Diskussions-
Veranstaltungen; Gründung von "Aktionskomitees"; dezentrale Aktivitäten etc.-
und WENN die Kräfte reichen: eine bundesweite Mobilisierung/Demo in Wien).
Von besonderer Wichtigkeit ist es, die Gewerkschaften
aufzufordern, die Interessen ihrer Miglieder/ plus der Nichtorganisierten
konsequent zu vertreten. Und natürlich ist es die Plicht aller
GewerkschafterInnen im Parlament gegen das Sparpaket aufzutreten und auch
dagegen zu stimmen!
Hermann Dworczak( 0676 / 972 31 10 )
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2010 schaute die
Situation – für Banken und Superreiche - schon
wieder besser aus. „Die Presse.com“ schrieb im Mai, dass der Staat gut an den
Banken verdiene: Diese hätten an den Staat an Dividenden und Haftungsentgelten
480 Mio. Euro zurückzubezahlen. Da aber „Österreich“ 2010 umgekehrt 202 Mio.u.a.
an Staatsschulden an die Banken zu zahlen hatte, blieben dem staatlichen Budget
nur mehr 275 Mio. in einer Zeit, als die Banken schon wieder ansehnliche Gewinne
schrieben (die Erste 1,36 Mrd. trotz beträchtlicher Abschreibungen in
Kasachstan), die BAWAG 125,4 Mio. usw. Die Krone.at titelte dann im März 2011,
dass Österreichs Banken Ende 2010 einen Gewinn von 4,2 Mrd. Euro einfuhren.
Über den österreichischen
Banken und der SPÖVP-Regierung kreisten allerdings schon die ganze Krisenzeit
die Post-Maastricht-Troika von Merkozy, EZB & IWF und – ergänzt eigentlich erst
ab dem Kriseneinbruch 2007/08 - die US-Ratingagenturen. Allesamt sind sie
Dienstboten der sogenannten „Finanzmärkte“, sprich der großen Banken, Finanz-
und Versicherungsgesellschaften mit der Meute von spekulierenden Yuppies rund um
den Erdball. Und im Jänner 2012 war es dann so weit, als Standard & Poors
Österreich und andere EU-Länder das Triple A entzog.
Die da „oben“
verschweigen wohlweislich, dass die aktuelle Schuldenkrise zu ihrem Großteil von
der Finanzkrise 2008 herrührt! Die Linke und auch (anfangs) der ÖGB formulierten
diesen Umstand zutreffend damit, „ihre
Krise nicht zu bezahlen“! Das österreichische 70:30-„Sparpaket“ ist vor dem
Hintergrund des 230 Mrd-Reichtums einer kleinen Minderheit in Österreich die
wirkliche Provokation dieses Budgets! Auf vier Jahre befristet sollen die
„Besserverdiener“ bloß rund 1,1 Mrd. Euro abgeben. Den Banken- und
Konzern-Vorständen, Regierungsmitgliedern usw. stört es vielleicht ein wenig,
wenn ihre 13. und 14. Monatsgehälter mehr besteuert werden als bisher (uns
nicht!). Das wirklich große Geld in Ö bleibt allerdings völlig ungeschoren: Das
Vermögen der Reichen und Superreichen vermehrte sich von 2010 – 2011 um 9,5% auf
den bisherigen Höchstwert von 230 Mrd. Euro.
„Allein die zehn reichsten Österreicher
verfügen gemeinsam über insgesamt 63,5 Mrd. Euro.“ (Valluga AG,
Liechtenstein, der standard, 1.9.2011)
Wien, 11.Februar 2012
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Von: "Hermann Dworczak5" <>
Betreff:
Produktiver Linker
Ratschlag
Datum: Sonntag, 15. Jänner 2012 06:47
PRODUKTIVER LINKER RATSCHLAG
Samstag den 14.Jänner fand in Wien eine weiterer
bundesweiter "Linker Ratschlag" statt. 40 FreundInnen und GenossInnen
diskutierten die grundsätzlich veränderte politische Lage- international und
in Österreich und die daraus resultierenden neuen Herausforderungen für die
Linke.
Bemerkenswert war die -relative- politische Breite der TeilnehmerInnen: es kamen
u.a. Mitglieder des "Forums Soziale Gerechtigkeit", der LINKE-Steiermark,
der Initiative für eine Sozialistische Politik der SPÖ, des "Funken",
der AIK, des
Austrian Social Forum, des GLB und der KIV, von Labournetaustria, von
ArbeitslosenInitiativen bzw. GenossInnen aus Oberösterreich, Niederösterreich,
Kärnten und Innbruck. In solidarischer Manier wurden die aktuellen offen
ausbrechenden Krisen des Kapitalsmus und die weltweiten Bewegungen und
Revolten dagegen debattiert.
Auch für Österreich wurde angesichts des drohenden
neuerlichen Horror-"Sparpakets" betont, daß es nun "ums Ganze geht" und
GEMEINSAME Gegenmobilisierung
unerläßlich ist . Eine breite Kampagne rund um die Frage
"Steuergerechtigkeit" wurde beschlossen (dazu gibt es die ausgezeichnete
gleichnamige Broschüre des "Forums Soziale Gerchtigkeit). In ganz Österreich
sind Veranstaltungen geplant, ein Plakat ist in Vorbereitung, kurz bevor das
"Sparpaket" im Parlament beschlossen werden soll, wird es in Wien eine
Demonstration geben, für die bundesweit mobilisiert wird. Zuersteinmal für Wien wird ein
Jour fix
eingerichet,
auf dem die aktuellen Ereignisse diskutiert und konkrete Aktivitäten
beschlossen werden: erstes Treffen Freitag 20.Jänner 16h Amerlinghaus. Einige
FreundInnen erklärten sich bereit eine bundesweite Koordinationsstelle
einzurichten. Ihre mail-adresse:
forumsozialegerechtigkei@gmx.at
Obwohl in der generellen Debatte die neue Lage
herausgestrichen wurde und die Grenzen der bisherigen "Bewegungen"(
international und hierzulande) einbekannt wurden ("Fehlen eines allgemeinen
politischen Projekts"), gestaltete sich der Tagesordnungspunkt "Möglichketen
der POLITISCHEN Kooperation der Linken in Österreich") bedeutend
schwieriger- hier gab es bezeichnender Weise auch den einzigen "emotionalen
Ausrutscher" des Ratschlags. Konstatiert wurde, daß "so nicht weitergemacht
werden kann": Wildwuchs in Kleinstorganisationen, Sektieretum, bloß ein paar
Mandate lukrieren etc. und mangels einer politischen Alternative Strache
absahnen geht. Konkrete Beschlüsse, wie etwa in einigen politischen
Kernfragen kooperiert und erste kleine organisatorische "Verdichtungen"
erfolgen könnten, blieben jedoch aus. Dennoch gab es niemanden, der dieses
Thema für "müßig" einschätzte. Im Gegenteil: die Debatte soll -vertieft-
fortgesetzt werden.
