20.000 Frauen, 9.11.2017: Protokoll Aktionstreffen vom 7. November 2017 || KosmosTheater

Liebe Frauen,

Es war ein bewegender Abend, der 7. 11. 2017, im Wiener KosmosTheater. An die 100 Frauen waren gekommen – alte und junge, bekannte und gänzlich unbekannte, mit vielen verschiedenen Hintergründen und Herkünften –, um dazu beizutragen, das Jahr 2018 zu einem kämpferischen für die Frauen in diesem Land zu machen. Die Stimmung war durchwegs konstruktiv, beeindruckend die Fülle der Ideen, die eingebracht wurden, und die Zahl der entstandenen Aktionsgruppen.

Gemeinsam werden wir in diesem kommenden Jahr die notwendigen Proteste gegen die Maßnahmen der Regierung, die zweifellos auch uns Frauen treffen werden, auf die Straße tragen. Es heißt nämlich, wie schon im Jahr 2000: WIDERSTAND! Und wir werden feiern: 100 Jahre Frauenwahlrecht, 100 Jahre Ende des 1. Weltkriegs, 50 Jahre 1968 und Neue Frauenbewegung – und gedenken: 80 Jahre Anschluss Österreichs an Nazideutschland.

Herzlich bedanken wir uns bei Barbara Klein dafür, dass sie uns ermöglicht hat, an diesem spielfreien Abend die Räumlichkeiten des KosmosTheaters zu nutzen. Wünschen, künftig Treffen dieser Art an einem Wochenende abzuhalten, werden wir nach Möglichkeit entgegenkommen, damit auch Frauen, die von weiter her anreisen, teilnehmen können.

Erste Eindrücke vom Treffen sind unter http://zwanzigtausendfrauen.at/2017/11/vernetzungstreffen-7-11-2017-im-kosmostheater/ zu besichtigen – danke, Bettina Frenzel, für die Fotos!

Im Folgenden eine Zusammenfassung der Ergebnisse des Treffens mit der E-Mail-Adresse der Kontaktfrau der jeweiligen Aktionsgruppe. Wenn ihr euch in die Aktivitäten einer der Gruppen einschalten möchtet, nehmt bitte per Mail Kontakt auf, um die Termine der Gruppentreffen, Informationen über Gruppenaktivitäten u. ä. zu erfragen.

Wenn ihr euch an der Planung und Organisierung der Großaktion beteiligen möchtet, kommt bitte zu unserem nächsten Plenum.

Ort und Zeit: FZ-Bar, Währingerstr. 59/Eingang Prechtlgasse, 1090 Wien.

Montag, 4. Dezember 2017, 18.00. Für Frauen!

Die Kontaktfrauen der einzelnen Aktionsgruppen werden gebeten, Ankündigungen ihrer Aktivitäten, die über die Mailingliste der Plattform 20000 Frauen versandt werden sollen, an office@20000frauen.at zu schicken.

Die Aktionsgruppen im Einzelnen (in alphabetischer Reihenfolge) –

Aktionsgruppe „Besuchsdienst“ und Flashmobs

Ziel dieser Gruppe ist der Besuch und die Irritation von Veranstaltungen von Regierungsvertreter/innen u.a. antifeministischen Initiativen (Podiumsdiskussionen, Pressekonferenzen etc.) Nächste Auftrittsmöglichkeit: Fr, 10.11.2017, 18.00, TU Wien, Kuppelsaal: Gender-Debatten: Worum geht es? Veranstaltung von Lebensschützern auf der TU. Mit: Meike Lauggas, Gabriele Kuby, Raphael Bonelli, Meike Lauggas. Moderation: Gudrun Lang (Abgeordnete der ÖVP, ehemals Jugend für das Leben)

Termine der Aktionsgruppe werden per Newsletter und Plattform-Homepage kommuniziert.

Kontakt: ulli.weish@univie.ac.at

Buch-Gruppe

Demnächst erscheint ein weiteres Buch zur Geschichte der Zweiten Frauenbewegung in Wien. Die Autorinnen und Herausgeberinnen bieten Lesungen an verschiedenen Orten an: Büchereien, Bezirksämter, ega, Wirtshäuser, SoHo Ottakring, Schulen usw.