Hermann Dworczak (0676/ 972 31 10 )
_____________________________________________________________________________________
Sent: Thursday, January 12, 2012 11:41 AM
Subject:
Re: Bitte folgende Punkte in der Tagesordnung für 14.1. berücksichtigen
Lieber Karl
"Es ist sozusagen
zu viel Geld im Umlauf!" ... ich wollte Deine Aufmerksamkeit auf einen
Artikel im "Stern" lenken ..
"geld regiert die Welt, und wer regiert das Geld".
Dabei bin ich über einen Beitrag von D. Meadows gestolpert.
Auch wenn es mit dem
Linken Ratschlag nicht unmittelbar was zu tun hat, so sollte man mitelbar
die Warnung vor Auge behalten.
Wenn ich "Geld regiert die Welt, und wer regiert das Geld" finde,
schicke ich den Link.
Das zuviele Geld ist nicht Cash. Es sind die in E-Form "gezüchtete"
Derivate die Atombombe unter unseren Füssen (machen ca. 80% der div.
Geldformen aus) . Und diese wird unweigerlich hoch gehen. Und wenn Mamon
fällt .. wird kein Auge trocken
bleiben.
lg
el.
_______________________________________________________________________________
Von: "LabourNet-Austria" <
labournet@labournetaustria.at
>
Betreff:
Re: Bitte folgende Punkte in der Tagesordnung für 14.1. berücksichtigen
Datum: Donnerstag, 12. Jänner 2012 23:08
Lieber Elmir,
folgende Statistik aus „NachDenkSeiten“ v. Albrecht
Müller:
>>1980 betrug das Volumen auf den weltweiten
Finanzmärkten gerade einmal zehn Billionen Dollar. Heute liegt es bei rund
170 Billionen Dollar. Der weltweit geschaffene Reichtum hat sich in dem
gleichen Zeitraum von rund zehn auf 60 Billionen Dollar erhöht. Während die
Reichtumsproduktion in der Realwirtschaft um das sechsfache angestiegen ist,
sind die Finanzmärkte mit dem Faktor 17 aufgebläht worden.
Die
Umverteilung von unten nach oben ist eine entscheidende Ursache für die
Aufblähung der Finanzmärkte. Jeder Euro, der in Lohnkämpfen nicht
durchgesetzt wurde, stärkt das vagabundierende Kapital auf den
Finanzmärkten. Jeder Euro, den wir uns nicht erkämpfen konnten, befördert
die Anarchie der relativ verselbständigen Finanzmärkte. Jetzt in der Krise
schlagen die Turbulenzen auf die Realwirtschaft zurück. Die Finanzmarktkrise
hat bis zu einem bestimmten Punkt ihr anarchisches Eigenleben, aber sie ist
letztlich nur möglich geworden weil in der Produktionssphäre die
Beschäftigten in immer stärkerem Maße enteignet wurden. Große Teile des von ihnen erarbeiteten
Reichtums ist ihnen vorenthalten worden. Oder anders ausgedrückt: Die
Beschäftigten haben sich nicht hinreichend durchsetzen können, bzw. haben
die kapitalistische Verfasstheit der Produktionsweise mit all ihren
Verwerfungen hingenommen. Insoweit ist die Finanzmarktkrise eine Krise der
Produktionsweise.<<
Albrecht Müller argumentiert in diesem Artikel eben
richtig, dass nicht eine „Geldschwemme“ die eigentliche Krisenursache ist.
Aber im Punkt 3 will er dies mit einer falschen Antwort auf die Frage
beweisen, warum z.B. die Citygroup in Not geraten sei? Weil ihr 100 Mrd.
fehlen und wenn es eine Geldschwemme gäbe, „müsste dieses Geld doch
jetzt zur Verfügung stehen“. Nun, die Konkurrenten auf dem Globus von
chinesischen Banken bis zur Deutschen Bank haben die 100 und mehr Milliarden
Dollar eingestrichen!
Liebe Grüße
________________________________________________________________________________
Von: "Wilfried Hanser" <w.hanser@gmx.at>
Betreff:
Reaktion auf: Linke-Diskussion - Die fehlende Kraft
Datum: Sonntag, 08. Jänner 2012 23:36
...ja, ja, so läuft das nun schon seit Jahrzehnten:
Ihr drei seid großartig im Beschreiben und auch noch
gut im Analysieren der
(durchaus nicht nur linken) Misere, aber kein Wort
zur Behebung derselben.
Die Gründung einer linken Alterneative wird wie in
den letzten Jahrzehnten
an der üblichen Schwächen dieser Gruppe scheitern:
*
die je eigene Partikularmeinung wird über die gemeinsame Zielsetzung
gesetzt. Daher werden die Splittergruppen sich
wieder nicht vereinen. Ihnen
ist die vermeintliche Reinheit ihrer jeweiligen
Spezialrichtung
(über-/ober-/anti - Marx-/Lenin-/usw.) wichtiger als
die wirkliche Wende der
realen Politik in Österreich.
*
Aus dieser Grundhaltung fehlt die Fähigkeit zu koalieren zB mit
Linken anderer Weltanschauungen oder Religionen...
... und so wird auch diesmal nichts heraus kommen,
weil man und frau Links
sich selbst im Wege stehen.
Schade,
meint
Michael Striebel
Kummenweg 4 A-6900 Bregenz / Austria
Tel: 0043 5574 82653 Handy/Cell 0043 664 7358 1632
AG Gerecht Wirtschaften
< http://www.kath-kirche-vorarlberg.at/organisation/pax-christi/
Am 07.01.2012 13:38, schrieb Wilfried Hanser:
Im Attachment schicke ich einen Text von Claudia
Dworczak, Paul Habr und
Peter Ulrich Lehner zum Thema Linke Alternative.
Solidarische Grüße
Wilfried
Wilfried Hanser
Tel. 0680/ 402 99 71
Email:
w.hanser@gmx.at
Claudia1 Dworczak, P.Habr, P.U.Lehner, 7.1.12
Die fehlende Kraft
mi/zeitungl/texte/artikel/grundsatz 6
In der Welt
rumort es. Sogar in der Weltzentrale des Kapitalismus, der Wall Street,
versammeln sich Angehörige aller Bevölkerungsschichten und Altersgruppen
gegen den entfesselten Kapitalismus.
Der Protest formiert sich allmählich zu einem
Mainstream nicht mehr nur gegen „die Reichen“ und zur Forderung nach einer
„Reichensteuer“. Auch das gesellschaftliche System, das diese provozierende
Reichtumsverteilung hervorbringt, wird allmählich angesprochen. Doch die
Ursachen dieser Auswirkungen werden nur von marginalisierten linken
Minderheiten thematisiert. Die historische Linke, speziell die
Sozialdemokratie, ist kaum zu vernehmen.
Die Ursachen dieser Krise liegen in der Struktur des
Kapitalismus, im
verselbstständigten „Mechanismus“ der privaten Kapitalanhäufung durch
Ausbeutung der lebendigen Arbeit. Das
bewirkt, dass „die kapitalistische
Produktion … auf der einen Seite für die Gesellschaft verliert, was sie auf
der anderen für den einzelnen Kapitalisten gewinnt“
(Karl Marx). Die Außerkraftsetzung dieser „automatischen“
Umverteilung von der Arbeit zum Kapital ist für die Sozialdemokratie so gut
wie kein Thema. Sie hat ihre theoretischen Grundlagen verdrängt und ist
keine gesellschaftspolitische Kraft mehr.
Von enttäuschten Wähler/innenmassen, und von kritischen
Linken erst recht, wird sie nicht als Alternative wahrgenommen.
Konservative, Liberale und Technokrat/inn/en dominieren mit ihrer „Rettung
des Euro“ in den Medien. Zu einer „Schuldenkrise“ umgemogelt, wird ihr
primär mit „Sparen“ begegnet. Weil Sparen in Haushalten mit kleinen
Einkommen eine vertraute Wirklichkeit ist, funktionierte die Strategie
bislang recht gut, zu behaupten, „wir haben über unsere Verhältnisse gelebt
und müssen daher jetzt sparen“. So werden Benachteiligte zwecks weiterer
Hinnahme ihrer Benachteiligung umnebelt. Bei Parlamentswahlen sinkt die
Wahlbeteiligung und driften die Stimmen zu konservativen und rechten
Parteien.
Das Fehlen einer
wirksamen linken Alternative dürfte auch mit dem Zusammenbruch der
europäischen Zentralverwaltungswirtschaften zu tun haben. Ihre
anerkennenswerten öffentlichen Grundve
Doch anstatt den
humanen Gehalt des Marxismus, seinen wissenschaftlichen Kritizismus und die
dialektische Methode an Hand seiner authentischen Quellen gegen seine
Dogmatisierung durch politbürokratisch-staatliche Machtapparate in Stellung
zu bringen, wurde von der Sozialdemokratie unkritisch diesem Zerrbild des
Marxismus aufgesessen und es als Vorwand benutzt, von ihm abzurücken. Damit
begab sie sich des scharfsinnigsten Instrumentariums für die Analyse
gesellschaftlicher Zusammenhänge des Kapitalismus als Grundlage für ihre
Gesellschaftspolitik. Das verstärkte ihre Anfälligkeit für technokratische
Politik.
Statt
Demokratisierung als Voraussetzung für das Tätigwerden „der
gesellschaftlichen Mehrheit im Interesse der gesellschaftlichen Mehrheit“
anzugehen, glitt sie in eine Anpassung an elitäre Wirtschaftsstrukturen ab,
in denen „Führungskräfte“ als Marionetten im Kapitalverwertungsprozess den
Benachteiligten vorgaukeln, sie könnten durch folgsames Sich-Ausliefern an
den Götzen Kapital zu Glück und Wohlstand kommen.
Claudia Dworzak, Paul Habr
und
Von: "Hermann Dworczak4" <>
Betreff:
Thesen zum bundesweiten
LINKEN RATSCHLAG am 14.1. in Wien : FÜR EINE NEUAUFSTELLUNG DER
ÖSTERREICHISCHEN LINKEN
Datum: Sonntag, 08. Jänner 2012 08:46
FÜR EINE
NEUAUFSTELLUNG DER ÖSTERREICHISCHEN LINKEN
Vorbemerkung: Politik muß sich an den objektiven
Gegebenheiten orientieren. Wenn sich diese ändern, noch dazu wesentlich,
dann hat sich auch das politische Handeln darauf einzustellen. Mit anderen
Worten: neue Zeiten verlangen neue Besen.
1. In einem gewissen Sinn hat eine neue Ära
begonnen- eine Ära der offen ausbrechenden kapitalistischen Krisen(
ökonomisch, sozial, ökologisch und politisch), eine Ära der ungeschminkten
Klassenkonfrontationen.
2. Die herrschenden Klassen und die ihnen
verpflichteten Regierungen - egal ob konservativ, sozialdemokartisch oder
liberal- tragen dem zunehmend Rechnung. "Sparen" also Gürtel-enger-schnallen
für die "Unteren" ist DAS zentrale Leitmotiv- begleitet von zunehmend
autoritäreren politischen Varianten- (siehe die Äüßerungen der EU-Granden ad
Volksabstmimmung in Griechenland; die Entwicklung in Ungarn unter
Orban;...).
3. All das hat (weltweit und in Europa) zu
bedeutenden Massenmobilisierungen geführt: in der Bandbreite Revolte in den
arabischen Ländern, Syntagma-Platz, Puerta del Sol, Occupy- movement bis hin
zu Stuttgart 21.
4. Realistisch gilt es zu sagen, daß auf der
allgemeinen politischen Ebene bislang v.a. die (extreme) Rechte profitiert
hat: Wahlerfolg der "Wahren Finnen", Abwahl der Sozialdemokraten in Spanien
und Portugal, Etablierung von Technokraten- Regierungen (Italien,
Griechenland), die verdammt an die "Notstands"regierungen der 20er und
30er-Jahre erinnern etc.
5.Diese allgemeine Entwicklung findet auch in
Österreich ihren Niederschlag. Ein riesiges
"Sparpaket" wird geschnürt. Die SP und die Gewerkschaftsbürokratie
läßt die "Kleinen" im Stich und einstreichen kann das alles- mangels einer
politischen Alternative- Strache mit einem Mix aus Sozialdemaogie und
Fremdenfeindlichkeit (siehe dazu den ausgezeichneten Artikel von Wilfried
Hanser).