Kontakt: kaethe.kratz@gmx.at

Aktionsgruppe Frauenvolksbegehren

Zwischen 12.2.-12.3. ist geplant, die notwendigen Unterstützungserklärungen zu sammeln – ca. 9000 sind erforderlich –, danach entscheidet die Behörde über den Termin der Eintragungswoche. Gesucht werden viele Frauen in jedem Bundesland, die sich an der Sammlung der Unterstützungserklärungen beteiligen.

Kontakt: karin.stanger@ug-oegb.at

Aktionsgruppe Frauenparlament / Frauenrat

*Sonnenkabinett (im Gegensatz zu Schattenkabinett) wird gebildet, es gibt Ministerinnen für Wohlbefinden und gutes Leben für alle, für Frieden und solidarische Kooperation weltweit; für solidarisches Wirtschaften von unten, für menschliche Sicherheit und Freiheit; für Frauen und Selbstbestimmung, für öffentliche Finanzen in Fülle etc.

Das Sonnenkabinett tritt einmal im Monat öffentlich auf und präsentiert Alternativen zur Regierungspolitik.

*Einmal im Jahr tagt das Frauenparlament / der Frauenrat. Frauen, die als Ministerinnen oder Abgeordnete Reden halten möchten, meldet euch bitte. Kritik an Plänen der Regierung wird geübt, Gesetzesalternativen werden vorgeschlagen und argumentiert.

Übertragung via Livestream und zum Nachschauen im Internet.

Erster Auftritt: Tag X (= Tag der Angelobung)

Erstes Treffen: in der Woche vom 11.12.

Kontakt: elisabeth.klatzer@gmx.net

Aktionsgruppe Frauenstreik

Druck auf die Gewerkschaften auszuüben ist nötig, um die zu erwartenden Spar- und Kürzungspolitiken wirksam zu bekämpfen. Angedacht wurden: die Organisierung eines Sit-ins vor dem ÖGB, die Forderung an den ÖGB, für den 8. März 2018 einen Streik auszurufen. Die Frage wurde gestellt, ob die Plattform 20000 Frauen einen Aufruf dahingehend an den ÖGB unterstützen würden.

Kontakt: sonja@slp.at

Aktionsgruppe Frauenwahlrecht abschaffen

Die Gruppe Brutpflegerinnen plant einen 14-tägigen Container im öffentlichen Raum, z.B. am Praterstern, um dort eine „Geschlecht egal“-Wahl durchzuführen. Kombiniert wird die Aktion mit Workshops.

Geplant für Herbst 2018.

Kontakt: susipreissl@gmx.at

Aktionsgruppe Menschenkette(n) für Frauenrechte

Die Idee ist, an einem Tag im Juni zum gleichen Zeitpunkt in allen Landeshauptstädten Menschenketten um Stadtteile oder Gebäude – je nach Einschätzung der möglichen Mobilisierung – zu bilden, die dann zu einer gemeinsamen Abschlusskundgebung mit Kunst/Kultur zusammenkommen.

In Wien bietet sich der Ring an, die Abschlusskundgebung an einem passenden Ort im 1. Bezirk. Etwas über 5 km = 5000 Meter ist die Strecke rund um den 1.Bezirk. Das bedeutet ab 3000 Menschen kann frau die Kette schließen. Je mehr, desto dichter.

Kontakt: ambrosch@transform-network.net; office@20000frauen.at 

Aktionsgruppe OBRA

Alljährlich organisiert One Billion Rising Austria für 14. Februar eine Kundgebung mit Tanz gegen Gewalt an Frauen. Das Motto für den 14. Februar 2018 wird sein: „Alle Stimmen für Frauen“. OBRA ist aber auch ganzjährig im Einsatz und tanzt vor und zu feministischen und anderen politischen Veranstaltungen. 2018 werden verstärkt Schulen einbezogen und für die österreichweiten Kundgebungen am 14. Februar mobilisiert.

Mittänzerinnen ebenso gesucht wie Lehrerinnen, die mit ihren Schülerinnen gegen Gewalt an Frauen tanzen möchten.