6. Wenn auch weitgeringer als in anderen Ländern
formierte sich auch hier zu Lande Widerstand: Plattform 25 in der
Steiermark, Aktionen im Sozialbereich in Oberösterreich, Konferenz in Tirol
zu demokratiepolitischen Fragen usw. Schon früher gab es die 2 mächtigen
Demos der Studis mit 40 000 bzw. 25 000 TeilnehmerInnen.
7. Aber wie in anderen Ländern gilt auch bei uns:
Bewegungen kommen und gehen- sie ALLEIN bieten keine "Verdichtung",
Kontinuität, langfristige Perspektiven. Hier wie international bedarf eines
allmemeinen POLITISCHEN Projekts.
8. Die (kleine) österr. Linke steht daher aktuell
vor einer doppelten Aufgabe:
- Teilnahme/ ja z.T. Initiierung von
Bewegungen/Aktionen- insbesonders jetzt wo das "Sparpaket" in Ausarbeitung
ist: kollektives Eingreifen in diese Debatte- u.a. mit der Broschüre
"Steuergerechtigkeit" ( auch wenn man/ frau
ev. nicht mit allen Positionen darin einverstanden ist)
- gleichzeitig erste -kleine- Schritte der
gemeinsamen politischen "Konstituierung". Wie die wenigen kritischen
SPlerInnen in der Frage der "Schuldenbremse" erneut umgefallen sind ("Eh nur
einfaches Gesetz und nicht Verfassungsrang")- wie wichtig wäre es da gewesen , wenn eine
politische Linke dem sichtbar (" political visibility") entgegengetreten
wäre!
9. Konkret für den Linken Ratschlag heißt dies:
- Beschluß einer gesamtösterreichischen Kampagne ad
"Steuergerechtigkeit": Diskussionen mit linken SPlerInnen /
GewerkschafterInnen/ Aktivistinnen der sozialen Bewgungen etc.; Aktionen
vorschlagen- nicht nur reden.
- politische Kooperation auf der Basis der
Übereinstimmung in Kardinalfragen
10. Wenn es der österrischen Linken nicht gelingt
heute eine erste "primäre politische
Akkumulation" zu erreichen droht die Gefahr, daß künftige
Entwicklungen weitgehend an ihr
vorrübergehen: Differenzierungen etwa in der Gewerkschaft, in der
Sozialdemokartie etc. sind zweifelsohn unerläßlich für ein breites
politisches Projekt. Aber schon jetzt gilt es Pflöcke in den Boden zu
schlagen! Auch in der BRD etwa
ist die Linkspartei, der Austritt Lafontaines aus der SPD etc. nicht vom
Himmel gefallen.. Es bedurfte einer entsprechenden "Vorarbeit" ( WASG,...).
Genau um solch eine Vorarbeit können wir auch
in Österreich keinen Umweg machen.
Daher SCHLUSS MIT DEM ZIRKELWESEN- wo jede/r seinen
Mini-Polit- Schrebergarten pflegt (das gilt auch für die KPÖ, auch in ihrer
steirischen
Variante- wenn auch beider Gärten größer sind).
Trotz einiger Bezirs- bzw. Landtagsmandate ist die bundespolitische Rolle
der KPÖ minimal.
11. Spätestens 2013 gibt es Parlamentswahlen. Zum
gegebenen Zeitpunkt schaut es NICHT danach aus, daß eine plurale, linke Kandidatur möglich ist
(auch beim letzten Mal wär es m.E. besser gewesen, NICHT zu kandidieren und
sich mittel- und langfristig als LINKSPROJEKT aufzustellen).
Aber zweifelsohne wird es extrem wichtig sein, in
einer Situation der allgemeinen politischen Sensibilisierung in die
Wahlauseinandersetzung aktiv einzugreifen: mit inhaltlichen Alternativen,
konkreten Vorschlägen, Aktionen etc.
Auch das wird es nur dann geben, wenn JETZT die
Basis dafür gelegt wird: einige programmitischen Achsen/ ein gewisser
gemeinsamer Handlungsrahmen/ einige wenige organisatorische Schritte
(Koordination auf Bundesebene).
Hermann Dworczak ( 0676 / 972 31 10 )
______________________________________________________________________________________
Von >Friedlhuber4> <
>
Betreff:
Vorschlag: Flyer zum Thema Steuergerechtigkeit
Datum: Freitag, 16. Dezember 2011 14:52
anbei zur Diskussionsanregung 2 Vorschläge für
Demo-Flyer zum Thema: Steuergerechtigkeit.
a) Produktivität, Reallöhne und Profite(pdf) b) "Unser" Steuersystem(pdf)
Die Flyer wurden nach dem Prinzip:
Wenige Schlagworte,
Eine Beleggrafik aus der Steuerbroschüre
Eine klare Forderung (Steuergerechtigkeit)
aufgebaut.
__________________________________________________________________________________
Von: "elmir georgiev6" >
Betreff:
Steuergerechtigkeit / Wege aus der Krise
Datum: Dienstag, 29. November 2011 15:00
Deal All,
zumal einige Gruppen sich den Kopf - um den Aufprall an
die Mauer, gegen der wir fahren, abzufedern - über mehr
Steuergerechtigkeit in Österreich zerbricht (während das vorherrschende
Weltwirtschaftsparadigma, an seinen innerlichen wiedersprüchen gerade
zerschellt) , würde ich gerne Eure Aufmerksamkeit auf die Leistungen/Gedanken
dieser Platform lenken wollen:
http://www.wege-aus-der-krise.at/ueber-uns/allianz.html
http://www.wege-aus-der-krise.at/unsere-wege/unsere-kampagne.html
, natürlich mit der Bitte diese Info weiter zu
verbreiten.
Solte jemend darüberhinaus Interesse zeigen, so würde
ich auch die Texte
http://www.umverteilung.at/index.php?id=222
http://www.steuerini.at/wochenkommentarebis2010.htm ->
diverse tageskommentare (da muss man sich die Überschrifften durchlesen)
http://www.umverteilung.at/index.php?id=219 -
!!!!!!!!!!!!!!!
empfehlen.
lg
el.
Und für diejenigen die aber gar keine Ahnung vom
Sprengstoff "Geld" haben .. hier "erklärt" in 5 Seiten (die "Lösung" ist
leider bei Gott nicht so leicht wie in dem Papier angedeutet)
(bitte im google unter "Unser Geldsystem ein system mit
verfallsdatum" selber suchen (texte und youtube-videos))
sowie auch ein Link zum Prof. Franz Hörmann's ("Das Ende
des Geldes" !!!!! / Galila Verlag , 2011) Beitrag im Standard:
http://derstandard.at/1285200656759/derStandardat-Interview-Banken-erfinden-Geld-aus-Luft
siehe auch
www.geldreform-jetzt.de oder sogar
http://www.timesozial.org/fileadmin/Download/Neues_Geld_-_Neue_Welt_V3.03_Web.pdf - auch für Einsteiger gedacht
lg
el.
Von: "elmir
georgiev5" >
Betreff:
Steuergerechtigkeit / WG:
[Beigewum] Vermögensungleichheit USA 2007-2009
Datum: Dienstag, 22. November 2011 15:13
Vielleicht kann dieses Papier (PDF-File) noch Ideen für
das Steuergerechtigkeitsdoku. gebären, resp. Beispiele für Graphiken liefern.
Dank und lg
el.
--- Schuerz, Martin <Martin.Schuerz@oenb.at> schrieb am
Mo, 21.11.2011:
Von: Schuerz, Martin <>
Betreff: [Beigewum] Vermögensungleichheit USA 2007-2009
Datum: Montag, 21. November, 2011 11:43 Uhr
Wichtige Ergebnisse (paper
anbei)(pdf):
1. Enorme Stabilität in der
Vermögensungleichheit in den USA seit den 1980er Jahren. Der Anteil des obersten
1 % bleibt bei einem Drittel des gesamten Vermögens aller Haushalte (33,3%). Und
dies obwohl die Vermögensverluste auf die Reichsten konzentriert waren; d.h.
absolut verloren die Reichen zwar beträchtlich (99. Perzentilwert: 9 Mio. USD
2007 Rückgang auf 7 Mio. USD 2009); relativ betrachtet verändert sich in der
Krise für die Reichen nichts (2007: 33,3%).
2. Fast die gesamten Anleihen
werden von den reichsten 10% in den USA gehalten; und fast 2/3 hat das reichste
1 %. Auch Unternehmensvermögen ist enorm konzentriert: über die Hälfte wird vom
obersten 1% gehalten
3. Der Anteil der unteren Hälfte
der privaten Haushalte (0-50%) am gesamten Vermögen aller Haushalte sank von
2,5% auf 1,5%. Hatten die unteren 50% schon vor der Krise – relativ gesehen -
fast nichts an Vermögenswerten, so sank dieser Wert in der Krise signifikant.
-----Integrierter Anhang folgt-----
-----------------------------------------------------
Beigewum Maillist -
Beigewum@wu-wien.ac.at
https://lists.wu-wien.ac.at/mailman/listinfo/beigewum
Von: "elmir
georgiev4"<>
Betreff:
Steuergerechtigkeit. / Teil 3 - last
Von:
Friedhuber3<>
Betreff:
zu: Steuergerechtigkeit
Von: "elmir
geogiev3<>
Betreff:
Vertrauen Sie "Denen" immer noch ?
Von: "elmir
geogiev2" <>
Betreff:
Steuergerechtigkeit ... WG: [Beigewum] Einige fragen mich ..
_____________________________________________________________________________
Von: "emir georgiev1" <> Betreff: WG:
Schluss mit dem T.I.N.A. - Betrug !
Einladung zu einer Veranstaltung am 26.10.11 in Wien
Datum: Montag, 24. Oktober 2011
18:54
FYI - Einladung zu einer Veranstalltun am 26.10.11 in Wien
Schluss mit dem T.I.N.A. - Betrug !
---------------------------------------------------
Liebe
Alle!
Vorweg .. die Überschrifft der Einladung (siehe Beilage) für die
Veranstalltung in der AK am 26.10 (11h-17h, Theresianumg.) ist
IRRETIEREND !
Die Überschrift "..LINKE-Ratschlag" .."Thema ..
Vernetzung der LINKE
in Österreich" lädt zu glauben ein, dass für dieses
Treffen nur die
"üblichen Verdächtigen" eingeladen sein sollen.
Nach Gespräch mit
Leo Gabriel wurde klar, dass zu diesem Treffen "so viel
wir nur möglich
(interessierte) Menschen eingeladen sind". Für Alle
soll aber eines gelten !
Das gemeinsame Verständniss, dass es
(lange) mit der Gesellschaft -
so wie bis jetzt - nicht weiter gehen kann !
....
folglich .. "Das
Gefühl der Angst vor der Zukunft und Verunsicherung, soll die
Bürger/Innen
bereits erreicht
haben und diese nachdenklich eingestimmt"
Die
Hintergründe
dieser ARGEN Botschaft liegen im historischen Prozess, denn die
Bürger -
sowohl weltweit, als auch in West und Zentraleuropa - in Begriff
sind
zu beschreiten.
Während Einige von "der andauernen Kriese"
spräche, nennen
Andere, die sich in Gang gesetzten Veränderungen -
"Transformation" :
http://www.faz.net/aktuell/finanzen/fonds-mehr/finanzkrise-mit-herkoemmlichen-methoden-nicht-zu-loesen-1387022.html
Was
für welche "Transformation" aber ?
Vor 150 J. hat Einer
die
Krisenbechaftung des System klar erklärt (so klar, dess er als Gefahr
für
das Establishment (die herrschende Klasse) angesehen wurde, und daher
immer seltener am den Hochschulen unterrichtet wird)
Vor 100J. hat
ein Anderer von "den Imperialismus als letzte Phase des Kapitalismus"
gesprochen. Diese ist kennzeichet u.a. mit den klar erkennbaren
Machtpole -
Militärindustroekomplex und Welt-Finanzoligarchie". Man kann die
Multies -
die uns auch beherrschen - nur noch dazuzählen.
("Beherrschen" in Sinne Primat der
Wirschaft über die Politik)
Und
Schlussendlich hat vor.ca 80J .
Schumpeter - bei aller seiner Vorliebe
zum Kapitalismus - festgestellt,
dass a la long der Kapitalismus zu
scheitern verurteilt ist und
unausweichlich durch ein anderes System
ersetzt wird. Die Symptome des
Endzustandes hat er wie folgt
formuliert: "Der Kapitalismus wird über/durch
das Kapital scheitern."