Kontakt: kazuko.kurosaki@chello.at

Aktionsgruppe Parlamentsclubs lahmlegen (per Mail und Telefon)

Mail-Adressen und Telefonnummern der Abgeordneten werden gesammelt, um sie bei Bedarf massenhaft zu verwenden. Frauen aus ganz Österreich, die bereit sind, den Abgeordneten ihres Wahlkreises telefonisch und per Mail ihren Unmut mitzuteilen, melden sich bitte.

Kontakt: contact.pamela.huck@gmail.com

 Aktionsgruppe Schwangerschaftsabbruch

Aktionen bei Auftritten von Abtreibungsgegnerinnen sind geplant, das Thema soll proaktiv thematisiert werden, eine Webseite online gehen.

Kontakt: diespielfrau@gmail.com

Weitere Infos:

***Die Alleinerzieherinnen fordern weiterhin Unterhaltsgarantie und Kinderkostenstudie. In einer öffentlichen Aktion wollen sie einen dahingehenden Brief an die Regierungsverhandler/innen übergeben.

***Für Freitag, 10.11.2017, 17.00-18.00: Solidaritätsaktion mit Nuriye Gülmen, einer hungerstreikenden Aktivistin und Literaturdozentin aus der Türkei, Haus der EU, Wipplingerstr. 35, 1010 Wien.

***24.11.: Vernissage Frauen-Bilder aus Afghanistan, Bilder von Elham Tajik, AKIS, Capistrangasse 10, 4. Stock, 1060 Wien (bis 30.11.)

***25.11.: Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen: 12.00: Zeichen gegen Femizid (an mehreren Orten in Wien); 14.00: Stadtspaziergang: Vatikan und HLI – Hände weg von unserer Vulva – Abtreibung ist Frauenrecht; 14.00: Podiumsdiskussion im Kurdischen Frauenverein Avesta, Jurekgasse 26, 1150; 17.00, Stephansplatz: FrauenLesbenKundgebung. Anschl. FrauenLesbenFest, FZ-Bar, Währingerstr. 59/Eingang Prechtlgasse, 1090 Wien

***30.11., 18.00, FZ-Bar, Währingerstr. 59/Eingang Prechtlgasse, 1090 Wien: Ni una menos (Frauen aus Lateinamerika gegen machistische Gewalt)

***1.12.: Feministisches antifaschistisches Gedenken: Wir wollen die Aufforderungen „Niemals vergessen“ und „Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg“ im Hier und Heute verbinden und klare Perspektiven feministischen, antifaschistischen Handelns entwickeln.

***4.12.2017, 19.00: Vernissage Ausstellung EigenART, Zeitgenössische Positionen von Frauen, Galerie am Park, Liniengasse 2A, 1060 Wien

***Aktion 20000: Vereine können Frauen über 50 ein Jahr lang anstellen, wobei das Gehalt vom AMS bezahlt wird. Die betroffenen Frauen beziehen nach diesem Jahr Arbeitslosengeld. Gefahr besteht allerdings, dass die zu erwartende Regierung dieses Gesetz bald wieder abschafft.

***Ulli Fuchs plant eine Radioserie zum Thema „Feministische Generationen im Gespräch“, die auf Radio Orange ausgestrahlt werden soll. Frauen, die an einer Mitwirkung interessiert sind, melden sich bei: aon.914037134@aon.at

***“Mit Haut und Haaren“ ist der Titel von Ulli Fuchs‘ Diplomarbeit, die als Buch rauskommen wird. Ein Kapitel darin handelt vom Kampf um das Frauenwahlrecht – die Autorin kann für Veranstaltungen gewonnen werden. Kontakt: siehe oben. In diesem Zusammenhang empfiehlt sie auch Hilde Schmölzer: „Revolte der Frauen“

***Tiefenbohrungen: Die Care-Revolution in der Ökonomie

30.11.2017 (Donnerstag), 18:30 Uhr
Ort: Wirtschaftsuniversität Wien, Clubraum, Gebäude LC, Welthandelsplatz 1, 1020 Wien

mit:
Katharina Mader (WU Wien)
Michaela Moser (FH St. Pölten)
Moderation: Margit Appel (ksoe)

Orientiert am Thema „Care“ werden Aufgaben und Anliegen der feministischen Ökonomie illustriert. Katharina Mader (Institut für Institutionelle und Heterodoxe Ökonomie, Wirtschaftsuniversität Wien) und Michaela Moser (Ilse Arlt Institut für Soziale Inklusionsforschung, Fachhochschule St. Pölten) präsentieren ihre Überlegungen und diskutieren am Podium und mit dem Publikum.