(Tiefgreifende theoretische Ausführungen sind in
dieser E-Mail nicht am
richtigen Platz)
Dem gegenübergestellt werden
WIR seit 30..40
Jahren SCHAMLOS belogen, dass es "There Is No other
Alternativ" (zu
den KApitalismus ) gibt !!!! ... von der Herrschenen Klasse
SCHAMLOS
belogen ...
Die Folgen dieser Lüge sind auf Seite 8 - in
der hier
beigelegten Zusammenfassung des Buches "Perestroika des
Kapitalismus" ,
Untertitel "EIN
AUFRUF ZUM SYSTEMWECHSEL" / Klaus Woltron;
Ausgabe 2009;
Residenzverlag;
http://www.residenzverlag.at/?m=30&o=2&id_program=27&id_title=1173
)
mit eine zeitbezogene Graphik klar
dargestellt! Wir sind
mitten in eine dramatische Entwicklung der Gesellschaft
die in den baldig
kommenden Jahren erst recht kullminieren wird!!
Die
Gesellschaftstheoretiker gehen von 3..bis 4 Szenarien aus, von denen nur
einer ein "Guter" ist.
Worin besteht diese extreme Gefahr ?
Der
Mittelpunkt des gesellschafliches Leben/Schaffens ist DAS "Geld, das den Drang
sich zu Vermehern unterliegt". An deser Stelle wird es zu "Kapital".
Daher
auch die Systembezeichnung : Kapitalismus.
Man muss aber
nicht
umbedingt Helmuth Creutz oder Berns Senf gelesen zu haben, um das
Bauchgefühl zu haben, dass "mit dem heutigen Geld etwas nicht stimmt?!"
In
der Tat sagen das auch Hörmann/Pregetter in ihrem neu erschienenen Buch
"Das Ende des Geldes" (Galila Verlag) -
http://www.das-ende-des-geldes.at/
-
auf Seite 12 : "Der wesentliche
Grund dafür ist zu sehen , dass
es sich nicht nur um eine der "zyklischen
Krisen" (Bem. des Kapitals) handelt .... Diesmal
liegen die Dinge anders. Es
versagt das System - das Geldsystem"
Na
und ???.. denkt sich einer !
Währungsreformen hat die Menschheit
schon oft gesehen.
Aber auch
hier liegen die Dinge dieses Mal
anders!
Man bedenke zuerst zwei
Sachen!
- Das Geld ist das am meisten verbreitete Mittel zur Steuerung der
Gesellschaft, und
- Das Geld ist sowohl Abbild von Machtverhälnisse, als
auch eine der Grundlagen
(nebst Naturresourcen und millitärische
Vernichtungsdinge) für das
heranwachsen von Macht.
Und jetzt stellt
Euch vor .. das Ihr
im 20XX lebt... gewaltige Handelsströme werden bewegt,
Milliarden
Menschen sind davon anhändig, Geld regiert die Welt, und der
einzige Dominante - der das Tempo
angibt -- ist der Computer!
Und
jetzt beginnt dieses
"Geldsystem" zu Explo/Implodieren (muss nicht umbedingt
durch des Zinseffektes beginnen muß)?
Der Spregstoffsatz "Geld"" ...
blast alles vor sich
hin.
Nicht umsonst schreibt Klaus Woltron auf
seite 192 seines
Buches (in Anlehnung an Ketan Patel) : "Tatsächlich muss
man von einer
noch viel skepterischen Prognose ausgehen .....Die Gefahr ist
groß, dass
die Menschheit in eine Art Urzustand zurückfällt, in der das
Sichern
des eigenen Überlebens an oberer Stelle steht."
So in etwa auch
Zinn (siehe Walter-Otto-Ötsch /Linz) , als auch Imanuell Wallerstein
(Yale)
Prof. Spash (WU-Wien) hat die Göoballage wie fogt gezeichnet
(PP-Präsentation von Junu d. J.) : ein Ruderboot mit 2-er Besatzung,
die
fleißig in Richtung eines hearabfallenden Wasserfall rudert.
Ja
! Dort
sind wir!
Und während diese Gefahr heranwächst, werden
wir IMMER
NOCH mit der T.I.N.A.-Lüge BELOGEN !!
In angesicht der
gewalltigen
tektonischen Bewegung die sich in Gang gesetzt hat, ist
das Ziel des
Treffens .." Vernetzung der LINKE in .AT" .. gerade zu winzig!
Viel
mehr gehört das breite Publikum zur Aufklärung und Debatte über
mögliche
Gegenmaßnahmen AUFGEWECKT! .. die dann auch parlamentarisch
umgesetzt werden
sollen !
Ein mögliches Gegenwirken wird von Klaus
Woltron
vorgeschlagen (Seite 197): "Als Maßnahme, die fundamental in das
derzeitige
System eingreifen würde und dennoch eine realistische Chance
auf Umsetzung
hätte, wäre eine Verstaatlichung des Bankenwesens und die
kontinuirliche
Rückführung der lukrierten Zinsen an die Bürger (im Zuge
des Steuerwesens)
zu nennen")
Naturlich ist nur mit "Vertstaatlichen
der Banken" nicht
alles ausgestanden. Vielmehr muss das Geld als
"Selbstziel und INNERE des
menschlichen Werkens auf Erden" , einer anderen
Rolle weichen.. nur als
Mittel der Steuerung der Prozesse, mit dem Ziel
der Maximierung des
Gemeinwohls. (Siehe dazu "Das Geld" / Wantzke/Möhl ,
Verlag Ggenstandpunkt
). Womit wir uns vom Kapitalismus losbinden.
Aber der Status in dem wir
uns befinden
ist laut Hörmann/Pregetter
(Buch siehe oben) auf Seite 13
wie folgt festgehalten: "Die breite
Bevölkerung hat noch gar nicht begonnen
zu hinterfragen, wer Geld
überhaupt herstellt bzw. herstellen darf und wie
genau dieser Vorgang abläuft bzw, welche Folgen ...... "
Aber die breite
Bevölkerung hat auch noch nicht begonnen zu hinterfragen (Seite 69)
"Wieso verschuldet sich der Staat bei den Privatbanken, wenn doch in Wahrheit nur er
selbst über das Monopol der
Geldschöpfung , das er an die Zentral- und Geschäftsbanken delegierte, verfügt?