Programm>

Anmeldung bitte bis 23.11.2017

***Termine der Frauenhetz

Friday, 10th of November, 6-8 p.m.
Gender Policies in the European Union and National Policies – Current Status Quo and Outlook
Inputs and Discussion with Mieke Verloo and Ulrike Lunacek
Achtung: Inputs und Diskussion in englischer Sprache! Übersetzung bei Bedarf möglich
Mieke Verloo presents results of her new work on feminist politics and gender equality policies in Europe, with a strong focus on opposition against these. Ulrike Lunacek introduces her expert experiences as vice president of the European Parliament and national politician in a leading position focusing on gender policies and working group results.
We are looking forward to an inspiring discussion and development of future strategies in enhancing gender policies and results both on a national and international level.

Mieke Verloo is an expert in the fields of gender and politics and Professor of Comparative Politics and Inequality Issues at Radboud University in the Netherlands, as well as a Non-Residential Permanent Fellow at the IWM, Institute for Human Sciences in Vienna. She was scientific director of large research projects on gender equality policymaking in Europe and has extensive consultancy and training experience on gender mainstreaming and intersectionality for several European governments and institutions. Her current research is on feminist politics and opposition to Gender and Equality in Europe.
Ulrike Lunacek, 1984-1986 adviser for the organization „Frauensolidarität“ (Solidarity among Women) in Vienna, afterwards editor of the magazine „Südwind“ and press officer of the Austrian Information Service for Development Politics. 1995 she coordinated the press work of all NGOs at the 4th World Conference on Women in Beijing. She is an expert in the fields of gender policies and feminist politics on a national and international level (former Vice President of the European Parliament from July 2014-October 17th 2017).
Host: Gerlinde Mauerer. Translation (as needed): Izabela Wnorowska.
Venue: Frauenhetz, Untere Weißgerberstraße 41, 1030 Wien

Freitag, 10. November, 18:00–20:00
Gender Politiken in der Europäischen Union und in nationalen Gremien – Aktuelle Analysen und Ausblick
Inputs und Diskussion mit Mieke Verloo und Ulrike Lunacek
Die international renommierte Wissenschaftlerin, Gender Expertin und Feministin Mieke Verloo stellt ihre Forschungen zu Feministischer Politik und Gendergleichheitsdiskursen in der EU vor. Ulrike Lunacek wird ihre Erfahrungen im europäischen Parlament und in nationalen Netzwerken einbringen.
Inputs in englischer Sprache, Übersetzung möglich. Moderation: Gerlinde Mauerer. Übersetzung (bei Bedarf): Izabela Wnorowska.
Ort: Frauenhetz, Untere Weißgerberstraße 41, 1030 Wien

Frauenhetz Auswärts
Samstag, 11. November 2017, 18:00
M A R I J A – Theaterdiskurs über eine Revolution
Performance Projekt zum 100-jährigen Jubiläum der Russischen Revolution
Das Kollektiv der FLEISCHEREI_mobil präsentiert das zweiteilige Performance Projekt MARIJA, nach dem Stück von Isaak Babel (1935), ein theatrales Experiment zwischen Performance und Diskurs, Theater und Revolution. Mit prophetischer Weitsicht schildert Babel, wie Revolutionen das Gefüge der alten Welt 
ins Chaos stürzen und neue Klassen den Plan betreten.
Sind gelungene Revolutionen heute möglich – und wie könnten sie aussehen? Den Auftakt bildet die Socialism Street Academy über Geschichte, Entwicklung und Bedeutung der Russischen Revolution 
unter Leitung von Eva Brenner und geladenen Gästen – TheoretikerInnen, AktivistInnen, Revolutionskundige –, 
die jeweils vor jeder Vorstellung zwischen 18:00 und 19:00 tagt. An diesem Abend ist Birge Krondorfer (Frauenhetz) mit dem Thema Frauen und Revolution in der Academy geladen.
Performancebeginn ist um 19:30.
Special: 21:00 Die Liebe der Drei Generationen –
Eine Hommage für Alexandra Kollontai von und mit Isa Hochgerner
Ort: Brick-5, Fünfhausgasse 5, 1150 Wien
www.experimentaltheater.com
Vorreservierungen: Andrea Munninger, 0699/19900952, office@experimentaltheater.com
Eine Kooperation von Fleischerei und Frauenhetz