Wieso verschuldet sich der Staat überhaupt? Es ist doch bizzar, dass er
zuerst den Banken
per Lizenz das Recht überträgt , per Kredit "Geld aus dem Nichts" zu erzeugen,
um sich dann bei eben diesen Banken
zu verschulden?
Wieso zahlt der Staat für seine Schulden auch noch
Zinsen?"
------------
Oder die Mär vom ewigen Wachstums .. des
BNP den Bürgern aufzeigen.
Letzterer ist der Botox (die Fülle) für das indexgebundene Geldsystem. Die Zinsschuld
wächst aber unengeschränkt .. bis
wir in die Luft fliegen. Alle
.. in die Luft fliegen! Weil alle in den
Einkaufsperis die Zinnslast mittragen auch wenn wir
keine Kredite aufgenomen haben.
----------
Oder die Mär vom "Länger Arbeiten" ! In eine Welt, wo die
Produktivität so groß ist,
dass wir mit nur einem Bruchteil von der 38h Stunden Arbeitswoche produktionsmässig in
Saus und Braus leben können ? Was steckt hinter der Lüge ... "Zwang länger zu arbeiten "??
(Aber nicht die Stupidität
"Pensionen sind nicht finanzierbar" !!)
Mal schon daran nachgedacht, dass
man ruhig mit 50J."in der Pense gehen kann"
( davon abgesehen, dass in der
modernen Arbeitswelt man schon mit 50 keine Arbeit bekommt)
Man muss ja
nicht unbeding J.Riffkin "Das Ende der Arbeit" oder Viviane Forrester "Der Terror der
Ökonomie"
oder W. Wolf "7 Krisen 1 Chrash" gelesen haben, um Zweifel an den andauernden Zurufe
"Man möge bis ins Grab im Arbeitsleben
bleiben" bekommt.
----- und LAst but not least
----
Das
System .. nach dem Kapitalismus SPÜRBAR und ERKLÄRBAR für alle die
Ottonurmalverbraucher/Inen machen??
So z.B. Alternativen von Chr. Felber
http://www.christian-felber.at/buecher/cover_neue_werte.php
http://www.christian-felber.at/buecher/cover_gemeinwohl.php
resp wieder
Hörmann / Pregetter " Das Ende des Geldes"
----------------------------------------------------------------------------
Das Treffen am 26.10.11 ist nicht als Diskussionsbühne für all dieser Themen
angedacht, aber als Anreiz für ALLE .. so viel wie nur mögliche Bürger und Bürgerinnen
sich zu vernetzen , selber Gedanken
machen und
SICH UND SEINE UMGEBUNG AUFKLÄREN, WEIL
"Im Kern hat
daher die Aufklärung einer möglichst großen Zahl von Menschen.....
die große Chance, das Geschehen einigermaßen in eine positive Richtung zu lenken." .
So K. Woltron Seite
199.
--------------------
Diese Mal Last und Least !
Man fragt mich
SEHR oft "Was kann ich als kleiner Mann/Frau machen?"
.. na kommt am
26.10 !!! Eh so einfach ! ... dazu wird es ein verregneter Tag sein ;-)
In
Sinne des oben Dargestellten, kommt ALLE am 26.10.11 in die AK und gibt diese
Nachricht weiter!
____________________________________________________________________________
Von: "Hermann Dworczak2" <>
Betreff: /
Bereits etliche Diskussion ad:
"Einige -grundsätzliche- Überlegungen zur
politischen Situation in Europa
bzw. in Österreich"
Datum: Samstag, 25. Juni 2011 11:04
Liebe
FreundInnen und GenossInnen!
Meine " Grundsaetzlichen Ueberlegungen
zur politischen Situation in Europa bzw. in Oesterreich" scheinen ins Schwarze
getroffen zu haben. Obwohl noch nicht breiter manifest, haben viele GenossInnen
das Gefuehl, dass es so mit der oesterreichischen Linken nicht weitergehen kann:
bloss Einzelaktivitaeten, kaum uebergreifende Aktionen, geschweige denn ein
kollektives POLITISCHES Projekt.
Auf meine Thesen haben in nicht einmal
einer Woche (!) rund 10 GenossInnen aus verschiedenenen linken Zugaengen
geantwortet.
Mein Vorschlag: dehnen wir diese Debatte aus und fuehren sie
OEFFENTLICH- also publizieren wir sie in diversen -linken- Medien. Und versuchen
wir, sie auch entlang unserer gemeinsamen Aktivitaeten - sowohl auf der
"Bewegungsebene" als auch im unmittelbar politischen Bereich- zu entfalten. Es
geht ja nicht um eine "abgehobene" Diskussion, sondern darum aus den
offenkundigen Grenzen der bisherigen Praxis entsprechende" Schlussfolgerungen zu
ziehen.
Mit solidarischen Gruessen
Hermann Dworczak (0676/ 972 31
10)
____________________________________________________________________________
Von: "Hermann Dworczak1" <>
Betreff:
Einige grundsätzliche Überlegungen zur
politischen Situation in Europa bzw. in Österreich
Datum: Dienstag, 21. Juni 2011 09:56
Vorbemerkung: Ziel dieser Zeilen ist es eine Art "Epochenbestimmung" vorzunehmen
( Schlagwort: "Ende der bürgerlichen Normalität ") und so einen bescheidenen
Beitrag zum "Aufwachen" der kleinen, dahindösenden österreichischen Linken zu
leisten.
Die politische Situation Europas spitzt sich zunehmend
zu. Was vordergründig als "Euro-Krise" , "Bankrott Griechenlands " etc.
abgehandelt wird, ist in Wirklichkeit eine tiefsitzende ökonomische und
politische Strukturkrise der (europäischen) spätkapitalistischen Gesellschaft.
Alles oberflächliche Gerede von "vorwiegend Finanzkrise" zeigt sich heute
als gegenstandslos. Die schwere Wirtschaftskrise äüßerste sich zuerst als "
Immobilienblase", dann als "Bankenkrise" und zeigte sich schließlich zunehmend
in der sog. Realwirtschaft. Wie etwa Winfried Wolf in seinem hervorragenden Buch
" Sieben Krisen- Ein Crasch" bündig dargelegt hat, gibt es tiefsitzende
ökonomische, soziale, politische und ökologische Krisensträge, die nunmehr -oft
kumuliert- zum
Ausbruch kommen.
Die enormen staatlichen
Stützungsmassnahmen haben zwar kurzfristig dem Kapital aus dem schlimmsten
Dilemma geholfen, die Krisenfaktoren jedoch in keiner Weise beseitigt. Sie sind
jedoch weiter voll präsent und äüßern sich in vielfältigster Weise:
-
Griechenland ist bekanntlich nur die Spitze des Eisbergs. Portugal, Spanien,
aber auch Italien stehen vor ähnlichen Problemen. In allen Fällen geht es nicht
vorrangig um Korruption, obwohl diese zweifelsohne massenhaft vorhanden ist: Den
schwachen Ökomien hat der Staat kräftig unter die Arme gegriffen, was u.a. zu
extremer Verschuldung führte
- die harten Sanierungsforderungen -de facto
Griechenland ist heute ein Protektorat ( wie Österreich nach dem Ersten
Weltkrieg) - sind nicht Ausdruck "bösen Willens", sondern entsprechen den
entscheidendenden Interessen des europäischen Großkapitals: die
Verwertungsbedingungen sollen erhöht werden und nicht alle geliehenen Gelder
sollen den Bach runtergehen
In diesem Sinne ist der "Neoliberalismus
nicht am Ende"- es wird vielmehr massivst praktiziert.
Dieser Umstand hat
in einigen Ländern unglaubliche Massenproteste ausgelöst ( mit den Bildern von
Tunesien, Ägypten,... im Hinterkopf) - ein klassisches Beispiel ungleichzeitiger
und kombinierter Entwicklung. Und die bürgerliche, indirekte Demokratie ist in
den Augen vieler schwerst diskredidiert Ob Syntagma-Platz, Puerta del Sol etc.
überall ertönt der Ruf " Wir wollen nicht für Eure Krise bezahlen". " Haut ab"
schallt es den bürgerlichen und sozialdemokratischen Politikern entgegen.
Das sind Entwicklungen, die vor einigen Jahren noch für gänzlich
unmöglich gehalten wurden- siehe das Geschwätz vom "Ende der Geschichte". Im
Gegenteil: Jetzt geht es erst richtig los!
Bei aller Begeisterung über
die Proteste in Europa gilt es die Bodenhaftung nicht zu verlieren. Die Kämpfe
sind oft fragmrntiert, spielen sich bislang vorrangig im nationalen Rahmen ab:
gut 15 Generalstreiks in Griechenland und kaum wirksame internationale
Solidarität .
Auf parlamentscher Ebene hat bis jetzt die Rechte und was
besonders schlimm ist, die extreme Rechte profitiert.
All das zwingt
zu GRUNDSÄTZLICHEN Überlegungen:
- die Sozialdemokratie spielt die
-selbstmöderische- Rolle des Mohren. Wo sie noch die Regierungsgeschäfte führt,
treibt sie die Sparpolitik voran und wird schließlich von den Konservativen
abgelöst. Gleichzeitig steigt die Woge des internatinalen Rechtspopulismus und
Rechtsextremismus.
- eine ernsthafte Lösung der Schuldenkrise kann nur
ein Streichen der Schulden sein! Dies weist aber angesichts der in Frage
stehenden Summen weit über die bürgerliche Gesellschaft hinaus
- die EU
legt Griechenland eiserne Ketten an- alle Spekulationen auf einen "new deal für
Europa ", " Schaffung neuer, grüner Arbeitspätze" etc. sind Schall und Rauch
- die EU wird sich in keiner Weise "demokratisieren"(lassen): die
Entwicklung geht vielmehr in die andere Richtung- immer autoritärer, sich nach
außen abschottend, militaristisch und offen imperialistisch.
Vor
diesem Hintergrund ist es REALISTISCH zu sagen, daß sich einige Länder in
Richtung einer "vorrevolutionären" Situation bewegen. Wohlgemerkt: es gibt eine
Tendenz- nicht mehr(!) und selbst diese Länder sind von einer " revolutionären"
Situation weit entfernt.
Klar ist jedoch, daß die Zeit, wo halt so das
"linke Alltagsgeschäft" besorgt wird, vorbei ist. In allen Ländern gilt es sich
für scharfe politische Wendungen zu rüsten und inhaltliche und organisatorische
Positionen zu entwickeln, die der aktuellen Krisen-Epoche adäquat sind: z.B.für
die entschädigungslose Überführung der Banken in öffentliches Eigentum ( bei
strengster demokratischer Kontrolle) einzutreten und sich voll desen bewußt zu
sein, daß damit ein -äüßerst konfliktreicher- antikapitalistischer Weg
eingeschlagen wird.; bzw.alle illusionären Hoffnungen zu begraben, die
Sozialdemokratie könnte sich entscheidend ändern, "wieder zu ihren Wurzeln
zurückkehren" etc. Vielmehr gilt es -pluralistische- Organisationen und Parteien
links von der Soziademokratie aufzubauen bzw. zu stärken.
UND IN
ÖSTERREICH ?
Der Umstand, daß in Österrich die "Krisen noch nicht so
entwickelt sind", darf nicht als Ruhekissen dienen. Österreich ist von den oben
skizzierten
Prozessen betroffen bzw. Akteur! Und weil den beiden
Regierungsparteien außer Dahinwursteln nix einfällt und sie vor den realen
Problem fliehen bzw. sich ausschweigen- kann Strache zulegen und zulegen!!
An dieser mehr als gefährlichen Entwicklung wird sich aller Voraussicht nach
nichts ändern.
Die österreichische Linke sollte sich voll dessen bewußt
sein und endlich dementsprechend VERANTWORTUNGSBEWUSST handeln : sich nicht
weiter in internen Grabenkämpfen verlieren und auf den Aufbau von
Kleinorganisationen und Mini-Parteien zu setzen. Zwei Aufgaben sind m.E.nach
heute zentral:
- alles was sich in Österreicht "bewegt", also bereit ist
gegen Sozial- und Demokratieabbau bzw. ökologische Deaster zu kämpfen,
zusammenzufassen (z. B. Organisierung eines " Widerstands-Kongresses")
-
Bündelung der linken Kräfte in einem politischen Projekt, das über die
"Bewegungs-Ebene" hinausgeht- also eine allgemeine politische Alternative
darstellt. So eine Alternative kann NICHT voluntaristisch dekrediert werden. Sie
ist das Ergebnis eines - vorsichtigen- Aufbauprozesses. Aber BEGONNEN sollte
jetzt damit werden: der ins Auge gefaßte " LINKE RATSCHLAG" im Oktober in Wien
sollte ein wichtiger Schritt in diese Richtung sein.
Hermannn Dworczak (
0676 / 972 31 10 )