Im Rahmen der Nächte der PhilosophInnen. Das philosophisch-künstlerische Festival (13.-16. November 2017) finden in unseren Räumlichkeiten folgende für die Allgemeinheit offene Veranstaltungen statt:

Dienstag, 14. November 2017, 18:00–19:30
Was ist der Sinn eines geschlechtergerechten Sprachgebrauchs?
Gemeinsames Nachdenken: Impulsvortrag und Diskussionsrunden
Fragestellungen: Wird Sprache als Haus des Seins verstanden, so wird ersichtlich wie wesentlich Sprache für unsere Existenzweisen sind. Sprache ist Verstehen von Anderen, Selbstverhältnis, Welterschließung und – gestaltung zugleich. Sprache als symbolische Ordnung hat selbstredend etwas mit den Unterschieden der Geschlechter zu tun, weshalb es sinnvoll ist darüber zu sprechen, wie diese jeweils repräsentiert werden, zur Sprache kommen.
Mag.a Dr.in Birge Krondorfer: Feministische Philosophin, Universitätslehrende, Erwachsenenbildnerin, Autorin, Aktivistin.

Dienstag, 14. November 2017, 20:00–21:30
Berührbarkeit, Verletzlichkeit und Geschlecht.
Gewalt in Paarbeziehungen und feministische psychosoziale Beratung.
Gemeinsames Nachdenken: Input und Diskussionsrunde
Fragestellungen: Ausgehend von Verletzlichkeit als Bedingung des Menschseins reflektieren wir den vergeschlechtlichten Gefährdungsdiskurs, symbolische Gewalt und ihr Verhältnis zum Körper sowie die Affekte Scham und Zorn anhand von Gewalt in Paarbeziehungen. Als Ausblick stelle ich feministische psychosoziale Beratung als emanzipatorisches Projekt zur Erweiterung von Handlungsfreiheit vor.
Mag.a Dr.in Bettina Zehetner: Philosophin und Feministin, Psychosoziale Beraterin bei Frauen* beraten Frauen*. Institut für frauenspezifische Sozialforschung, Seminare für Genderkompetenz, interdisziplinäre Beratung bei Trennung und Gewalt, Laufbahnberatung und Onlineberatung. https://homepage.univie.ac.at/bettina.zehetner/

Mittwoch, 15. November 2017, 18:00–19:30
Menstruationsgespräche. Ein Philosophisch-künstlerisches Café für Erwachsene
Künstlerische Intervention, Dialoge, Partizipation
Fragestellungen: Die philosophische und kulturelle Tradition zum Thema Menstruation beinhaltet eine lange, meist frauenfeindliche Erzählweise und Theoretisierung. Im Feminismus der 1970er wurde die Mens politisiert. In der Öffentlichkeit stellen Menstruation und Menarche aber nach wie vor ein Tabuthema dar – ein selbstbewusstes „Frau-Werden/Sein“ wird damit verstellt. Queer-feministische Künstlerinnen setzen sich wieder mit der Thematik auseinander.
MMMag.a Valentina Mitterer: Kunsttheoretikerin, -praktikerin und –vermittlerin, Ausstellungen und Vorträge. Gründung des Vereins MenstruationsNetzwerk mit Kathrin Sieder. 1. Wiener MenstruationsSymposium zur Kunst der Menstruation (2016), www.valentinanna.at

Mittwoch, 15. November 2017, 20:00–21:30
Gibt es so etwas wie weibliche oder männliche Werte?
Impulsvortrag und Diskussion
Fragestellungen: Simone de Beauvoir war davon überzeugt, dass es so etwas wie weibliche oder männliche Werte nicht gibt. Der Differenzfeminismus hingegen wollte die weiblichen Qualitäten sichtbar machen und aufwerten und lehnte die Orientierung an männlichen Werten ab. Aktuelle Debatten um Diversity und Transgender lassen die Frage, ob es so etwas wie weibliche oder männliche Werte gibt, in neuem Licht erscheinen.
Dr.in MMag.a Susanne Moser: Philosophin, Lektorin an der Universität Graz im Bereich Diversity- und Wertemanagement, Lektorin in diversen Erwachsenenbildungseinrichtungen in Wien, Mitarbeiterin am Institut für Axiologische Forschungen und beim Verlag Axia Academic Publishers. http://homepage.univie.ac.at/susanne.moser

Die Veranstalterinnen der Nächte der PhilosophInnen sind:
Dr.in Mag.a M. Maurer, https://philosophische-praxis.jimdo.com
Verein für interdisziplinäre Forschung & Praxis/Rosa-Luxemburg-Institut, http://frauen.at
Informationen über alle Veranstaltungen: https://facebook.com/frauen.at
https://sites.google.com/view/naechte-der-philosophinnen/n%C3%A4chte-der-philosophinnen/festival-2107
Diese Veranstaltungen sind allgemein zugänglich.
Snacks und Getränke werden gereicht.
Eintritt frei, Spenden willkommen.
Ort: Frauenhetz, 1030 Wien, Untere Weißgerberstr. 41
Eine Kooperation mit der Frauenhetz

Die Nächte der PhilosophInnen sind gefördert von: Kulturabteilung Wien (MA 7) und der Bezirksvertretung 1030
Frauenhetz Auswärts
Donnerstag, 16. November 2017,18:30
Kunst und Philosophie – zentrale Abschlussveranstaltung
der NÄCHTE DER PHILOSOPHINNEN 2017
Philosophie wird in Sprache ausgedrückt und in Texten geschrieben. Aber was ist mit dem Gedachten und dem NICHT GESAGTEN? Denn manche schweigen, sagen nichts… Mit dieser Kunstaktion wird das von den Gästen NICHT GESAGTE zum Ausdruck und zur Anschauung gebracht. Machen Sie mit bei Emel Heinreichs Installation!
Das GUTE LEBEN: was beinhaltet es? Wie ist es möglich für „alle und jede(n)“, angesichts sozialer Scheren, welche immer schneidender werden?! Insbesondere Philosophische PraktikerInnen widmen sich diesen Herausforderungen. Donata Romizi und sechs „GastgeberInnen“ des Festivals NÄCHTE DER PHILOSOPHINNEN, Birge Krondorfer, Gabriele Ruf-Zoratti, Esther Redolfi-Widmann, Margarete Maurer, Leo Zehender und Simone Matthaei, treten untereinander in Diskussion und laden Sie/Dich herzlich ein zum Zuhören, zum Selber-Denken und anschließend vor allem zum MIT-REDEN. Und Spaß macht es auch …
Moderation: Margarete Maurer

Ort: Festsaal Bezirksvorstehung Alsergrund, Währinger Str. 43

Frauenhetz Auswärts
Samstag, 18. November 2017, 10:30
Symposium der SWIP – Austria Society for Women in Philosophy Austria mit dem Titel Die Zukunft Europas aus philosophischer Perspektive. Einheit und Vielfalt, Freitag 17. und Samstag 18. November.
Demokratielernen. Bemerkungen zu Bildung als Übung in Selbsttranszendierung
Vortrag von Birge Krondorfer
Von innen wie von außen wird das (westliche) Modell der Demokratie angegriffen. Neue Autoritarismen konvergieren mit postdemokratischen Realitäten, kapitalistischer Globalisierung, Produktions- und Konsumideologie und nationalstaatlichen Grenzregimes. Auch das Bildungssystem ist gefährdet. Die neoliberale Umstrukturierung der Bildungsinstitutionen reduziert Bildung auf Effizienz und Kompetenzerlangung und beraubt sie ihrer gesellschaftskritischen Dimension. Deshalb braucht es Orte fürs Einüben in Demokratie, die Wissen mit Erfahrung verknüpfen, wie es bspw. die Frauenbildungsstätte Frauenhetz/Wien versucht: eine Bildung ohne Aufgeben emanzipatorischer Ideale und es sich zur Aufgabe machen, die Dialektik von freier Selbstbestimmung und notwendiger Selbstdistanzierung zu vermitteln – gerade für Frauen eine höchst ambivalente Maxime. Demokratie ist nicht eine Ansammlung von Partikularismen, sondern heißt Anerkennung radikaler Pluralität.
Ort: Johannes Kepler-Universität Linz, Altenberger Straße 69, Austria Room BR 3
Weitere Informationen unter: http://swip-austria.eu/

Montag, 20. November 2017, 18:30
Frauenpolitik in Europa. Persönliche und (frauen)politische Erfahrungen, zukünftige Perspektiven
Diskussion mit Michaela Kauer
Michaela Kauer wird ihre Arbeit im Verbindungsbüro der Stadt Wien zur EU in Brüssel vorstellen und uns über ihre persönlichen und frauenpolitischen Erfahrungen in Brüssel berichten. Obwohl die rechtliche Gleichstellung von Frauen und Männer in den EU-Gründungsverträgen verankert ist, ist Frauenpolitik auf europäischer Ebene selten ein Thema. Internationale feministische Politik ist ein Ziel, das immer wieder neuer Energien und intensiver Gremienarbeit von Frauen bedarf. Basierend auf ihren Erfahrungen wird Michela Kauer ihre aktuellen Einschätzungen und zukünftige Perspektiven zu feministischer Politik in transnationalen Netzwerken und Institutionen mit uns teilen und diskutieren.
Michaela Kauer studierte Verwaltungswissenschaften mit Schwerpunkt European Policies, seit 2009 ist sie Leiterin des Wien-Hauses in Brüssel, Expertin für EU-Städtepolitik und Koordinatorin der EU-Städtepartnerschaft zum Thema Wohnen. Ehrenamtliches Vorstandsmitglied der Aidshilfe Wien. Lehrende für European Public Management an der Fachhochschule Eisenstadt.
Moderation: Gerlinde Mauerer.
Ort: Frauenhetz, Untere Weißgerberstraße 41,1030 Wien

Samstag, 25. November 2017, 11:00–13:00
The women we are: From Iran to Diaspora
Lecture und Diskussion
Matinee mit Mansoureh Shojaee
Mansoureh Shojaee, Bibliothekarin, Journalistin, Autorin, Übersetzerin, gehört seit über 20 Jahren zu den führenden Köpfen der iranischen Frauenrechtsbewegung und war und ist an unzähligen Initiativen beteiligt. Wegen ihres Engagements wurde sie mehrfach verhaftet und lebt seit 2010 in Exil, z.Z. in Den Haag. Dt. Publikation: Sharzades Schwestern. Frauen im Iran, 2013
Moderation: Birge Krondorfer
Ort: Frauenhetz, Untere Weißgerberstr. 41, 1030 Wien
Snacks und Getränke werden gereicht.
Eintritt frei, Spenden willkommen

Montag, 27. November 2017, 18:00–20:00
Seminarraumgespräch – Denken in Präsenz
Sexualisierte Gewalt an Müttern und Kindern

Mit Patricia Bell
In unseren Seminarraumgesprächen kann leidenschaftlich und mit Muße in Präsenz über Präsentes nachgedacht werden.
Patricia Bell ist Autorin, Forscherin und Praktikerin.
Kuratiert und moderiert von Birge Krondorfer.
Ort: Frauenbildungsstätte Frauenhetz, Untere Weißgerberstraße 41, 1030 Wien
Snacks und Getränke werden gereicht
Eintritt frei, Spenden willkommen

Donnerstag, 30. November 2017, 18:00
Postsäkulare Anrufungen oder die Gretchenfrage in den Gender Studies
Vortrag von Sabine Grenz mit anschließender Diskussion
Sabine Grenz geht in ihrem Vortrag dem Verhältnis zwischen Säkularität, Säkularismus und Religiosität in den Gender Studies nach. Anhand von kritischen Reflexionen zu diesem Spannungsfeld skizziert Sabine Grenz sowohl epistemologische als auch methodische Fragen und stellt diese im Hinblick auf feministische Theorieentwicklung zur Diskussion.

Sabine Grenz ist Professorin für Gender Studies an der Universität Wien. Forschungsinteressen: Gendermethodologie und -epistemologie, Diversität und Intersektionalität, Säkularität und Religion, Sexualität(en) (insbesondere im Zusammenhang mit kommerzieller Sexualität), Historische Perspektiven auf
Geschlechterkonstruktionen sowie die Institutionalisierung und Wissenschaftsgeschichte der Gender Studies.
Moderation: Gerlinde Mauerer
Ort: Frauenhetz, Untere Weißgerberstraße 41, 1030 Wien

***Frauenspaziergänge mit Petra Unger

Träume ich, dass ich lebe? | Frauen* von Ravensbrück

  1. und 11. November 2017 von 14:00 bis 16:30

Treffpunkt: Rosa Jochmann Park / Ecke Weintraubengasse, 1020 Wien

Sie waren jung und alt, politisch oder gläubig, rassisch verfolgt oder durch unvorhersehbare Willkür in den Vernichtungsapparat des NS-Regimes geraten. Manche waren Kinder, manche sind dort geboren: die Frauen* von Ravensbrück.

Vor 70 Jahren haben sich die Überlebenden zusammengeschlossen

  • um die Erinnerung an die ermordeten Leidensgenossinnen und Familienangehörigen wach zu halten
  • um das Erlebte zu verarbeiten
  • um einander solidarisch beizustehen
  • um die Aufarbeitung der NS-Zeit einzufordern
  • um den nachfolgenden Generationen zu berichten
  • um wieder und wieder gegen eine Wiederholung der Geschichte aufzustehen

Den Spuren dieser Frauen* folgen anlässlich des 70jährigen Gründungsjubiläums der Österreichischen Lagergemeinschaft Ravensbrück zwei Frauen*Stadtspaziergänge durch drei Bezirke.

Orte des Widerstandes, Orte der Verfolgung, Orte der Erinnerung.
Orte des Gesprächs und der persönlichen Auseinandersetzung.

„Träume ich, dass ich lebe?“

Die Geschichte der Leopoldstadt ist untrennbar mit jüdischer Geschichte und Frauen*Geschichte verbunden. Dieser Spaziergang erzählt

  • von Ansiedelung und Vertreibung
  • von Rosa Jochmann, Regine Chum und vielen anderen
  • von Orten der Verfolgung, aber auch des Widerstandes und der Solidarität
  • von der Leopoldstadt in den ersten Bezirk.
  • vom Rosa Jochmann Park zum Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes.

Zur Erinnern, zur Mahnung, zum Nachdenken!

In Kooperation mit der Österreichischen Lagergemeinschaft Ravensbrück und FreundInnen.
Im Rahmen des 70jährigen Gründungsjubiläums.
Teilnahme Euro 12.- | Kopfhörer Euro 3.- bei Bedarf

Anmeldung zum Spaziergang am 10.11.: LGRav_FreundInnen@gmx.net

Anmeldung zum Spaziergang am 11.11.: post@bv02.wien.gv.at, Telefon: +43 1 4000 02110

Kunst, Widerstand und Verhütung

  1. November 2017 von 14:00 bis 16:30

Teilnahme kostenfrei

Treffpunkt: Verhütungsmuseum, Mariahilfer Gürtel 37, 1150 Wien

Sie wissen alles über Verhütung?

Wo zeitgenössische Künstlerinnen* mit ihren Arbeiten dokumentiert sind?

Wie Paula Wessely mit dem NS-Regime umgegangen ist?

Und was Christine Busta über diese Zeit schreibt?

Nein?

Dann ist dies der richtige Spaziergang!

Ein abwechslungsreicher, spannender Spaziergang nicht nur für Frauen* mit Besuch des Verhütungsmuseums und der Basis.Wien!

Die Teilnahme ist kostenlos!

Anmeldung unter: Gebietsbetreuung 6/14/15 | Fr. Sabine Mayer, Tel.: +43 1 893 66 57

E-Mail: gb6@gbstern.at

***Laufend aktuelle feministische Termine unter: http://www.wienfuerfrauen.at/ und unter https://8maerz.at/